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E.I.R. Nachrichten, 2.8. 2026 – Am 14. Juli bewilligte der Vorstand der Afrikanischen Entwicklungsbankgruppe (AfDB), wie auf ihrer Website berichtet wird, Algerien 878 Millionen Dollar zur Fertigstellung der Phase II der 495 km langen Eisenbahnstrecke Laghouat-Ghardaia-El Meniaa. Im Mittelpunkt dieser Phase stehen der Bau des 230 km langen Abschnitts Ghardaia-El Meniaa sowie „integrierte Infrastruktur und institutionelle Unterstützungsmaßnahmen“.
Das Projekt wird vom Ministerium für öffentliche Arbeiten und Basisinfrastruktur umgesetzt. Dessen Direktor für Infrastruktur und Stadtentwicklung, Mike Salawou, erklärte, die Finanzierung werde Algerien dabei helfen, strategische Eisenbahninfrastruktur zu schaffen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, die Anbindungen zu verbessern und die regionale Integration zu stärken. Das Projekt umfasse auch Ausbildungszentren für Bahnmitarbeiter und schaffe Arbeit für junge Menschen und Frauen.
Die fertiggestellte Bahnstrecke soll die regionale Integration entlang des Transsahara-Eisenbahnkorridors von Algier nach Tamanrasset im Süden des Landes vorantreiben. Das Projekt der Transsahara-Bahn ist schon seit den 1940er Jahren in Planung. Sie und andere Eisenbahnprojekte könnten die besten „Botschafter“ für eine friedliche wirtschaftliche Entwicklung in der Region sein und ein „Win-Win“-Ergebnis für die betroffenen Bevölkerungsgruppen schaffen.
Zwischen Marokko und Algerien existiert bereits eine Bahnstrecke, aber aufgrund internationaler Spannungen – die durch die jüngste Ceuta-Krise noch verschärft wurden – ist das Grenzgebiet immer noch gesperrt. Diese Strecke und das algerische Projekt könnten letztendlich an die Trans-Maghreb-Eisenbahn angeschlossen werden und so einen „Entwicklungskorridor“ quer durch Nordafrika von Casablanca bis Tunis fördern.
In den letzten Wochen gab es eine Flut diplomatischer Aktivitäten zwischen Algerien, Frankreich, Marokko und Spanien, die den Weg zu einer Eindämmung der Einwanderungskrise ebnen könnten, da die nordafrikanischen Länder dringend Arbeitskräfte für ihre wirtschaftliche Entwicklung benötigen.
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu leitete am 15. und 16. Juli eine hochrangige Delegation nach Marokko, wo er Premierminister Asis Achannouch und mehrere Minister traf, berichtete Al Jazeera. Etwa zur gleichen Zeit reiste der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune nach Berlin, um sich mit Spitzenpolitikern zu treffen und die Zusammenarbeit zwischen Algerien und Deutschland zu vertiefen. Am 20. Juli besuchte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez Algier und traf sich dort mit Präsident Abdelmadschid Tebboune, begleitet von Außenminister José Manuel Albares und weiteren hochrangigen Beamten, berichtete La Moncloa.
E.I.R. Nachrichten, 2.8. 2026 – Am 28. Juli um 10:35 Uhr durchbrachen die Tunnelbauer, die sich von Österreich nach Süden und von Italien nach Norden vorarbeiteten, den letzten Fels, der die Hauptfahrröhren des Brenner-Basistunnels 1400 Meter unter den Alpen trennte. Die österreichische Seite arbeitete mit Sprengungen, die italienische mit einer Tunnelbohrmaschine, nun haben sich die 8,1 Meter breiten Röhren getroffen.
Mit einer Länge von 55 km – einschließlich der Innsbrucker Umgehungsstrecke 64 km – wird der Brenner bei der Eröffnung, die Anfang 2032 erwartet wird, die längste unterirdische Hauptbahnstrecke der Welt sein. Rund 90% der Aushubarbeiten sind abgeschlossen. Der Tunnel ersetzt eine Bergstrecke, die den Güterverkehr seit den 1860er Jahren auf Lastwagen und steile Steigungen zwingt. Die ebene Strecke durch den Fels wird den Verkehr von Güterzügen in voller Länge zwischen München und Verona ermöglichen.
Das Projekt hat, wie bei solchen Vorhaben üblich, länger gedauert und mehr gekostet als versprochen. Aber vergleichen wir es einmal mit Europas Ausgaben für Aufrüstung und Krieg. Durch diesen Tunnel wird man noch in hundert Jahren Getreide, Stahl und Maschinen befördern. Aber was bleibt von den Militärausgaben?
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