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Die Kampagne der unabhängigen US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare wurde bisher in den Medien in fast beispielloser Weise totgeschwiegen – fast, weil es an die Behandlung ihres Mentors Lyndon LaRouche in dessen acht Präsidentschaftskampagnen erinnert. In den 80er und 90er Jahren wurde LaRouche trotz einer unglaublich breiten Spenderbasis – die Zahl der Spender überstieg die der „großen Kandidaten“ bei weitem – sowie eines gut durchorganisierten Stabs aus Aktivisten und freiwilligen Helfern von Wahlkampfdebatten und -berichterstattung ausgeschlossen (mit wenigen, aber bemerkenswerten Ausnahmen). Trotzdem hatte seine Stimme großen Einfluß auf das politische Umfeld und sogar auf die Präsidentschaft.
In ähnlicher Weise demonstrierte Sares Wahlkampforganisation eine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit, denn sie war die einzige Kandidatin außerhalb der beiden großen Parteien, die sich in den letzten beiden Wahlzyklen erfolgreich ihren Weg auf die Stimmzettel bei Wahlen im Staat New York erkämpfte. Das gelang ihr 2022, als sie im Senatswahlkampf gegen den Fraktionsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer antrat, und erneut 2024, als sie die US-Senatorin Kirsten Gillibrand herausforderte. Genauso wie LaRouche wurde sie von den Mainstream-Medien komplett ausgeblendet und in den sozialen Medien systematisch benachteiligt. Dieses „Shadowbanning“ – falsche, viel zu niedrige Angaben über Aufrufe – war so plump, daß es Videos gab, die um ein Vielfaches mehr „Likes“ und „Reposts“ hatten als die angebliche Zahl der Aufrufe!
Aber der Damm, der verhindern soll, daß die Amerikaner und die Welt eine wirklich unabhängige Stimme aus den USA hören, fängt an zu brechen. Am 16. August veröffentlichte TASS, die große staatliche Nachrichtenagentur in Rußland, ein Interview mit Sare, sowohl in ihrer englischen als auch in der russischen Ausgabe. Begleitet von einem großen Foto Sares bei einer Rede, lautet die Überschrift „USA sollten vor den Wahlen Spannungen mit Rußland vermeiden – Präsidentschaftskandidatin.“ und der Untertitel: „,Das Weiße Haus sollte im Geiste von Anchorage eine Ausweitung des Handels und gemeinsamer Projekte anstreben', sagt Diane Sare“. Hier sind einige Auszüge aus dem (englischen) Artikel:
„Die Regierung von US-Präsident Donald Trump sollte es vermeiden, die Spannungen mit Rußland im Vorfeld der Kongreß-Zwischenwahlen zu verschärfen, und stattdessen im Geiste von Anchorage eine Ausweitung des Handels und gemeinsamer Projekte anstreben, erklärte die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare gegenüber TASS.
,Glücklicherweise finden in den Vereinigten Staaten im November die Kongreßwahlen statt. Das amerikanische Volk ist kriegsmüde, und das könnte die Überlegungen der Trump-Regierung beeinflussen, ob es klug ist, den Konflikt mit Rußland zu eskalieren. Ganz zu schweigen davon, daß wir durch die Bewaffnung der Ukraine und Israels sowie durch Angriffe auf den Iran unsere eigenen konventionellen Munitionsvorräte auf ein sehr niedriges Niveau erschöpft haben', sagte Sare.
Im Januar hatte sie angekündigt, bei den US-Präsidentschaftswahlen 2028 als unabhängige Kandidatin anzutreten.
Sare nannte es ,bedauerlich und destruktiv', daß die US-Geheimdienste und das Pentagon Kiew Daten für Angriffe auf russisches Territorium zur Verfügung stellen. ,Es wäre weitaus produktiver, den Geist von Alaska [beim Treffen von Trump und Putin in Anchorage im August 2025, Red.] wiederzubeleben und die enormen Vorteile hervorzuheben, die beide Seiten durch die Zusammenarbeit in Handel und Entwicklung bei Projekten wie dem Bering-Tunnel und der Nordostpassage erzielen könnten', sagte die Präsidentschaftskandidatin.
Sare erklärte, die Vereinigten Staaten könnten unverzüglich zusichern, nicht als erste Atomwaffen einzusetzen, und argumentierte, dies ,würde dazu beitragen, gewisse Unsicherheiten abzubauen und den Verhandlungsprozeß voranzubringen'. ,Leider entspricht das nicht der Haltung unseres Kriegs-Unterstaatssekretärs für Politik, Elbridge Colby, der in Bezug auf den Einsatz taktischer Atomwaffen anscheinend das Gegenteil sagt', sagte sie und bezog sich dabei auf die Äußerungen des Pentagon-Beamten, wonach die Vereinigten Staaten ,den größten Knüppel der Welt in der Hand halten müssen'.“
Das internationale Bedürfnis nach vernünftigen Stimmen in Amerika zog anderswo einer Berichterstattung über das Interview nach sich.
„US-Präsidentschaftskandidatin fordert Trump auf, von der Eskalation mit Rußland Abstand zu nehmen“, überschrieb Dagens.com aus Dänemark einen Artikel vom 17. August über Sares vielbeachtetes TASS-Interview vom Vortag.
„Außenpolitik mit hohem Einsatz während einer wichtigen Wahlsaison ist ein heikler Balanceakt. Wenn die Wahl näher rückt, überdenken Politiker häufig, wie weit sie militärische Konflikte im Ausland treiben wollen“, berichtete das in Skandinavien weitverbreitete englischsprachige Nachrichtenportal.
„Eine Präsidentschaftskandidatin glaubt, daß dieser politische Druck endlich einen diplomatischen Kurswechsel erzwingen könnte. Präsident Donald Trump muß die Spannungen mit Rußland im Vorfeld der Zwischenwahlen im November abbauen. Das ist die deutliche Warnung der unabhängigen Kandidatin Diane Sare. Kürzlich hat sie in einem Interview mit TASS ihre außenpolitischen Ansichten dargelegt.“ Anschließend berichtet Dagens über das gesamte Interview.
Die Aggregator-Plattform MSN von Microsoft News, die nach eigenen Angaben ein riesiges Publikum von rund 500 Millionen Besuchern pro Monat erreicht, hat den Artikel von Dagens.com übernommen und löste damit eine intensive Debatte in der Kommentarspalte aus. Und auch die iranische Nachrichtenagentur Tasmin News veröffentlichte einen Artikel über Sares Interview.
Mitte August waren Diane Sare und ihr Mitstreiter Jose Vega, der unabhängige LaRouche-Kandidat, der im New Yorker Stadtteil Bronx gegen den korrupten Kongreßabgeordneten Richie Torres antritt, zu Gast im vielbeachteten Podcast von Garland Nixon („The Two Party Mafia Collapses, Avoiding Nuclear War – Independent Candidates Diane Sare & Jose Vega”). Im Mittelpunkt der Diskussion stand das aktuelle Scheitern des Zweiparteiensystems in den USA. Sowohl Sare als auch Vega verwiesen mit Interesse auf die jüngsten Vorwahlsiege vieler Anti-Establishment-Kandidaten im ganzen Land – ein Zeichen dafür, daß die Amerikaner die Kriege satt haben –, kritisierten aber, daß dabei ein positives Programm fehlt. Daraufhin betonte Nixon, wie sehr er sich freue, wirklich unabhängige Kandidaten zu interviewen. Wir zitieren ihn:
„Laßt es mich so sagen – ihr wißt, daß ich gerne ziemlich offen rede: Gerade deshalb unterstütze ich euch – weil ihr Unabhängige seid! Wer immer noch in der Demokratischen oder der Republikanischen Partei ist, für den kann ich nichts tun… Ganz egal, wer. Wer immer noch in einer dieser Parteien ist, für den hat Garland Nixon nicht die geringste Sympathie.
Ich kenne euch. Ich habe mir angehört, was ihr gesagt habt. Ich habe eure Wahlprogramme gelesen. Es ist authentisch… Und ich glaube, viele Wähler werden genauso denken. Weil wir es nämlich leid sind, die Leute zu ,korrigieren'. Ihr versteht, was ich meine? …
Laßt mich nur sagen: Ihr beiden seid schon am Ziel! Ich muß euch nicht ,in Ordnung bringen'; ich muß nur einen Klick machen – Diane Sare ist … für die Dinge, die ich unterstütze… Jose: Hey Mann, er ist prinzipiell gegen Krieg; er macht darauf aufmerksam. Ich stimme für ihn… Ich spreche euch vor den Zuschauern meine Anerkennung aus – ihr seid fertige Persönlichkeiten, und damit meine ich, daß ihr moralische und zivilisierte Standpunkte vertretet, gegen Krieg und Völkermord, und daß ihr beides miteinander verbindet: Wir müssen den Krieg beenden, aber wir brauchen auch wirtschaftliche Entwicklung!“
Die Zeit ist reif, die Eindämmung endgültig zu durchbrechen.
Kevin Pearl
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