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Neue Solidarität
Nr. 5-6, 29. Januar 2026

Diane Sare verkündet ihre Präsidentschaftskandidatur

Diane Sare eröffnete ihren Wahlkampf als unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin mit einer Veranstaltung in New York City, die am 10. Januar auch weltweit über Zoom übertragen wurde. Wie bei jeder Veranstaltung mit Sare zu erwarten ist, da sie auch Chorleiterin ist, begann das Treffen mit Chormusik.

Elliot Greenspan – wie Sare ein Veteran der vom verstorbenen Lyndon LaRouche gegründeten internationalen Bewegung – begrüßte das Publikum und sagte, dies sei ein historischer Moment. Greenspan warb für die Zeitung New Federalist – ein US-Gegenstück zur Neuen Solidarität – als Instrument, um mit einer revolutionären Vision Amerika zu retten. Mehr denn je müßten die Amerikaner die wahre Geschichte ihrer Revolution als erste erfolgreiche Revolution zur Gründung einer Republik kennen. Die Wurzeln dieser Revolution lägen in der europäischen Renaissance, von Nikolaus von Kues über Gottfried Leibniz bis hin zu Benjamin Franklin. Es sei eine „internationale Verschwörung“ gewesen, um der Menschheit in der Neuen Welt neue Möglichkeiten zu eröffnen. Heute gebe es eine neue revolutionäre Bewegung im Globalen Süden und in den BRICS-Staaten, wo wirtschaftlicher Fortschritt als Weg zum Frieden angesehen wird. Die USA müßten sich diesen Bemühungen anschließen und die oligarchische Finanzkontrolle über die Welt beseitigen.

Dann wurde eine Erklärung von Dennis Speed verlesen, einem weiteren langjährigen Aktiven von LaRouches Bewegung, der betonte, Amerika brauche wieder eine Politik, die auf die Zukunft ausgerichtet ist. Man müsse die US-Regierung aus der „Versklavung durch permanente Kriege”, die die Welt in einen Atomkrieg führen, befreien.

José Vega, Kandidat für den US-Kongreß im 15. Wahlbezirk von New York im Stadtteil Bronx, sprach über den Begriff „freie Welt”, der aus der Zeit des Kalten Krieges stamme und die Welt spalten sollte. Für ihn dagegen sei eine „freie Welt“ ein Ort, an dem man Ideen frei austauschen kann und Menschen miteinander in Dialog treten können. In einer solche „freien Welt“ könnte man dann mit einem Hochgeschwindigkeitszug von der Südspitze Südamerikas bis zur Südspitze Südafrikas reisen! Die Amerikaner müßten sich mit ihren Gründervätern vertraut machen, „um unsere Rolle in der Welt wirklich zu verstehen“. Er unterstütze Diane Sare, weil sie nicht zurückwich und sich dem politischen Kampf stellte, als Lyndon LaRouche zu Unrecht verfolgt wurde.

Terror durch Lügen

Diane Sare selbst hielt dann die 45minütige Hauptrede der Veranstaltung. Sie sagte, wenn wir morgens aufwachen, wüßten wir nie, welche neue Krise an diesem Tag beginnt: Venezuela, Iran, Grönland oder wieder Schießereien der Einwanderungsbehörde ICE. Eine sehr große Gefahr sei der Angriff der Ukraine mit 91 Drohnen gewesen, um Präsident Putin, den Herren über das größte Atomwaffenarsenal der Welt, zu töten. Präsident Trump behauptete, er wisse nichts darüber, und die CIA sogar, den Angriff habe es gar nicht gegeben. Aber die Russen hätten schon bald Beweise dafür vorgelegt, daß er tatsächlich stattfand und daß die CIA notwendige Informationen dafür geliefert hatte.

„Wie würden wir reagieren, wenn jemand 91 Drohnen auf Camp David abfeuert?“, fragte Sare. Aber Trump reagierte mit Angriffen auf Venezuela, der Beschlagnahmung von Öltankern und Drohungen gegen Grönland. Die Welt könne sich glücklich schätzen, daß Rußland alle 91 Drohnen abschießen konnte, sagte Sare.

Danach sprach sie über die Ungerechtigkeit in Amerika. In demselben Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn, in dem Venezuelas Präsident Maduro festgehalten wird, habe man einst auch Lyndon LaRouche kurz festgehalten, als er in einem Gerichtsverfahren als Zeuge aussagen sollte. Eine Frau namens Renee Good sei in Minneapolis von ICE-Agenten ermordet worden, ohne daß dies jemanden in der Regierung interessiere, weil Trump in einem Raubtier-Denken gefangen sei. „Da sind vermummte Agenten, die nach Rambo-Art Menschen von der Straße holen, um ihre Quote zu erfüllen. Aber die wahren Verbrecher findet man nicht als Hilfsarbeiter beim Kaufhaus Home Depot, sondern im Hintergrund in Washington und an der Wall Street.“ Trumps Berater Stephen Miller sage: „Wir tun es, weil wir es können.“ Macht gehe vor Recht!

Sare erinnerte an ein wichtiges Buch, Children of Satan, das von Lyndon LaRouche in Auftrag gegeben wurde. In diesem Buch gehe es u.a. um den bösartigen Leo Strauss, der die Idee hatte, Lügen nicht wie Goebbels zu benutzen, um Menschen zu täuschen, sondern um die Menschen zu terrorisieren: „Ich lüge ganz offen, und ihr könnt nichts dagegen tun!“

Das sei auch die Weltanschauung von Israels Ministerpräsident Netanjahu, der einmal meinte, Dschingis Khan sei mächtiger als Jesus gewesen. Aber Ideen seien mächtiger als physische Macht. „Ein Großteil der Welt hat gerade die Geburt Christi gefeiert, aber niemand würde auf die Idee kommen, die Geburt von Dschingis Khan zu feiern – keiner kennt seinen Geburtstag –, obwohl er mehr Macht hatte.“

Es gebe zwar Widerstand gegen Trump, aber der sei meistens sogar noch schlimmer, wenn Trump-Gegner Slogans wie „Hände weg von der NATO“ skandieren, aber zum Völkermord in Gaza schweigen. Die Amerikaner hätten die Wahl zwischen „zwei Roboter-Kandidaten“, die alle beide von der zionistischen Milliardärin „Miriam Adelson handverlesen wurden“.

Warum wir über LaRouche sprechen müssen

Diane Sare erklärte ihrem Publikum, man müsse unbedingt über Lyndon LaRouche sprechen. LaRouche habe schon mit 14 Jahren die Werke von Leibniz gemeistert; er habe sich als Quäker freiwillig zum Militärdienst im Zweiten Weltkrieg gemeldet. 1971 habe LaRouche, als er Kurse in Wirtschaftswissenschaften gab, gewarnt, Präsident Nixon werde versuchen, das Bretton-Woods-System zu zerstören, und das werde zu einem Wirtschaftskollaps, Faschismus und permanentem Krieg führen. 1975 habe LaRouche die Gründung einer Internationalen Entwicklungsbank vorgeschlagen, er habe Indira Gandhi und 1982 Mexikos Präsident José López Portillo getroffen.

Etwa zu dieser Zeit habe Henry Kissinger in einem berüchtigten Brief seinen Kumpel, FBI-Chef William Webster, aufgefordert, LaRouche zu stoppen. 1980 habe LaRouche dann den späteren Präsidenten Ronald Reagan bei einer Wahlkampfdebatte getroffen und gegen den Willen von Leuten wie James Baker III. angefangen, an der Strategischen Verteidigungs-Initiative (SDI) zu arbeiten. Als 1986 Unterstützer LaRouches erstmals wichtige Wahlen gewannen, habe das FBI eine Razzia in LaRouches Büros gemacht und ihn und sechs weitere Personen verhaftet, die später zu Haftstrafen zwischen 15 und 77 Jahren verurteilt wurden. Ex-Justizminister Ramsey Clark habe LaRouches Verteidiger unterstützt, weil er wußte: Wenn nicht einmal ein Präsidentschaftskandidat sicher ist, dann ist niemand sicher. Sare wies darauf hin, daß im Publikum mehrere frühere politische Gefangene waren und daß auch das Haus von Scott Ritter vom FBI durchsucht worden war. Sare bekräftigte, sie werde sich niemals diesen Netzwerken beugen.

Sie beschrieb dann LaRouches „Tripelkurve“ oder „Typische Kollapsfunktion“ aus dem Jahr 1995, die den Finanzcrash von 2008 erklären könne. Aber die Amerikaner hätten aus dieser Krise keine Lehren gezogen: „Wir retten weiter Banken, weil wir dem System dienen, statt daß das System uns dient.“ Sie forderte eine Rückkehr zum Glass-Steagall-Trennbankengesetz von 1933, um das bankrotte Finanzsystem zu sanieren, die Federal Reserve zu verstaatlichen und Kredite zu vergeben, wie es der erste US-Finanzminister Hamilton es beschrieb.

Sare forderte Großprojekte wie den Beringstraßen-Tunnel, um sich nach Asien zu orientieren, wo die Wirtschaft wächst. „Um diese großen Projekte zu starten, brauchen wir Lehrer, Krankenschwestern und neue Städte für Wissenschaft und Kultur. Wir brauchen die drei Millionen Kriegsveteranen, um die jungen Menschen auszubilden, damit sie die industrielle Kapazität wieder aufbauen können. Jedes Mal, wenn es in New York regnet, kommt es zu Überschwemmungen, dabei hat das US-Pionierkorps das gesamte Land kartographiert. Wir sollten am Wasserprojekt NAWAPA arbeiten, und wir sollten 150 Kernkraftwerke bauen. Wir brauchen Pionierprojekte wie die Fusionsenergie, die es uns ermöglichen würde, die Wüsten zu begrünen.“

Es gebe linke und rechte Narrative über die Geschichte der Vereinigten Staaten, aber die wahre Geschichte sei anders: Die USA seien eine internationale Verschwörung gewesen, um neues Potential für die Menschheit zu finden und eine „immer vollkommenere Union“ zu schaffen. „Ideen sind real, und wir sind keine Tiere. Wir können die Gesetze des Universums verstehen, und deshalb werden Regierungen gegründet – nicht, um das Britische Empire nachzuahmen! Die Welt braucht die Vereinigten Saaten als Stimme für den Frieden, und um das britische geopolitische liberale System zu beenden. Wir haben keine andere Wahl.“

(Den Mitschnitt ihrer Rede finden Sie in Diane Sares Youtube-Kanal.)

Prominente Unterstützung

Viele weitere Redner gaben dann kurze Statements ab, beginnend mit dem US-Oberst a.D. Douglas Macgregor, der die Sare-Kampagne unterstützte und warnte, Gier und Eigennutz in Washington hätten eine immer größere finanzielle und politische Krise verursacht. Helga Zepp-LaRouche begrüßte alle „amerikanischen Freunde” und erklärte, die Welt befinde sich in einem Schockzustand. Amerika könne und müsse zu seiner Leibnizschen Tradition zurückkehren und solle sich ein Beispiel an dem amerikanischen Papst Leo XIV. nehmen, der dazu aufruft, mit allen Menschen, auch Migranten, in der christlichen Tradition der Agape (Nächstenliebe) umzugehen. Zepp-LaRouche sagte, Sares Wahlkampf erinnere sie an die Kampagnen ihres verstorbenen Ehemanns, und sie sei die beste Frau für diese Krisenzeit. Der ehemalige französische Präsidentschaftskandidat Jacques Cheminade sagte, Diane Sare sei dafür bekannt, niemals zu kapitulieren. „Sie sagt, was sie meint, und tut, was sie sagt.“

Führende Bauernvertreter aus den gesamten USA schickten Videobotschaften, in denen sie ihre Wertschätzung dafür äußern, daß Sare sich für die unabhängige Familienlandwirtschaft einsetzt: Mike Calicrate, Viehzüchter und Direktvermarkter aus Kansas und Colorado, James Moore, ein führender Vertreter der Hochsee-Lachsfischer in Alaska, und Jim Benham, ehemaliger Präsident der Indiana Farmers Union, der auch die Bedeutung der Glass-Steagall-Bankentrennung und der Paritätspreise für Agrarrohstoffe betonte. Auch der ehemalige Bürgermeister der Stadt Muscatine in Iowa, DeWayne Hopkins, sandte eine Botschaft, die von Robert (Bob) Baker verlesen wurde und in der er die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hervorhebt. Xi Jinping aus China hat Muscatine zweimal besucht, erst als Provinzbeamter (1985) und später als Präsident (2012).

Harley Schlanger, Präsident der LaRouche-Organisation (TLO), dankte Sare für ihre Kandidatur – nun seien die Amerikaner nicht mehr gezwungen, das „kleinere Übel“ zu wählen. Sare werde die Armen und Schwachen niemals im Stich lassen und sich für eine Renaissance des harmonischen Zusammenlebens aller Menschen einsetzen. Dennis Fritz vom Eisenhower Media Network sagte, er unterstütze Sare, weil Amerika jemand braucht, der es vor sich selbst retten kann. Er sei sehr besorgt, daß die ständigen Kriege früher oder später in einem Atomkrieg enden. Er zitierte den US-General Smedley Butler aus dem letzten Jahrhundert: „Der Krieg ist ein großes Geschäft.“

Auch mehrere in- und ausländische Wissenschaftler unterstützten Sare. Der frühere UN-Waffeninspekteur und Whistleblower Scott Ritter betonte, die Weltkriegsgefahr sei heute größer als in der Kubakrise 1962. Er erklärte: „Wir leben nicht mehr in einer konstitutionellen Republik, wenn der Präsident sagt ,wir brauchen kein ‚Völkerrecht‘, weil der Präsident erklärt, er selbst sei das Gesetz.“ Der Trendforscher Gerald Clemente unterstützte Sare und forderte „Friede auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen“. Präsident Trump habe noch am 13. Februar 2025 eine Halbierung des Pentagon-Budgets gefordert, wolle nun aber 1,5 Billionen Dollar, 50% mehr für das Militär ausgeben. Der Kernwaffenexperte Steve Starr rief alle auf, Sare zu unterstützen, und warnte, die Verantwortlichen in Washington und der NATO hätten Angst vor einem Atomkrieg völlig verloren. Der italienische Physiker Dr. Franco Battaglia erklärte, die Menschheit müsse weltweit mehr Energie verbrauchen. Der Energieexperte John Shanahan unterstützte Sares Kampagne und forderte große Infrastrukturprojekte für die USA und die Welt. Die junge Ingenieurin Carla Thomas sprach über den vorgeschlagenen Beringstraßen-Tunnel und wie er die Welt verändern könnte. Es sei Lyndon LaRouches Traum gewesen, daß der Oasenplan durch eine reichliche Wasserversorgung in der Wüste Juden, Muslime und Christen einen kann. Der Raio- und Fernseh-Moderator Garland Nixon unterstützte Sares Kampagne, sie habe die richtige Botschaft in dieser gefährlichen Zeit. Der bekannte katholische Friedensaktivist Pater Harry Bury sagte, er wohne nur ein paar Meilen von dem Ort entfernt, wo die Bürgerrechtsaktivistin Renee Good ermordet wurde. Die Vorstellung, man könnte durch Gewalt Frieden erreichen, sei falsch. Ein Beispiel für wahren Frieden sei dagegen der Oasenplan für Frieden durch Entwicklung.

Damit endete die formelle Sitzung, denn die meisten Teilnehmer brannten darauf, sofort mit dem Aufbau von Diane Sares Kampagne zu beginnen.

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