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Neue Solidarität
Nr. 48, 26. November 2020

Wichtiges kurzgefaßt

Italienische Studie wirft ein neues Licht auf die Ursprünge von COVID-19

Erkenntnisse, die „die Geschichte der Pandemie umschreiben könnten“, werden in einer neuen Studie eines Forscherteams des italienischen Nationalen Tumor-Instituts in Mailand vorgestellt. Sie haben in Blutproben, die in Italien bereits im September 2019 entnommen wurden, Antikörper gegen das SARS-Cov-2-Virus nachgewiesen. Die Ergebnisse der Proben von fast tausend Personen, die an einem Lungenkrebs-Früherkennungsprogramm teilnahmen, sind im Tumori Journal vom 11. November veröffentlicht. Diese Untersuchung läßt Zweifel an der Behauptung aufkommen, der Ursprung des Virus liege im chinesischen Wuhan. Wir zitieren wörtlich aus der Studie:

Prof. Christian Drosten, einer der führenden deutschen Virologen, hat wiederholt betont, wie kompliziert das Coronvirus ist, und warnt vor voreiligen Schlußfolgerungen sei es über seinen Ursprung, die verschiedenen Stämme oder die Entwicklung der Pandemie.

* * *

Deutscher Epidemiologe sieht großes Potential von Schnelltests

Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, sagte am 12. November in einem Interview mit dem Deutschlandfunk zu Massentests wie in der Slowakei und Liverpool, er sehe mit der Verfügbarkeit von Vor-Ort-Tests und damit verbundener Maßnahmen ein großes Potential bei der Bewältigung der Pandemie.

Man dürfe sich zwar nicht der Illusion hingeben, daß mit Tests das Virus ein für allemal ausgerottet sei. „Ich glaube aber, daß die Verfügbarkeit dieser Vor-Ort-Tests, also die Tests, die praktisch vor Ort sofort ein Ergebnis liefern, daß die wirklich ein großes Potential bei der Bewältigung der Pandemie haben werden.“

Krause sagte weiter, selbst wenn die Schnelltests nicht so genau seien wie die PCR-Tests, sei es trotzdem nützlich, denn man finde dann diejenigen, die eine größere Mengen an Viren ausscheiden und könne sie besonders behandeln. „Man hätte dann also die Leute, die eine ausreichend große Menge an Virus haben, um positiv auszuschlagen im Test, die hätte man dadurch identifiziert. Es ist also nicht geeignet, um eine Diagnose zu stellen, aber durchaus geeignet, um die besonders starken Ausscheider von den weniger starken Ausscheidern zu unterscheiden.“

* * *

Afrikanische Länder gründen „Schuldnerclub“

Sieben afrikanische Länder haben sich zu einer „Konferenz der Sprecher und Präsidenten afrikanischer Parlamente“ (CoSAP) zusammengeschlossen. Sie fordern einen vollständigen Schuldenerlaß für den Kontinent und den Übergang zu einem neuen Paradigma globaler Entwicklung. Unter der Leitung des nigerianischen Parlamentspräsidenten Femi Gbajabiamila haben sich die Präsidenten der Parlamente von Ghana, Äthiopien, Kenia, Senegal, Ruanda und Südafrika verpflichtet, in ihren jeweiligen Ländern ihrer „Verantwortlichkeit“ nachzukommen, um erst einmal das eigene Haus in Ordnung zu bringen, bevor Gläubiger Maßnahmen ergreifen.

In einer Erklärung nach ihrem ersten Treffen am 17. August sagte Gbajabiamila: „Wir sind uns alle einig, daß die Schuldenlast Afrikas zu einer existentiellen Bedrohung für unsere Gesellschaften, unsere Volkswirtschaften und die Zukunft unserer Nachwelt geworden ist. Wir müssen etwas dagegen unternehmen und dies als Priorität für den ganzen Kontinent behandeln. Man kann mit Sicherheit sagen, daß die Last der Schuldenbedienung – im Hinblick auf die Ausgaben für Bildung und die Gesundheitsversorgung – eine Bedrohung für die Stabilität und Entwicklung unseres Kontinents darstellt, insbesondere in der Covid-19-Ära.

Wenn wir vor der politischen Entscheidung stehen, Schulden zu bezahlen oder Leben zu retten, wissen wir, daß etwas moralisch nicht richtig ist. Und als demokratisch gewählte Vertreter unseres Volkes können wir nicht schweigen. Wir müssen unsere Stimme erheben und wir müssen handeln. Die Zeit zum Handeln ist jetzt gekommen.“

In einem Interview über diese Initiative mit CGTN (China Global Television Network) am 12. November sagte der ghanaische Parlamentspräsident Aaron Oquaye, daß „wir eine neue Weltwirtschaftsordnung brauchen“, denn unter dem Freihandelsdogma sei es unmöglich, die Entwicklung des eigenen Landes (insbesondere die Nahrungsmittelproduktion) zu fördern. Er sagte: „Kein Land der Welt hat jemals wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangt, indem es [uneingeschränkten] Wettbewerb zugelassen hat. Es ist immer notwendig, sich selbst zu schützen, und deshalb wollen wir einen Schuldenerlaß, damit wir alle unsere [Volkswirtschaften] in diesen Prozeß einbinden können.“