|
|
Von Hans von Sponeck
Hans von Sponeck, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen, sagte im EIR-Dringlichkeitsforum am 12. Januar 2026 folgendes.
Ich habe in Amerika gelebt, studiert und gearbeitet. Was ich von den derzeitigen US-Führungskräften sehe, lese und höre, ist nicht das Amerika, das ich schätzen gelernt habe. Ich stehe fest zu dem guten Amerika, das es noch immer gibt. Wir müssen diesem guten Amerika helfen, wieder auf die Beine zu kommen, und zwar mit Mitgefühl und Ehrlichkeit, aber auch mit Standhaftigkeit und Entschlossenheit, indem wir die unverantwortliche Machtpolitik, die Brutalität, die Unmoral und die Unehrlichkeit der gegenwärtigen US-Regierung ablehnen.
Der militärische Angriff der US-Regierung auf die Souveränität Venezuelas – dieser Akt der Invasion – bedarf keiner weiteren Debatte, sondern nur der Bestätigung seiner tiefgreifenden Illegalität. Diplomatische Beschwichtigung oder Unterwürfigkeit haben hier keinen Platz. Was wir brauchen, sind sorgfältig überlegte Reaktionen von Regierungen, Zivilgesellschaft und den Vereinten Nationen, um mit Nachdruck zu vermitteln, daß die Welt größer ist als eine Nation, daß die Welt nicht länger bereit ist, sich einseitigen Entscheidungen zu unterwerfen, und daß der weltweite Frieden und die Sicherheit für alle ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit haben.
Ich sehe vier wichtige Problembereiche.
Anliegen 1: Die UN-Vollversammlung sollte in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft dazu ermutigt werden, eine Resolution zu verabschieden, in der das geopolitische Verhalten der USA abgelehnt und auf die globalen Konsequenzen für die USA hingewiesen wird, sollte sie weiterhin gegen die UN-Charta und anderes Völkerrecht verstoßen.
Die Resolution sollte die politischen Führer daran erinnern, daß die Straffreiheit einiger weniger durch die Rechenschaftspflicht aller ersetzt werden muß.
Anliegen 2: Die reale Gefahr, daß nach dem Angriff der USA auf Venezuela ein Bürgerkrieg in Venezuela ausbrechen könnte, sollte die internationale Gemeinschaft dazu veranlassen, unverzüglich einen von den Vereinten Nationen unterstützten Vermittlungsprozeß zwischen der Regierung von Delcy Rodriguez, der amtierenden Präsidentin Venezuelas, und Oppositionsgruppen vorzubereiten.
Anliegen 3: Nach Jahren fortgesetzter schwerwiegender Verstöße gegen das Völkerrecht und die damit verbundenen Verpflichtungen gegenüber den Vereinten Nationen durch US-Regierungen ist es an der Zeit, Artikel 6 der UN-Charta anzuwenden, der besagt: „Ein Mitglied der Vereinten Nationen, das die in der Charta der Vereinten Nationen enthaltenen Grundsätze wiederholt verletzt hat, kann aus der Organisation ausgeschlossen werden...“
Der Ausschluß einer Nation aus den Vereinten Nationen sollte jedoch vermieden werden. Stattdessen sollte die Mitgliedschaft der USA in den Vereinten Nationen so lange ausgesetzt werden, bis ihre Regierung eine glaubwürdige Bereitschaft zeigt, sich an das Völkerrecht zu halten.
Anliegen 4: Unserer Welt fehlt eine integrierte soziale Bewegung. Das Weltsozialforum ist nicht mehr existent. Eine wirklich weltweite zivilgesellschaftliche Organisation ist dringend erforderlich und könnte, wenn sie geschaffen würde, zur stärksten Kraft auf der Erde werden. Dies sollte Regierungen und Bürger gleichermaßen dazu ermutigen, alle Anstrengungen zu unternehmen, um auf eine solche Organisation hinzuarbeiten, und zwar in Übereinstimmung mit dem 2024 von der Generalversammlung verabschiedeten UN-Pakt für die Zukunft, unter Verwendung von Vorschlägen, die bereits in Japan, Südafrika und der Schweiz existieren.
Liebe Leserinnen und Leser, dank Ihrer freundlichen Resonanz auf unseren Aufruf zur finanziellen Unterstützung ist es uns gelungen, das Jahr finanziell zu überstehen, auch wenn wir leider im vergangenen Sommer dazu gezwungen waren, die Erscheinungsweise der Neuen Solidarität von bisher acht Seiten wöchentlich auf zwölf Seiten alle zwei Wochen umzustellen.
Ihre Hilfe zeigt uns, daß Sie unsere einzigartige Fähigkeit schätzen, strategisch zu denken und sozusagen „im Voraus“ die entscheidenden Dynamiken des Weltgeschehens zu erkennen. Freuen wir uns über die Fortschritte, die unsere Ideen gemacht haben, und freuen wir uns auf weitere Fortschritte in den kommenden Monaten!
Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter. Für die aktuellen Meldungen empfehlen wir als Ergänzung unsere täglich erscheinenden E.I.R. Nachrichten, die den Abonnenten per E-Mail zugestellt werden. Neukunden können sie 10 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen, siehe https://www.eir.de/abo/dadabo/.
Man kann Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abonnements, damit Sie die Zeitung an Interessierte weitergeben können. Und natürlich können Sie uns auch weiterhin mit Förderabonnements und Förderbeiträgen helfen.
Kontaktieren Sie uns direkt,
um eine Rechnung anzufordern (Telefon: ++49 +61173650),
oder senden Sie Ihren Beitrag per Banküberweisung an:
E.I.R. GmbH, Verwendungszweck: Unterstützung für die Neue Solidarität
Postbank Frankfurt IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07
Paypal: buchhaltung@eir.de