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Aus der Neuen Solidarität Nr. 14/2008

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„Dies könnte ein Vertrag sein, der das Ende der Nationen bedeutet”

Offener Brief der bewährten amerikanischen Kämpferin für Bürgerrechte und Vizepräsidentin des Schiller-Instituts, Amelia Boynton-Robinson, an die Bürger der europäischen Nationen.

Manchmal ist es interessant und sogar faszinierend, sich wie in einem Tagtraum vorzustellen, wie sich eine Familie entwickelt. Es beginnt mit einem Paar, das Kinder hervorbringt. Von da aus entstehen Menschen vieler Generationen, die sich über die ganze Welt ausbreiten. Und Sie lieben sie, weil sie Ihre Verwandten sind, und Sie interessieren sich für alle von ihnen, und oft sprechen Sie von ihren Erfolgen. Und dann kommt der Gedanke, warum sollte irgendein Volk sich dazu hinreißen lassen, gegen ein Nachbarland oder Freunde oder Verwandte Krieg zu führen?

Als Mitglied und Mitbegründerin des Schiller-Instituts lebe ich dafür, der BüSo, der LaRouche-Jugendbewegung und allen Jugendlichen der ganzen Welt die bestmögliche Zukunft zu geben. Ich möchte, daß alle in Frieden leben. Aber kann es Frieden ohne Gerechtigkeit geben? Die Gerechtigkeit kann dort nicht existieren, wo Menschen darauf sinnen und trachten, Kriege und Konflikte zu schüren und damit gegen die eigentliche Idee einer Nation verstoßen. Haben Sie jemals vom Süden der Vereinigten Staaten von Amerika mit seinem System der Sklavenhalter-Plantagen gehört?  Und von unserem Kampf, Menschen zu bewegen, sich registrieren zu lassen, damit sie überall in den USA an Wahlen teilnehmen können? Haben Sie jemals vom „Blut-Sonntag“, dem 7. März 1965 in Selma im Bundesstaat Alabama gehört? Damals wurden Menschen geschlagen und getötet, nur weil sie, als sie das Wahlrechtsalter erreicht hatten, als vollwertige Bürger ihres Heimatlandes, der Vereinigten Staaten von Amerika, handeln wollten. Dies sind grundlegende Bürgerrechte!

Diese Erfahrung sollte niemals wieder in irgendeinem Land der zivilisierten Welt wiederholt werden. Mit Blut, Schweiß und Tränen haben Menschen dafür gekämpft, das „Kleingedruckte”, die versteckten illegalen Klauseln irgendeines Vertrages, einer Verfassung oder eines Gesetzestextes auszumerzen, die nicht so einfach von allen verstanden werden können, mit denen aber das feudale System eines „finsteren Zeitalters” versucht, ungerechte Verhältnisse wieder zu etablieren.

Ich möchte Sie einladen, meine Autobiographie Brücke über den Jordan, die jetzt in Deutsch, Italienisch und Französisch vorliegt, zu lesen. Dieses Buch kann Ihnen einen Einblick vermitteln, was passieren könnte, wenn Sie das Gott-gegebene Recht auf nationale Souveränität und Rechtsstaatlichkeit als selbstverständlich erachten. Das Todesurteil könnte schon über Ihre Nation gesprochen sein, und Sie, ob Mann oder Frau, könnten schon im Gefängnis schmachten, während das Recht durch gesichtslose Bürokraten gebeugt wird.

Der jetzt vorgelegte Vertrag von Lissabon ist eine Rückkehr zur Sklaverei, zum Feudalismus und Plantagensystem: Fordern Sie ein Referendum in Ihrem Land - jetzt! Denn später könne jede Beschwerde zu spät kommen. Es ist jetzt an der Zeit, das Thema aufzuwerfen: Wollen sie ein Land von Sklaven sein oder von freien Bürgern? Sie haben es in der Hand.

Martin Luther King erinnerte die Welt in seiner berühmten Rede vom 28. August 1963 in Washington, D.C. daran, daß alle Menschen gleich geschaffen und wir alle Gottes Kinder sind. Deshalb lassen Sie uns alle, überall in der Welt, daran arbeiten,  seinen Traum wahr werden zu lassen. Er gab sein Leben für diese Wahrheit. Geben wir unsere Liebe für Wahrheit und Gerechtigkeit überall in der Welt! Wo immer Sie junge Menschen bei kaltem und heißem Wetter in den Straßen der Städte an Informationsständen sehen, oder wo immer sie sich zu Diskussionen und Gesprächen treffen, schenken Sie ihnen wohlwollend Ihre Aufmerksamkeit. Es könnte Sie vor einer Katastrophe bewahren oder wenigstens anregen, einzuhalten, nachzudenken und zu diskutieren, bevor der Vertrag von Lissabon ein Vertrag wird, der die Freiheit tötet.

Ich möchte Sie einladen, für die Verteidigung Ihrer nationalen Verfassungen einzutreten, die jetzt verletzt zu werden drohen, sogar mit Hilfe Ihrer Regierungen. Jede Verfassungsänderung kann nur dann zugelassen werden, wenn die Menschen, die unter dieser Verfassung leben, es rechtmäßig wollen. Es ist Ihr Recht, um das es geht. Wenn es denn Veränderungen geben soll, dann sollen sie von den Bürgern ausgehen und nicht von einer Armee von Politikern anderer Länder, die Sie ihrer Souveränität, Ihres Verfassungsrechts und Ihrer Lebensgrundlage berauben wollen. Die Verfassungen sind dazu eingesetzt worden, damit jeder Bürger von Geburt an bis zu seinem Tod denselben Schutz genießt, und keine Kommission, kein ernannter Bürokrat die Gesetze Ihrer Nation verändern kann. Seien Sie stolz auf das, was Sie sind, helfen Sie mit am Aufbau Ihrer Nation und helfen Sie Ihren Nachbarn. Bewahren Sie die solide Tradition, die Ihnen Ihre Vorväter anvertraut haben. Darin sind alle Länder, ob groß oder klein, gleichberechtigt, und keines darf über das andere herrschen wollen, sondern alle sollen gleichermaßen danach streben, der Menschheit zu dienen.

Wie würden Sie und Ihre Kinder sich damit abfinden, wenn Sie wüßten, daß Ihr Land mit einem Nachbarn Krieg führen muß, weil ein Vertrag es dazu verpflichtet? Oder wenn Ihr Land unter eine Diktatur gezwungen wird, der es sich beugen müßte? Oder wenn Sie der Todesstrafe für eine Person, der ein Mitbürger Ihres Landes oder sogar ein Mitglied Ihrer Familie wäre, zustimmen müßten?

Sie können nur sich selbst verantwortlich machen, wenn Sie es unterlassen sollten, für die souveränen Rechte Ihrer Nation zu kämpfen. Falls Ihr Land seine Rechte verliert oder Teil wird eines neuen Plantagensystems unter dem Vertrag von Lissabon, dann haben Sie nur sich selber, den Sie anklagen können.

Mein Geist und meine Unterstützung ist mit Ihnen in diesem Kampf.

Ihre Amelia Boynton Robinson

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