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Neue Solidarität
Nr. 41, 10. Oktober 2019

Für eine wissenschaftliche Renaissance der Menschheit
und die Rehabilitierung von Lyndon LaRouche!

Von Helga Zepp-LaRouche

Im Rahmen internationaler Aktionstage gegen die Klimahysterie vom 5.-10. Oktober verfaßte die Vorsitzende des internationalen Schiller-Instituts das folgende Flugblatt.

Stellt euch vor, der Weltuntergang findet statt und niemand geht hin! Da sind Greta persönlich, alle Zentral- und Investmentbanken, Hedgefonds und Spekulanten schon in Euphorie über die angebliche Gewißheit, daß der Planet in 18 Monaten (Prinz Charles) „überkocht“ – und die Letzteren in Ektase über die astronomischen Gewinne, die man deswegen mit „green financing“ zu machen gedenkt –, und dann existiert die Welt trotz unterschiedlicher Klimaschwankungen einfach weiter!

Diese kleine Abwandlung des alten Slogans der Friedensbewegung: „Stellt euch vor, es ist Krieg und niemand geht hin“ sei erlaubt, um darauf aufmerksam zu machen, daß eine Ideologie nur die Wirklichkeit beeinflußt, wenn die Mehrheit der Bevölkerung daran glaubt.

Tatsache ist: Es gibt keinen Klimanotstand. Die Klimadaten der letzten 500 Millionen Jahre zeigen, daß sich das Klima auf der Erde kontinuierlich gewandelt hat, mit einer steten Abwechslung von Wärme- und Kälteperioden, deren letzte erst 1850 mit der kleinen Eiszeit endete. Die gegenwärtigen Klimaalarmisten können sich nicht auf wissenschaftlich nachweisbare Fakten berufen, sondern benutzen Klimamodelle, deren Prognosen sich schon jetzt als übertrieben erwiesen haben und lediglich eines klarstellen: Klima ist ein sehr viel komplexeres Thema, das dringend wieder auf eine wissenschaftliche Basis gestellt werden muß, und bei dem anthropogene Aktivitäten offensichtlich eine viel geringere Auswirkung, Prozesse auf der Sonne und in unserer Galaxie hingegen eine um viele Größenordnungen stärkere Bedeutung haben, als in diesen Modellen angenommen wird.

Die Dämonisierung von CO2 und die daraus folgende Zielsetzung der Dekarbonisierung der Weltwirtschaft sind genauso irrational wie die Verbrennung von Hexen auf dem Scheiterhaufen als Mittel gegen Krankheiten. CO2 ist kein Umweltgift, sondern eine der unerläßlichen Voraussetzungen für das Leben auf der Erde und insbesondere das Gedeihen der Pflanzen und der Landwirtschaft als Basis der menschlichen Existenz. Der wirkliche Notstand ist die vom Finanzsektor betriebene Dekarbonisierung der Weltwirtschaft, die einen von den meisten nicht einmal geahnten Kollaps der Industriestaaten und massive Bevölkerungsreduktion – sprich Genozid – zur Folge hätte.

Die vom Finanzsektor und den Mainstream-Medien inszenierte Klimahysterie ist die größte propagandistische Manipulation der Bevölkerung, die bisher so effektiv gelaufen ist, daß Josef Goebbels retrospektiv aufgrund relativen Versagens vermutlich freiwillig seinen Job aufgeben würde.

Das wahre Thema, um das es geht, ist ein ganz anderes: Das neoliberale Finanzsystem ist absolut am Ende: Die Ursachen des Crashs von 2008 wurden nicht behoben, sondern mit elf Jahren „Quantitative Easing“, Null- und jetzt sogar Negativzinsen noch weiter verschlimmert. Was ist der Plan der Finanzoligarchie? Die Zentralbanken sollen nach einem kürzlich auf dem jährlichen Bankertreffen in Jackson Hole von BlackRock vorgelegten Papier einen „Regimewechsel“ durchsetzen, bei dem die Zentralbanken, die „unabhängig“ bleiben, große Mengen Geld drucken, es direkt an die Regierungen weitergeben, die es dann nur noch nach den Regeln der Zentralbanken ausgeben dürfen. Das ist im Prinzip das gleiche, was Hitlers Finanzminister Hjalmar Schacht mit der Finanzierung der damaligen Aufrüstung gemacht hat, nur daß diesmal die gesamte Geldschöpfung für die „Große Transformation“, die Vergrünung der Weltwirtschaft verwendet werden soll.

Für die allermeisten Menschen, die in der von den Mainstream-Medien orchestrierten neoliberalen Ideologie gefangen sind, ist es sehr schwer, sich vorzustellen, daß die ganze Axiomatik dieses Systems falsch ist. Aber zu dieser Ideologie gehört nicht nur der geplante „Regimewechsel“ der Zentralbanken, sondern eben auch „Regimewechsel“ gegen Rußland und China, wie an der gegenwärtig geschürten Farbrevolution in Hongkong sichtbar wird. Und dazu gehört ebenso die Vorstellung, daß es völlig normal sei, daß eine kleine Schicht von Reichen immer reicher und die Mehrheit der Menschen immer ärmer wird, daß Afrika für immer unterentwickelt bleiben soll, und daß sowieso jeder Mensch ein Parasit sei, der die Umwelt belastet, und daß die Grenzen des Wachstums erreicht sind. Und dazu gehören auch die liberalen Ideen, daß alles erlaubt und jede Meinung genauso gut sei wie die andere.

Vom Standpunkt der Gesetze des Universums und der davon bestimmten Evolution der Menschheit betrachtet, sind diese Axiome aber genauso falsch, wie die meisten Annahmen des Mittelalters, die sich in der Scholastik, dem Hexenglauben oder dem Flagellantentum manifestierten.

Wenn wir aus der gegenwärtig sich zuspitzenden Krise, bei der so ziemlich alles aus dem Ruder zu laufen scheint, herauskommen wollen, müssen wir die gesamte Tagesordnung des Denkens völlig ändern. Wir müssen einen Orientierungspunkt finden, von dem aus wir unsere gesamten Annahmen über den Menschen und das Universum, in dem wir leben, überprüfen und auf ihre Richtigkeit untersuchen können. Dieser Orientierungspunkt ist die Erforschung des Weltalls und die Raumfahrt.

Die bemannte Raumfahrt ist der triumphierende Beweis, daß Gottfried Wilhelm Leibniz mit seinem Argument recht hatte, daß wir in der besten aller Welten leben. Natürlich nicht in dem Sinn, mit dem der Zyniker Voltaire – gewissermaßen der Sir David Attenborough seiner Zeit – Leibniz’ optimistisches Menschenbild angegriffen hat, sondern indem sie demonstriert, daß die Menschheit die einzige (bisher bekannte) schöpferische Gattung ist, die durch die Entdeckung immer neuer Prinzipien des physischen Universums die Grundlagen für die Überwindung aller Grenzen schaffen kann.

Wie Lyndon LaRouche mit seiner bahnbrechenden Schrift Es gibt keine Grenzen des Wachstums und seinem gesamten Lebenswerk demonstriert hat, schaffen die ursprünglichen Entdeckungen immer komplexerer, experimentell nachweisbarer Prinzipien des Universums die Basis für völlig neue Plattformen der Ökonomie, die den Unterhalt für immer mehr besser ernährte, länger lebende und besser gebildete Menschen generieren können. Dabei entspricht der Begriff „Wachstum“ eben nicht der Vorstellung simpler Gemüter, die wie Malthus in der kausalen Welt einer euklidischen arithmetischen oder geometrischen Vermehrung denken, sondern einer sich zu höheren Ordnungen entfaltenden, mehrfach zusammenhängenden Riemannschen Mannigfaltigkeit. Dabei schafft die kreative Vernunft als das entwickeltste Element des Universums immer neue Singularitäten, die den Grad der Wirksamkeit des Menschen im Universum unbegrenzt erhöhen können.

Beste Beispiele dafür sind z.B. die absehbare Beherrschung der thermonuklearen Kernfusion, bei der der Mensch den Fusionsprozeß auf der Sonne imitiert, um damit unbegrenzte Energie- und Rohstoffvorkommen zu erzeugen, und die Bestätigung von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie, wie sie in jüngster Zeit durch die Verifizierung der Gravitationswellen und der Aufnahme (imaging) von Schwarzen Löchern gelungen ist, die sich im Mittelpunkt jeder der zwei Billionen Galaxien befinden, die das Hubble-Teleskop bisher nachweisen konnte.

Die neue Tagesordnung des Denkens muß also darin bestehen, sich von den Pseudoreligionen der Banker, Mainstream-Medien und Klimaapostel zu verabschieden und sie durch eine wissenschaftliche Debatte über experimentell nachprüfbare Fakten zu ersetzen. Vielversprechend in dieser Hinsicht ist das von Präsident Trump beschlossene Artemis- Programm, das bis 2024 wieder Menschen auf den Mond bringen und dort bis 2028 eine permanente Station errichten soll, ebenso wie die Raumfahrtprogramme von China, Indien, Rußland und der ESA. Im übrigen zeigen der beispiellose wirtschaftliche Erfolg Chinas und die Dynamik der Neuen Seidenstraße, daß der Fokus auf wissenschaftliche Innovation den beteiligten Staaten mehr Vorteil bringt als der Fokus des neoliberalen Systems auf Profite.

Wenn es gelingt, auch Europa und die USA zur Zusammenarbeit mit der Seidenstraßen- Initiative und im Fall der USA zur Zusammenarbeit mit China in der Raumfahrt zu bewegen, dann steht die Menschheit nicht am Rande der Klimaapokalypse, sondern am Beginn einer neuen Ära, in der die angeborene Vernunftbegabung des Menschen sich frei entfalten kann und wir gewissermaßen in das Erwachsenenalter unserer Gattung eintreten können. Wir werden ein menschlicheres Zeitalter gestalten und demonstrieren, daß die Welt tatsächlich die beste aller möglichen ist, weil in jedem Menschen potentiell ein Genie angelegt ist und die Freiheitsgrade bei der Entwicklung unserer Gattung zu dem Grade unbegrenzt zunehmen werden, je mehr Menschen das in ihnen angelegte Potential verwirklichen können.

Der unerläßliche Schritt für die Erreichung dieses neuen Paradigmas des Denkens ist die vollständige Rehabilitierung von Lyndon LaRouche, mit dessen Verfolgung und Inhaftierung die ebenso böswilligen wie desperaten Großinquisitoren des Britischen Empires den Zugang zu seinen Ideen verschütten wollten.

Wir brauchen die kühnen und optimistischen Visionen von Denkern wie Leibniz, Schiller, Einstein, Krafft Ehricke und Lyndon LaRouche, weil aus dem Kulturpessimismus von Malthus, Nietzsche und Spengler Faschismus und Kriege entstehen, aus den menschheitsbejahenden Ideen hingegen neue Renaissancen und Blütezeiten der Geschichte.

Es liegt an uns allen, welche Richtung wir einschlagen!

zepp-larouche@eir.de