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Von Adama Coulibaly
Adama Coulibaly war Stabschef des Kommunikationsministers von Burkina Faso und leitet heute das China-Burkina Faso Independent Research Center (CRI-CB). Im EIR-Krisenforum zur Flüchtlingskrise am 31. Juli 2026 sagte er folgendes. (Übersetzung aus dem Französischen.)
Seit mehreren Jahrzehnten erlebt die Welt eine Migrationskrise. Ganze Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen sehen sich aufgrund politischer und humanitärer Krisen völlig gegen ihren Willen gezwungen, ihre Heimat und ihr Land zu verlassen.
Das zeigt sich besonders deutlich in mehreren afrikanischen Staaten, die Kriege, politische Unruhen, Dürren und Hungersnöte erdulden mußten. Dieser Exodus betrifft vor allem junge Menschen, die ihre Länder verlassen, um auf der Suche nach einem „Eldorado“ und einer besseren Zukunft neue Horizonte zu erschließen. Auf diesem Weg des erzwungenen Exils, der oft lebensgefährlich ist, verlieren viele ihr Leben auf See in behelfsmäßigen Booten oder kommen in Wüsten durch Durst und Hunger ums Leben. Sie riskieren alles in der Überzeugung, daß sie finden werden, was ihre eigenen Regierungen ihnen nicht bieten konnten: menschenwürdige Arbeit, Gesundheitsversorgung und eine angemessene Ausbildung.
Heute muß die Welt mehr denn je ein offenes Ohr für die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. vom 15. Mai 2026, Magnifica Humanitas, haben. Wie Papst Leo betont, muß die Weltgemeinschaft mit einer Stimme sprechen, um Frieden anzustreben, und gegen das schreckliche Problem der Zwangsmigration handeln, das sich zu einer globalen Geißel entwickelt hat.
In Anlehnung an die Ausführungen von Papst Leo XIV. verurteilt Frau Zepp-LaRouche, die Gründerin des Schiller-Instituts, aufs Schärfste die Behandlung von Migranten, Flüchtlingen und Menschen, die aufgrund von Armut, Gewalt, Klimawandel und Umweltkatastrophen zur Flucht gezwungen sind. Genau dieser harten Realität sind die Bevölkerungen der Sahelzone in Westafrika ausgesetzt. Die Völker von Mali, Burkina Faso und Niger werden seit Jahrzehnten vom Terrorismus heimgesucht und sind gezwungen, ihr Land und ihren Besitz aufzugeben, um in sichereren Regionen Zuflucht zu suchen. Andere sind in Nachbarländer wie die Elfenbeinküste geflohen, um fernab ihrer Heimat ein neues Leben aufzubauen.
Dabei hat Afrika ein enormes Potential, seiner Jugend eine bessere Zukunft zu bieten. Was vor allem fehlt, ist eine visionäre Führung in der Politik, die durch Korruption, Mißwirtschaft, Patrimonialismus und – durch manipulierte Wahlen bewirkte – lebenslange Herrschaft untergraben wird. Ein afrikanischer Staatschef erdreistete sich einmal zu sagen: „Wir veranstalten keine Wahlen, nur um sie zu verlieren.“ In Afrika gibt es immer noch von Zeit und Macht zermürbte Führer, die nicht einmal mehr auf eigenen Beinen stehen können, sich aber dennoch verzweifelt an die Macht klammern. Wenn der Tod sie schließlich holt, treten ihre Kinder an ihre Stelle, um die vom Vater hinterlassene Macht zu erben. Beispiele hierfür gibt es zuhauf.
Um den Migrationsstrom junger Menschen in andere Kontinente einzudämmen, muß Afrika lernen, seine lokalen Agrarprodukte und natürlichen Ressourcen wie Gold, Diamanten, Mangan, Kobalt und vieles mehr selbst zu verarbeiten. Dazu muß der Kontinent ein effektives Bildungssystem aufbauen, um kompetente Fachkräfte auszubilden, die in der Lage sind, Afrikas Modernisierung voranzutreiben. Afrika braucht Staatsführer, die sich ernsthaft Gedanken über die Entwicklung ihrer Länder machen, statt solchen, die ihre eigene Bereicherung und die ihrer engsten Familienangehörigen und ihres engsten Umfelds in den Vordergrund stellen.
Abschließend möchten wir dem Schiller-Institut und seiner Präsidentin, Frau Zepp-LaRouche, unsere Anerkennung für ihre mutige Haltung für eine friedliche Welt ohne Flüchtlinge und Zwangsmigranten aussprechen. In dieser von Gott geschaffenen Welt verdient jeder ein glückliches Leben, denn niemand kam auf diese Welt, um bloß ein Zuschauer im Leben anderer zu sein. Das Potential in Afrika ist immens für den Aufbau einer Welt mit „einer Milliarde Arbeitsplätze, null Flüchtlingen und null Krieg“.
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