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Neue Solidarität
Nr. 24, 13. Juni 2024

US-Außenministerium verhindert Vortragsreise von Scott Ritter

Das US-Außenministerium entzog dem Friedensaktivisten und ehemaligen UN-Waffeninspekteur Scott Ritter seinen Reisepaß.

Der prominente ehemalige US-Waffeninspektor Scott Ritter wurde am 3. Juni an seiner geplanten Reise ins russische St. Petersburg gehindert. Vor dem Start seines Linienflugs nach Istanbul holten ihn amerikanische Zoll- und Grenzschutzbeamte auf Anweisung des US-Außenministeriums aus der Maschine und nahmen ihm ohne Erklärung seinen Paß ab.

Zwei Tage zuvor hatte Ritter in einer gemeinsamen Sendung mit der gerade zur Wahl zugelassenen unabhängigen Senatskandidatin Diane Sare in Cynthia Poolers Podcast Ideas That Matter („Ideen, auf die es ankommt“) über seine geplante Reise nach Rußland berichtet. Er wollte dort sein Friedensprojekt „Waging Peace Project“ vorstellen, um die russische Kultur und Seele besser zu verstehen, und hatte Termine mit Chefs russischer Regionen. Ritter warnte in dieser Sendung vor dem Marsch in einen Atomkrieg. Die Russen wollten Frieden, aber wenn beide Seiten von Angst getrieben seien, könne dies in einer Katastrophe enden. „Wir müssen Brücken bauen“, betonte Ritter. Das gefällt der US-Regierung offensichtlich nicht.

Als Reaktion auf das Reiseverbot veranstaltete Ritter eine Sondersendung seines Podcasts Ask the Inspector with Scott Ritter („Fragen Sie den Inspektor mit Scott Ritter“, Folge 165), um seine zehntausenden Anhänger über die strategische Bedeutung dieses Vorfalls zu informieren. Es wurde sofort deutlich, daß dieser Versuch, ihn zum Schweigen zu bringen, nach hinten losgeht, denn er nutzte dieses skandalöse Unrecht, um seine Zuhörer über die Bedeutung der BRICS und über die Komplizenschaft des US-Außenministeriums beim Schikanieren von Kriegsgegnern zu informieren.

Schon die Ankündigung der Sondersendung war dramatisch: „Die Beschlagnahmung von Scott Ritters Reisepaß ist nur die jüngste Taktik des US-Außenministeriums, ihn in Bezug auf Rußland mundtot zu machen. Das Außenministerium hat das ukrainische Zentrum für Desinformationsbekämpfung aufgebaut und finanziert, das ihn als ,Informationsterroristen‘ bezeichnet, und es schweigt, wenn er und andere US-Bürger vom ukrainischen Geheimdienst mit dem Tode bedroht werden.“

Ritter berichtete in seinem Podcast, daß er auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) vom 5. bis 8. Juni und auf der Moskauer Konferenz über Internationale Sicherheit im August sprechen sollte, beides im Rahmen einer längeren Reise mit dem Ziel, einen möglichen Weltkrieg oder sogar Atomkrieg zu verhindern.

Das US-Außenministerium nehme die BRICS-Staaten im Visier. Er sei einer von mehreren Amerikanern, die zum SPIEF eingeladen wurden, das mit Tausenden Teilnehmern eine „Startrampe“ für die BRICS-Konferenzen sei, die dieses Jahr in Rußland stattfinden. Er wollte dort die „regelbasierte Ordnung“ verurteilen und über den Übergang zu einer multipolaren Welt durch die BRICS sprechen. Das Ministerium wolle dies mit allen Mitteln verhindern. Die USA und die NATO „verlieren die ganze Welt – alle wollen BRICS beitreten!“ Das einzige, was die USA anderen Ländern anböten, sei „den G7 die Füße zu küssen – und wer will das schon?“

Die Entscheidung, seine Reise zu verhindern, gehe vom verlängerten Arm des vom US-Außenministerium finanzierten Zentrums für Desinformationsbekämpfung (CCD) des Selenskyj-Regimes aus, das „Todeslisten“ gegen Oppositionelle innerhalb und außerhalb der Ukraine erstellt. Er sei regelmäßig auf der Liste des CCD zu finden und stehe auch auf der ukrainischen Todesliste Mirotworez. Auch Diane Sare, Helga Zepp-LaRouche vom Schiller-Institut, Ray McGovern und andere stünden auf diesen Listen.

Der Vorwurf gegen die Personen auf diesen Listen, sie seien russische „Informationsterroristen“, die man wie alle anderen Terroristen behandeln müsse, sei eine ernste Bedrohung. Ritter erinnerte daran, daß die USA selbst regelmäßig angebliche Terroristen töten, und nannte mehrere Russen und Ukrainer auf diesen Listen, die von ukrainischen Stellen ermordet wurden. Er habe das Außenministerium in Washington zu einer Debatte herausgefordert, „aber die wollen nicht diskutieren – die wollen einen umbringen“, nur weil man sein Recht auf Meinungsfreiheit wahrnehme.

Ritter versicherte, er werde weiterhin alles in seiner Macht Stehende tun, um seine Pläne für einen Besuch in Rußland zu verwirklichen und die Botschaft des amerikanischen Volkes an das russische Volk zu bringen, daß Frieden statt Krieg möglich ist.

eir