Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
Folgen Sie uns auf
acebook
Neue Solidarität
Nr. 11-12, 12. März 2026

Vatikan-Staatssekretär Parolin fordert
„Diplomatie anstelle von Zerstörung“

Der vatikanische Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin hat in einem Interview mit Vatican News am 4. März1 das durch den Krieg verursachte weltweite Blutvergießen thematisiert, das durch die amerikanisch-israelische Invasion im Iran noch verstärkt wird, und einen Ausweg aus diesem die Zivilisation zerreißenden Prozeß aufgezeigt.

Auf die Frage „Eure Eminenz, wie erleben Sie diese dramatischen Stunden?“ antwortete Parolin: „Mit großem Schmerz, denn die Völker des Nahen Ostens, einschließlich der ohnehin schon fragilen christlichen Gemeinschaften, sind erneut in die Schrecken des Krieges zurückgestürzt worden, der brutal Menschenleben zerbricht, Zerstörung hervorbringt und ganze Nationen in Spiralen der Gewalt mit ungewissem Ausgang hineinzieht.“

Parolin verwies auf die Andacht von Papst Leo XIV. am Sonntag, dem 1. März, in der dieser den Angriff der USA und Israels auf den Iran als „Tragödie von enormem Ausmaß“ und „Risiko eines irreparablen Schadens“ bezeichnete.

Parolin sprach von einem für die Zivilisation besorgniserregenden Trend: „Es ist wirklich besorgniserregend, daß das internationale Recht zunehmend ausgehöhlt wird: An die Stelle der Gerechtigkeit ist die Gewalt getreten.“

Er lenkte die Diskussion zurück auf die Diplomatie, die, wie im Westfälischen Frieden von 1648 festgelegt, nur auf der Förderung des Gemeinwohls und der Interessen des anderen beruhen kann. Parolin erklärte:

Parolin beklagte, derzeit bestehe der Eindruck, es gebe Gesetzesverstöße, die bestraft werden, und andere, die toleriert werden müßten; und es gebe zivile Opfer, um die man trauern, und andere, die als „Kollateralschäden“ betrachtet werden müßten. Parolin erinnert die Welt: „Es gibt keine Toten erster und zweiter Klasse, und keine Menschen, die mehr Recht auf Leben haben als andere, nur weil sie auf einem bestimmten Kontinent oder in einem bestimmten Land geboren wurden.

Er schloß mit den Worten: „Unsere Völker verlangen Frieden! Dieser Appell sollte diejenigen, die Nationen führen, und alle, die im Bereich der internationalen Beziehungen tätig sind, wachrütteln und sie dazu drängen, ihre Bemühungen um Frieden zu vervielfachen.“


Anmerkung

1. Parolin: Präventiv-Kriege riskieren, Welt in Brand zu setzen, Website des Vatikans, 04.03.2026.

Ein großes Dankeschön an unsere Leser

Liebe Leserinnen und Leser, dank Ihrer freundlichen Resonanz auf unseren Aufruf zur finanziellen Unterstützung ist es uns gelungen, das Jahr finanziell zu über­stehen, auch wenn wir leider im vergange­nen Sommer dazu gezwungen waren, die Erscheinungsweise der Neuen Solidarität von bisher acht Seiten wöchentlich auf zwölf Seiten alle zwei Wochen umzu­stellen.

Ihre Hilfe zeigt uns, daß Sie unsere ein­zig­artige Fähigkeit schätzen, strategisch zu denken und sozusagen „im Voraus“ die entscheidenden Dynamiken des Welt­geschehens zu erkennen. Freuen wir uns über die Fortschritte, die unsere Ideen gemacht haben, und freuen wir uns auf weitere Fortschritte in den kommenden Monaten!

Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter. Für die aktuellen Meldungen empfehlen wir als Ergänzung unsere täglich erscheinen­den E.I.R. Nachrichten, die den Abonnenten per E-Mail zugestellt werden. Neukunden können sie 10 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen, siehe https://www.eir.de/abo/dadabo/.

Man kann Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abon­nements, damit Sie die Zeitung an Interes­sierte weitergeben können. Und natürlich können Sie uns auch weiterhin mit Förder­abonnements und Förderbeiträgen helfen.

Kontaktieren Sie uns direkt, um eine Rechnung anzufordern (Telefon: ++49 +61173650),
oder senden Sie Ihren Beitrag per Banküberweisung an:

E.I.R. GmbH, Verwendungszweck: Unterstützung für die Neue Solidarität
Postbank Frankfurt IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07
Paypal: buchhaltung@eir.de