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Neue Solidarität
Nr. 11-12, 12. März 2026

Eulenspiegel: Neues aus Amerika und anderswo

Donald Trump erhält Friedenspreis

Nachdem lange Zeit nicht zu übersehen war, wie sehr sich der amerikanische Präsident nach dem Friedensnobelpreis sehnte, gab es nun eine überraschende Wende. Letzte Woche wurde erstmals der „Donald-Trump-Friedenspreis für außergewöhnliche Verdienste um den Weltfrieden“ vergeben. Der Preis wird von der Donald-Trump-Friedensstiftung ausgelobt und ist mit zehn Millionen Dollar dotiert.

In einer feierlichen Zeremonie vor zahlreichen Ehrengästen im Weißen Haus überreichte Präsident Donald Trump die Ehrenurkunde an den ersten Preisträger, sich selbst. Anschließend überreichte er sich eigenhändig den Zehn-Millionen-Dollar-Scheck der Donald-Trump-Friedensstiftung. Während der Scheck von seiner Linken in seine Rechte wechselte, erklärte Trump: „Endlich mal ein Friedenspreis, der es wirklich wert ist. Dieser altmodische Friedensnobelpreis wird doch nur an Deppen verliehen.“

Auf die Frage von Reportern, wer im nächsten Jahr Preisträger sein könnte, antwortete der Präsident: „Weiß noch nicht. Kann mir aber gut vorstellen, daß es wieder ich sein werde. Ich glaube nicht, daß irgendwer besser geeignet ist.“

Später wurde berichtet, das Preiskomitee in Oslo erwäge, im kommenden Jahr erstmals einen Kriegsnobelpreis für „besonders sinnlose Kriege“ zu verleihen. Donald Trump meldete sofort Anspruch an: „Ich will alle Preise!“

Wochenplan für Finanzlage der USA

Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, mit dem die meisten von Präsident Trump verhängten Zölle für unwirksam erklärt wurden, entstand unter Wirtschafts- und Finanzexperten beträchtliche Verwirrung. Denn auf der einen Seite erklärte Trump bei zahlreichen Gelegenheiten, wie etwa in seiner Rede an die Nation, die US-Wirtschaft sei im besten Zustand aller Zeiten und werde von der ganzen Welt beneidet. Andererseits verhängte Trump umgehend wieder neue Zölle unter Berufung auf ein Gesetz, das solche Zölle unter Bedingungen eines finanziellen Notstands der Vereinigten Staaten gestattet – Überschuldung, unhaltbares Zahlungsbilanzdefizit u.ä.

Einige Minister und Sprecher Trumps wurden nach der ungewöhnlichen Einschätzung gefragt, daß Wirtschaft und Finanzen der USA sich im besten Zustand aller Zeiten, gleichzeitig aber auch in einem Notstand befinden. Sie antworteten: „Die Frage ist ganz falsch, denn es gibt niemals Widersprüche in dem, was der Präsident sagt und tut. Er hat soeben ein Dekret unterzeichnet, indem folgendes festgelegt wird: Montags sind Wirtschaft und Finanzen im besten Zustand der Welt, dienstags herrscht Wirtschafts- und Finanznotstand, mittwochs wieder Top-Zustand, donnerstags Notstand, und so weiter; Sonntag ist Ruhetag. Solche kritischen Fragen sind also völlig überflüssig.“

Neue Sprachregelung in Deutschland und der EU

Seit Jahren herrscht in Deutschland und der EU für Berufspolitiker und Establishment-Medien eine Sprachregelung, wonach der Konflikt in der Ukraine als „völkerrechtswidriger Angriffskrieg“ bezeichnet werden muß. Diese Regelung wurde nun geändert. Nachdem Bundeskanzler, Außenminister, EU-Führer und andere Spitzenpolitiker sich weigerten, die Aggressionen gegen Venezuela und den Iran als „völkerrechtswidrig“ zu kritisieren, wurde kurzerhand beschlossen, in Zukunft Donald Trumps Motto „Ich brauche kein Völkerrecht“ zu übernehmen, um unnötige Komplikationen zu vermeiden. Deshalb herrscht ab sofort die Sprachregelung, daß der Ukrainekrieg nicht mehr als „völkerrechtswidrig“ bezeichnet wird, sondern als „böser Angriffskrieg“, der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran hingegen als „guter Angriffskrieg“.

Zeitungsredaktionen in ganz Deutschland und Europa arbeiten bereits fieberhaft daran, aus allen früheren Beiträgen über den Ukrainekrieg rückwirkend das Wörtchen „völkerrechtswidrig“ zu streichen.

Es grüßt

Ihr Eulenspiegel

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