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Neue Solidarität
Nr. 19, 12. Mai 2022

„USA und NATO ist es egal, wie viele Ukrainer sterben“

Oberst a.D. Richard Black gab EIR ein ausführliches Interview zu den Hintergründen des Konflikts in der Ukraine.

In einem 70minütigen Interview mit EIR sprach Oberst a.D. Richard Black, der nach 31 Jahren bei den Marines und in der US-Armee von 1998 bis 2006 dem Abgeordnetenhaus von Virginia und von 2012 bis 2020 dem Senat von Virginia angehörte, am 26. April über die Kriegspolitik der Vereinigten Staaten. Black widerlegte eindringlich die häufige Behauptung der Kriegsfraktion, die Russen begingen in der Ukraine schreckliche Kriegsverbrechen wie angeblich vor einigen Jahren im syrischen Aleppo. Black, ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der Armee im Pentagon und, wie er betont, ein echter „amerikanischer Patriot“, entlarvt seit Jahren die im Westen verbreiteten Lügen über den Krieg in Syrien und hat Aleppo, Damaskus usw. persönlich besucht.

Die USA, so Black, hätten wissentlich Al-Kaida bewaffnet und als Stellvertreterkräfte eingesetzt, um die Assad-Regierung in Syrien durch terroristische Operationen zu stürzen:

Zur Politik der USA gegenüber Rußland betonte Oberst Black, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Warschauer Pakts hätte die NATO aufgelöst werden müssen:

Er betonte nachdrücklich:

Die USA verfolgten jedoch eine politisch-militärische Strategie der Ausweitung ihres Imperiums (im Bündnis mit den Briten). Sie hätten es im Nahen Osten versucht und täten dies nun in Eurasien.

Waffenlieferungen verschlimmern die Leiden

Auf die Frage, was die Konsequenzen der riesigen Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine sein werden, antwortete Black:

Aus Oberst Blacks Sicht entschied sich Wladimir Putin notgedrungen, Truppen in die Ukraine zu schicken, nachdem die ukrainische Armee eine riesige Streitmacht mobilisiert hatte, die kurz davor stand, in die Donbaß-Republiken einzumarschieren:

Als Putin sah, daß Ukrainer mit tödlichen Waffen buchstäblich an seiner Grenze standen, habe er beschlossen, zuerst zuzuschlagen:

Dabei bemühe sich Rußland, die Zivilbevölkerung zu schonen:

Washington interessiere sich nicht für die Ukraine oder ihre Menschen, es gehe um Rußland. Die USA würden den Krieg gegen Rußland fortsetzen, indem sie die Ukrainer als Stellvertreter benutzen:

Zwei republikanische US-Senatoren hätten vorgeschlagen, Rußland mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen. Black: „Das ist wahnsinnig. Ich denke, es ist wichtig, daß wir anfangen zu diskutieren, was ein thermonuklearer Krieg bedeuten würde… Rußland ist als Nuklearmacht in etwa mit den Vereinigten Staaten vergleichbar. Sie haben Hyperschallraketen, die wir nicht haben. Diese können sich jeder rechtzeitigen Entdeckung entziehen, und von Rußland aus können Raketen abgefeuert werden, die San Francisco, Los Angeles, Chicago, Detroit, Baltimore, Washington, D.C., New York City erreichen.“

Auf die Frage, ob die amerikanischen Bürger für die Forderung des Schiller-Instituts nach einem neuen Westfälischen Frieden und einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gewonnen werden können, antwortete er, leider herrsche in den US-Medien totale Zensur. Er stimmte aber zu, daß die akute Gefahr zusammen mit dem nahen hyperinflationären Zusammenbruch des Finanzsystems den notwendigen Schock auslösen kann, um die Menschen aus ihrer Phantasiewelt zu holen.

Das vollständige Interview in deutscher Simultanübersetzung finden Sie auf der Internetseite des Schiller-Instituts unter: https://schillerinstitute.com/de/blog/2022/05/04/video-oberst-a-d-richard-black-die-usa-fuehren-die-welt-in-den-atomkrieg/

alh