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Neue Solidarität
Nr. 29, 22. Juli 2021

Eine Botschaft der Hoffnung für den Süden Italiens

Die MoviSol-Vorsitzende Liliana Gorini sprach auf einer Konferenz über die Zukunft des Mezzogiorno.

Am 2. Juli gehörte Liliana Gorini, die Vorsitzende der italienischen LaRouche-Bewegung MoviSol, zu den Rednern einer Konferenz, die von der Präsidentin des Kleinunternehmerverbands UPI Italien, Alessia Ruggeri, unter dem Titel „Meridione 5.0“ im Schloß Arechi in Salerno organisiert worden war. Weitere Redner waren die Senatorin und ehemalige Landwirtschaftsministerin Adriana Poli Bortone, die über die Konflikte zwischen Zentralstaat und Regionen und zwischen Italien und der EU sprach, Senator Nicola Morra, Vorsitzender der Anti-Mafia-Kommission des Senats, sowie der Ökonom Nino Galloni. Gorini brachte Süditalien, dem wirtschaftlich unterentwickelten Mezzogiorno, eine Botschaft der Hoffnung.

Sie erinnerte daran, daß Lyndon LaRouche in den neunziger Jahren mehrmals ins italienische Parlament eingeladen worden war: „Ich hatte die Ehre, ihn zu diesen Anhörungen im Parlament zu begleiten, wo einige Parlamentarier, ehemalige Gewerkschafter, zugaben, daß LaRouche recht hatte: Ohne ein Neues Bretton Woods, ohne die Wiederherstellung des Glass-Steagall-Gesetzes, mit dem Präsident Roosevelt die Vereinigten Staaten 1933 aus der Wirtschaftsdepression geführt hat – also der klaren Trennung zwischen Geschäftsbanken und spekulativen Banken – werden wir nie aus der Krise herauskommen. LaRouches ,Vier Gesetze‘, darunter das Glass-Steagall-Gesetz, eine Nationalbank und ein Kreditsystem, das Kredite an Unternehmen, an die wissenschaftliche Forschung und die Raumfahrt vergibt, sind immer noch die Grundlage für eine echte wirtschaftliche Erholung.“

Sie betonte: „Das wird sicher nicht aus dem Konjunkturprogramm der Europäischen Union kommen, das nur auf den ökologischen Umbau und den Green Deal ausgerichtet ist – jenen Green Deal, der vom ehemaligen Gouverneur der Bank of England Mark Carney und von Klaus Schwab vom Weltwirtschaftsforum so sehr als ,das neue Gold‘ für Spekulanten gepriesen wird, weil er eine neue Spekulationsblase schafft, die der grünen Anleihen.“

In diesem Zusammenhang zitierte sie eine längere Antwort LaRouches auf einer Konferenz der Iniziativa Italiana, einer Organisation kleiner und mittlerer Unternehmen, im März 2002 in Mailand, wo ihn ein Unternehmer nach der Entwicklung Süditaliens fragte. Diese Antwort LaRouches sei heute noch gültig. LaRouche verwies zunächst auf die hohe Arbeitslosigkeit in Italien, die ein Verlust sei:

Entscheidend sei, „daß die Zahl der realen Arbeitslosen reduziert wird, daß der Lebensstandard der Bevölkerung angehoben wird und daß dadurch neue unternehmerische Möglichkeiten auf dem Inlandsmarkt geschaffen werden, indem man die Vorteile und Auswirkungen der Infrastruktur kombiniert mit den Vorteilen davon, Menschen aus der Arbeitslosigkeit in produktive Beschäftigung zu bringen“.

Gorini bezog sich im folgenden für ihre „Hoffnungsbotschaft für Süditalien“ auf ein wichtiges Beispiel aus der Geschichte:

Sie zitierte Genovesi:

Sie betonte: „Genovesi war seiner Zeit voraus. In seinen Lezioni di commercio ossia di economia civile (1765) entwickelte er ein Konzept, das der LaRouche-Bewegung, die sich gegen Sanktionen gegen Rußland und China wendet, heute sehr am Herzen liegt, nämlich das der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Handels zur Sicherung des Friedens sowie des gesellschaftlichen Zusammenlebens.“

Sie zitierte nochmals Genovesi: „Der Handel verbindet die Nationen mit gegenseitigen Interessen, die nur in einem gemeinsamen Frieden bestehen können. Es ist zwar wahr, daß nicht selten die Gier nach Gewinn und Herrschaft der Meere die Nationen bewaffnet und zum Krieg führt; aber das Interesse des Handels entwaffnet sie in kurzer Zeit.“

Sie schloß: „Dank der Lehren Genovesis und der Schule von Neapel und dank der ,Vier Gesetze‘ von LaRouche, allen voran das Glass-Steagall-Gesetz, wird es möglich sein, den Süden Italiens zu entwickeln, ihn ein für allemal aus den Klauen von Mafia und Camorra zu befreien – die ihre Macht auf Unterentwicklung gründen – und auf diese Weise zur Entwicklung des Mittelmeerraums und des Rests der Welt beizutragen.“

lil