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Neue Solidarität
Nr. 31, 4. August 2022

Tektonische Verschiebungen,

die Ihr Nachbar vielleicht noch nicht bemerkt hat

Das Nachrichtenmagazin „Executive Intelligence Review“ veröffentlichte am 15. Juli den folgenden Kommentar.

Während die meisten Ihrer Nachbarn entweder schliefen oder im medialen Koma über den angeblichen „tapferen Krieg der Ukrainer zur Verteidigung der Demokratie und der westlichen Werte“ lagen, treibt der totale Wirtschaftskrieg der Londoner City und der Wall Street gegen Rußland eine tektonische Verschiebung in der Realwirtschaft der Welt voran. Es kommt zu drastischen Verlagerungen in Richtung Asien und Pazifik – bei Energie, Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Wirtschaftsaktivitäten – und umgekehrt zu tödlichen Reduzierungen, ganz besonders in Europa, aber auch in den USA und in etlichen Entwicklungsländern.

Das Muster der letzten Tage und Wochen ist unverkennbar. Das belagerte Rußland übernimmt als Staat die Kontrolle über alle seine Mineral- und Energieressourcen, und riesige Projekte wie das Erdgas- und Erdölprojekt Sachalin-2 werden in befreundete asiatische Länder verschoben – das feindlich agierende Japan wird hier der große Verlierer sein. Die Internationale Energieagentur geht davon aus, daß die russischen Erdgasexporte nach Europa in den nächsten zwei Jahren um mehr als die Hälfte zurückgehen werden. Die Deutschen bereiten sich schon auf einen langen, kalten Winter vor, die Strompreise haben sich in den letzten zwölf Monaten bereits vervierfacht. Rußland ist inzwischen Indiens wichtigster Düngemittellieferant und entwickelt sich schnell zur Nummer Eins unter den Öllieferanten sowohl für Indien als auch für China.

Das Nettoergebnis im Westen sind eine dramatische, malthusianische Absenkung der Energieflußdichte und der gesamten Technologie-Plattform Amerikas und Europas sowie mörderische realwirtschaftliche Engpässe in vielen Bereichen. „Lebensmittel, Strom, Benzin, Heizung? Am besten, Sie gewöhnen sich daran, diese Dinge zu opfern, um unsere Werte zu verteidigen“, wird uns gesagt.

Solange wir unser derzeitiges bankrottes transatlantisches Finanzsystem nicht über Bord werfen, ist dieser entropische Absturz unvermeidlich. Und das ist auch der Plan der finanziellen Herren dieses Spekulationssystems in London. Wir befinden uns im aktiven Endstadium der malthusianischen Offensive für Deindustrialisierung und Entvölkerung, die das Britische Empire und seine amerikanischen Verbündeten seit langem offen befürworten. Als Prinz Philip davon sprach, die Weltbevölkerung auf eine Milliarde Menschen zu reduzieren, war das kein Scherz. Auch Klaus Schwab und der britische Notenbanker Mark Carney machen keine Witze, wenn sie sagen, die Idee des Fortschritts an sich sei der Feind, der aus den Köpfen der Menschen getilgt werden müsse.

Aber es muß nicht so weit kommen, wenn die politische Alternative, nämlich eine Konkurssanierung dieses Systems, unverzüglich in Angriff genommen würde, so wie es in der Kampagne des Schiller-Instituts für ein Neues Bretton Woods dargelegt wird.

Wenn diese Alternative des Neuen Bretton Woods nicht angenommen wird, besteht akut die existentielle Gefahr eines thermonuklearen Weltkriegs zwischen den USA/NATO und Rußland. „Wir könnten einer Situation wie der Kubakrise näher sein, als viele für möglich halten“, warnte der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, General Harald Kujat, in einer Einschätzung für die Preußische Allgemeine Zeitung vom 12. Juni.

Warum ist das so?

Lyndon LaRouche hat diese Dynamik wiederholt erklärt, aber nie deutlicher als in seiner politischen Erklärung „Wie Präsident Reagan von London manipuliert wird“, die in der EIR-Ausgabe vom 3. November 1981 erschien. Darin warnte LaRouche:

Die treibende Kraft hinter einer solchen Kriegsgefahr sei das britische malthusianische Ziel, sowohl die Vereinigten Staaten als auch Rußland bzw. die damalige Sowjetunion zu vernichten.