* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 33/2008

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

„USA sind in einer Depression“

New Yorks Gouverneur David Paterson beschrieb in einer Rede am 31. Juli vor dem Nationalen Presseclub in Washington die wirtschaftliche Lage der USA mit sehr drastischen Worten. Die jetzige Situation sei „schlimmer als die Energiekrise vor 30 Jahren, schlimmer als die Rezession vor 40 Jahren“, sie könne sich „für die  amerikanische Bevölkerung als eine ähnliche Herausforderung erweisen wie die große Depression der Zwanziger Jahre“.

Paterson forderte, die Regierung müsse eine größere Rolle dabei spielen, Maßnahmen gegen diese Krise zu unternehmen. Dazu gehörten auch größere Investitionen in Infrastruktur wie Transport und Bildung. Auf Nachfrage betonte Paterson, die USA befänden sich in einer „Depression“, nicht in einer Rezession. Paterson, der danach mit Zentralbankchef Bernanke zusammentraf, warnte vor der weltweiten Inflation durch niedrige Zinsraten.

Am selben Tag veröffentlichten Paterson und der Gouverneur von Maryland, Martin O' Malley, gemeinsam einen Artikel in der Washington Post, in dem sie die Bundesregierung aufforderten, „allen Staaten zu helfen, eine Wirtschaftskrise zu bewältigen, wie sie es seit der Großen Depression nicht mehr gegeben hat.“ In New York und Maryland habe es dramatische Kürzungen im Budget gegeben; in New York hätte der Finanzsektor in den letzten neun Monaten rund 40 Mrd. $ Verluste gemacht; dort stünden 35.000  Entlassungen bevor. Man brauche jetzt Projekte, die die „kollabierenden Straßen, Brücken und Tunnels modernisieren und so die Wirtschaft durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Schwung bringen können“. Jede Milliarde Dollar an investierten Infrastrukturprojekten schaffe schätzungsweise 42.000 Arbeitsplätze; jeder im Infrastrukturbereich eingesetzte Dollar setze ca. 5,79 $ an Wirtschaftsaktivität in Gang.

Es fragt sich, ob die beiden Gouverneure bereit sind, mit der bisherigen, fehlgeschlagenen Herangehensweise zu brechen, solche Investitionen durch sog. „öffentlich-private Partnerschaften“ zu finanzieren. Und selbst ein großes, Hunderte Milliarden Dollar umfassendes staatliches Investitionsprogramm im Stile von Franklin D. Roosevelts „New Deal“ kann nur in Kombination mit einem geordneten Bankrottverfahren des Finanzsystems, wie es Lyndon LaRouche fordert, funktionieren.

            eir

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum