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Neue Solidarität
Nr. 9-10, 26. Februar 2026

Transaqua

© Bonifica SA
Das Transaqua-Projekt soll Wasser aus dem Kongobecken zum Tschadsee leiten, um ihn wieder aufzufüllen, und Elektrizität für die ganze Region erzeugen.

Transaqua ist ein integriertes Projekt für Wassertransfer, Wasserkraft, Transport und agroindustrielle Entwicklung im Herzen Afrikas. Das Transaqua-Projekt sieht vor, durch den Bau von Dämmen an den rechten Nebenflüssen des Kongo und die Verbindung der entste­hen­den Stauseen durch Kanäle eine 2400 km lange Wasser­straße zu schaffen, die 5-8% des Kongo-Wassers nutzt und dieses Wasser über den einzi­gen Zufluß, den Chari, zum Tschadsee leitet. Es wurde berechnet, daß auf diese Weise bis zu 100 Milliarden Kubik­meter Wasser jährlich trans­portiert werden könnten, wo­durch der Tschadsee wieder aufgefüllt und somit die Lebens­bedingungen für bis zu 50 Millionen Menschen wiederhergestellt würden.

Jeder der mehr als zwei Dutzend Staudämme würde mit mittelgroßen Kraftwerken (30 bis 100 MW Leistung) Elektrizität erzeugen, die den gesamten östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und der Zentralafrikanischen Republik versorgen würde. Es wurde berechnet, daß auf diese Weise eine Leistung von bis zu 7 GW aufgebaut werden könnte.

Darüber hinaus würden die Staudämme den Flußlauf regulieren, wo die Anrainer bisher unter häufigen Überschwemmungen leiden, und so die Voraussetzungen für eine zuverlässige agroindustrielle Entwicklung schaffen und das Wasserkraftpotential an stromabwärts gelegenen Standorten wie Inga erhöhen.

Schließlich wäre die Wasserstraße schiffbar und würde somit einen Wasserweg darstellen, der sechs Länder direkt miteinander verbindet: die DRK, die Zentralafrikanische Republik, den Tschad, Kamerun, Niger und Nigeria. Transaqua würde die ganzjährige Schiffbarkeit des größten Nebenflusses des Kongo, des Ubangi, ermöglichen und somit eine potentielle Verbindung zum Kongo und zum Meer herstellen. Der Kongo ist derzeit wegen eines etwa 100 km langen Abschnitts mit Stromschnellen nicht schiffbar. Dies muß im Zuge des Grand-Inga-Projektes durch eine Kombination von Schleusen gelöst werden.

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