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Neue Solidarität
Nr. 31-32, 30. Juli 2026

Erz-Kriegstreiber Lindsey Graham gestorben

US-Senator Lindsey Graham, berüchtigt für seine Begeisterung für verfassungswidrige imperiale Kriege der USA, starb am 11. Juli nach einem Kurzbesuch in der Ukraine. Es war seine zehnte Reise dorthin seit Beginn der russischen „militärischen Sonderoperation“ im Februar 2022. Grahams Haß auf Rußland und Putin war so groß, daß er sogar forderte, die USA und die NATO sollten die in die ukrainischen Streit- und Sicherheitskräfte eingebetteten Neonazi-Milizen umfassend bewaffnen. Videos zeigen ihn, wie er zusammen mit seinem engen Verbündeten, dem berüchtigten Kriegstreiber John McCain, mit Bandera-Neonazis scherzt.

Graham nannte den russischen Präsidenten „Schläger“ und „Tyrann“ und bestand darauf, daß die USA der Ukraine Luftabwehr und Langstreckenraketen liefern sollten. Als er nach den Milliardensummen für Waffen und Hilfe gefragt wurde, die die Regierungen Biden und Trump bereitstellten, winkte er ab mit dem Argument, es sei ein „gutes Geschäft“, weil man dafür „tote Russen“ bekomme. In Anhörungen im Kongreß log er, es handele sich nur um Kredite – wohl wissend, daß das Geld nie zurückgezahlt werden würde – oder die USA bekämen die Kosten durch Beschlagnahmung ukrainischer Rohstoffe wieder herein.

Ebenso fanatisch war Grahams Unterstützung für die völkermörderischen Angriffe des Netanjahu-Regimes auf den Gazastreifen. In einem Interview im Februar 2026 behauptete er, die Morde an palästinensischen Kindern seien notwendig, um Israels Überleben zu sichern. Auf die Frage, wie das mit christlichen Werten vereinbar sei, antwortete er mit einem Vergleich mit dem Zweiten Weltkrieg: „Haben wir gezögert, als wir deutsche Städte bombardierten, Zivilisten aushungerten oder Bomben auf jede Stadt warfen, bis sie zerstört war? Krieg ist brutal.“ Im Mai 2024 deutete er an, es wäre gerechtfertigt, wenn Israel Atomwaffen gegen die Hamas im Gazastreifen einsetzte, und zog die Parallele zu Hiroshima und Nagasaki.

Dies machte ihn beliebt bei Premierminister Netanjahu, der in seinem Lob für den verstorbenen Politiker nur von US-Präsident Trump übertroffen wurde. Trump nannte ihn einen „großen amerikanischen Patrioten“ und sagte: „Im Grunde waren wir uns in fast allem einig.“ Netanjahu nannte ihn „einen der großen Verfechter des amerikanisch-israelischen Bündnisses“ und sagte: „Ich habe einen geliebten Freund verloren.“ Natürlich unterstützte Graham voll und ganz den Krieg der USA und Israels gegen den Iran, diffamierte die iranische Führung als „religiöse Nazis“ und verbreitete die Lüge, der Iran sei nur Wochen davon entfernt, Atomwaffen zu besitzen.

Graham hatte als Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Senats ein Rekordwachstum der US-Schulden zu verantworten. Die Verschuldung stieg im Haushaltsjahr 2026 um 1,9 Bio.$, die Zinsen für die Staatsschulden kosten 24 Mrd.$ pro Woche. Trump und Graham hatten sich für das nächste Haushaltsjahr auf eine massive Erhöhung der Militärausgaben um 50% von 1,0 Bio.$ auf 1,5 Bio.$ geeinigt.

Möglicherweise hat sein Tod es Lindsey Graham erspart, daß man ihm die Schuld für die kommende Welle militärischer Niederlagen und finanziellen Zusammenbruchs gibt.

hcs

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