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Von Robert M. Wesser
Buchbesprechung. „The FEF Story – Or How the US Establishment Pulled the Plug on Fusion Energy“, von William C. Jones, Leesburg, Virginia, 2026.
Die meisten heutigen Amerikaner verstehen die historischen Auswirkungen der jahrzehntelangen brutalen Unterdrückung und Unterbindung der Ideen und politischen Aktivitäten des verstorbenen amerikanischen Staatsmannes und Ökonomen Lyndon H. LaRouche Jr. nicht oder kaum. Der frühere US-Justizminister Ramsey Clark sprach dabei von „einem breiteren Spektrum an vorsätzlichem und systematischem Fehlverhalten und Machtmißbrauch über einen längeren Zeitraum..., um eine politische Bewegung und ihren Anführer zu vernichten, als in jedem anderen Bundesverfahren meiner Zeit oder meines Wissens“.
Glücklicherweise leistet William Jones’ Buch The FEF Story einen wichtigen Beitrag dazu, diese Auswirkungen endlich aufzudecken. Unter Verwendung kürzlich freigegebener Dokumente des FBI und anderer Regierungsbehörden zum Fall LaRouche, die im Rahmen des Gesetzes über die Freiheit der Information (Freedom of Information Act) zugänglich gemacht wurden, zeichnet Jones ein anschauliches Bild davon, wie eine korrupte, fest verankerte Bürokratie innerhalb der US-Regierung nicht nur die erfolgreiche Entwicklung der Kernfusion effektiv verhinderte, sondern auch alle diejenigen, die an der Entdeckung und Förderung der grundlegendsten Durchbrüche an den Grenzen der Wissenschaft mitwirken wollten, systematisch abschreckte.
Jones beschreibt, wie LaRouches Organisation „National Caucus of Labor Committees“ schon ab 1972 die betrügerische malthusianische Bewegung und Ideologie des „Bevölkerungs-Nullwachstums“ aggressiv entlarvte und eine aktive politische und Aufklärungskampagne startete, um die Entwicklung der Kernfusionsenergie voranzutreiben. Spätestens 1974 weckten diese Aktivitäten LaRouches und seiner Mitstreiter das Interesse und die Begeisterung einiger der führenden wissenschaftlichen Köpfe Amerikas, was im November desselben Jahres zur Gründung der „Fusion Energy Foundation“ (FEF) führte.
Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die FEF zu einer der aktivsten wissenschaftlichen Organisationen für Kernkraft und gegen Malthusianismus in den Vereinigten Staaten, ihre Zeitschrift Fusion hatte 1980 etwa 100.000 Abonnenten. In diesem Jahr wurde der vom Abgeordneten Mike McCormack mit unverzichtbarer Unterstützung der FEF eingebrachte „Magnetic Fusion Engineering Act von 1980“ vom Kongreß verabschiedet und von Präsident Jimmy Carter unterzeichnet; darin wurde gefordert, „die technische Machbarkeit der magnetischen Fusion bis Anfang der 1990er Jahre nachzuweisen“.
The FEF Story liefert eine umfassende Dokumentation über Ausmaß und Tiefe des Einflusses LaRouches und der FEF, nicht nur in Amerika, sondern weltweit, nicht zuletzt unter sowjetischen Wissenschaftlern, russische Vertreter nahmen dort regelmäßig an FEF-Seminaren und -Konferenzen teil.
Jones liefert zudem einen gründlichen Überblick über LaRouches zentrale Rolle bei der Ausarbeitung und Förderung von Präsident Ronald Reagans Strategischer Verteidigungsinitiative (SDI) aus dem Jahr 1983, u.a. daß er im Auftrag und Namen der Reagan-Regierung hinter den Kulissen Verhandlungen mit sowjetischen Vertretern vermittelte.
Man kann mit Fug und Recht sagen, daß die Vereinigten Staaten bis Mitte der 1980er Jahre, als das Magazin Fusion und die FEF weiter wuchsen und großen Einfluß auf die US-Politik hatten, noch eine realistische Chance hatten, die neo-malthusianische, wissenschaftsfeindliche Politik eines bedeutenden Teils des politischen und finanziellen Establishments über Bord zu werfen und einen völlig anderen Weg in die Zukunft einzuschlagen, der auf der intensiven Weiterentwicklung der Kernspaltung und möglichst bald der kommerziellen Fusionsenergie beruhen würde.
Aber all dies fand ein jähes Ende, als am 6. Oktober 1986 Hunderte schwerbewaffnete Beamte des FBI, der Justizbehörde ATF, lokaler und bundesstaatlicher Strafverfolgungsbehörden eine beispiellose Razzia in den LaRouche-nahen Verlagen in Leesburg in Virginia durchführten, gefolgt von Razzien in den Büros der Fusion Energy Foundation sechs Monate später. In einem beispiellosen Fall groben Machtmißbrauchs der Behörden wurde die FEF in den Zwangskonkurs getrieben, und das Magazin Fusion, Amerikas führende Publikation für die rasche Entwicklung der Fusionsenergie und der damit verbundenen fortgeschrittenen Forschung, mußte eingestellt werden.
Auch wenn The FEF Story vielleicht noch etwas weiter überarbeitet und ausgefeilt werden könnte (möglicherweise in einer zweiten Auflage), vermittelt die Darstellung ein eindrucksvolles Bild des wohl ungeheuerlichsten Beispiels dafür, wie Mißbrauch staatlicher Macht durch korrupte private Interessen Amerika in den bedauerlichen Zustand gebracht hat, in dem es sich heute befindet.
Der Schlußabsatz des letzten Kapitels von The FEF Story mit dem treffenden Titel „Verspätete Haftverschonung, aber noch keine Rehabilitierung“ faßt treffend zusammen, warum jeder besorgte, patriotische Amerikaner nicht nur dieses Buch lesen, sondern sich auch leidenschaftlich für Lyndon LaRouches Rahabilitierung einsetzen sollte:
„Es war der Mut und die Entschlossenheit dieses einzigartigen Veteranen des Zweiten Weltkriegs, Lyndon H. LaRouche, und sein von ganzem Herzen kommendes Engagement, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, die die Arbeit der FEF prägten. Und dieser Geist stärkte immer wieder alle diejenigen, die ihn kennen und lieben lernten. Wenn die US-Wissenschaft jemals einen Platz im Reigen der Weltmächte einnehmen soll, dann muß diese Geschichte erzählt – und die Lehre daraus gezogen – werden, um den wahren Geist Amerikas wiederzubeleben, einen Geist, den dieser überaus patriotische Amerikaner – und ebenso engagierte Weltbürger – tiefer empfand als jeder andere.“
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