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Liebe Leser, am 9. Mai jährt sich der Todestag von Friedrich Schiller (10. November 1759 – 9. Mai 1805), und aus diesem Anlaß erinnern wir gerne wieder an den Namensgeber des weltweiten Schiller-Instituts! Und wie immer tun wir das auf humoristische Weise. Für alle, die ihn so noch nicht kennen, präsentieren wir Ihnen den Dichter und Denker heute als – Zeichner.
Als Schiller bei seinem Freund Christian Gottfried Körner in Dresden wohnte, schenkte er ihm zum 30. Geburtstag im Juli 1786 zusammen mit einem weiteren Freund, Ludwig Ferdinand Huber, ein selbsterstelltes Büchlein mit Zeichnungen und kurzen erläuternden Texten. Der Clou: Vom Dichter Schiller stammten nicht die Texte, sondern die bunten Bilder, die Texte hatte Huber gemacht.
Das selbstgebastelte Büchlein trug den Titel: Avanturen des neuen Telemachs oder Leben und Exsertionen Koerners des decenten, consequenten, piquanten u.s.f. – von Hogarth in schönen illuminierten Kupfern abgefaßt und mit befriedigenden Erklärungen versehen von Winkelmann.
Dargestellt sind allerlei freiwillig bis unfreiwillig komische Episoden, die Körner in der jüngsten Zeit mit den Freunden erlebt hatte.
Das hier abgebildete Blatt zeigt Körner, dessen Frau Minna, Schiller, Huber mit Minnas Schwester Dorchen – die bald darauf heiratete – und die Köchin. Rein maltechnisch sind Schillers Zeichnungen nicht gerade Meisterwerke, aber sie erfüllen den Zweck und, man höre und staune, „Figur 2“ ist das einzig überlieferte originale Selbstporträt Schillers überhaupt!
Hier ist der Originaltext:
Körners Familienleben
Hier wird gesehen Körner in der Mitte, oder vielmehr
zu den Füssen seiner Familie.
Fig. 1. ist Körner welcher über den Kant einschläft.
Fig. 2. ist der berühmte Dichter, Körners adoptiver Sohn,
welcher hier abgezeichnet ist, wie ihn verschiedne
vernünftige Leute gesehen haben.
Fig. 3 stellet für eine zärtliche Umarmung zwischen
Huber und Dorchen, welcher
Fig. 4. – Minna zusieht, und mit sträflichem Gesicht:
Allezeit! dazu
sagt.
Fig. 5. ist die Köchin welche durch den rührenden Anblick
einer Klistierspritze die scheltende Minna an ihre
Sterblichkeit erinnert.
- Es grüßt herzlich
Ihr Eulenspiegel
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