|
|
E.I.R. Nachrichten 17.3. 2025 – Der ehemalige Berater des US-Außenministeriums James Carden (der einzige Autor, der beim „rechten“ American Conservative wie bei der „linken“ The Nation schreibt), warnte am 13. März in seinem Blog, daß die Drohungen ukrainischer „Nationalisten“ gegen Präsident Trump ernst genommen werden müssen. EIR stimmt dem zu.
Carden führt den Fall von Alexander Motyl an, einem ukrainisch-amerikanischen Professor aus Newark, der vergangenen Monat „eine Reihe von Beiträgen in The Hill veröffentlicht hat, die angesichts der beiden Attentate auf Trump während des Wahlkampfs 2024 durchaus als Anstiftung bezeichnet werden können“. Als Beispiel genügt einer dieser Artikel, Motyls Tirade in The Hill vom 21. Februar mit dem Titel „Trumps Revolution wird böse enden – für ihn und für Amerika“.
Motyl spuckt Gift und Galle gegen die neuen Leiter der Nationalen Geheimdienste und des FBI, Tulsi Gabbard und Kash Patel. Er sagt voraus, die Massen würden auf die Straße gehen und Guerilla-Operationen beginnen wie früher „die Weather Underground, die Black Panthers... und wie die Rote Armee Fraktion in Deutschland und die Roten Brigaden in Italien“. Die beiden letzteren werden für die Ermordung hochrangiger Persönlichkeiten verantwortlich gemacht. Motyl erwartet „Banküberfälle und Attentate, Unruhen auf dem Campus“, „Einfälle ausländische Terroristen“, sogar eine Wiederholung von 9/11 sei „nicht mehr undenkbar“. Er hofft, daß unter solchen Bedingungen von Chaos und Unruhen „eine Palastrevolte ... das Land von einem illegitimen Führer befreien und einen Übergang einleiten könnte..., nennen wir es einen Thermidor – den Vance politisch wahrscheinlich nicht überleben würde.“
Das sind abstruse Äußerungen, aber Carden weiß, wofür Motyl steht, er schreibt: „Galizische Nationalisten sind auf solche Aufrufe zur Gewalt spezialisiert – wie einige von uns, die wiederholt auf ihre Feindeslisten gesetzt wurden, nur zu gut wissen.“ Er nennt die ukrainischen Todeslisten, die Lesern der E.I.R. Nachrichten gut bekannt sind, da auch Helga Zepp-LaRouche und andere Führungskräfte des Schiller-Instituts auf diesen Listen stehen: Myrotworez,2 Molfar3 (wo Carden und Vance ins Visier genommen werden) und Texty (das 320 Amerikaner angreift, darunter Trump, Vance und Gabbard).
Carden warnt: „Wegen seiner Entschlossenheit, Selenskyj an den Verhandlungstisch zu zwingen, könnte Trump durchaus ins Visier ukrainischer Nationalisten geraten – solchen in der Diaspora wie Motyl und solchen, die die Biden-Regierung in den letzten drei Jahren bis an die Zähne bewaffnet hat.“
Oberst a.D. Douglas Macgregor hat kürzlich eine ähnliche Warnung ausgesprochen. Er sagte in einem Interview mit Tucker Carlson über die ukrainischen Ultranationalisten: „Ich wäre sehr besorgt um unseren Präsidenten. Ich denke, der Präsident ist sehr gefährdet, diese Leute kennen offenbar keine Grenzen – sie sind zu allem fähig, ich hoffe, der Secret Service ist auf Zack.“
EIR stellt hierzu die Frage: Ist Motyl noch immer mit zwielichtigen CIA-Netzwerken verbunden? Betrachten wir den Hintergrund:
Diese „Nationalisten“ sind die politischen Nachkommen der Organisation Ukrainischer Nationalisten-Bandera (OUN-B), angeführt von Stepan Bandera, der in den 1940er Jahren in der 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1) kämpfte und Massenmorde verübte. Nach der Niederlage Hitlers übernahm der britische MI 6 zusammen mit den Netzwerken der Brüder Dulles in der CIA die Kontrolle über die Führung der OUN-B und setzte sie für ihren verdeckten Krieg gegen die Sowjetunion ein. Diese Geschichte wird in einem EIR-Dossier von 2014 mit dem Titel „Ukraine 2014: Gewalttätiger Umsturz, faschistische Axiome und offene Neonazis“4 dokumentiert. Die CIA betrieb ihren Teil dieses Netzwerks in den Vereinigten Staaten unter dem Deckmantel der Prolog Research Corporation, die sie über Jahrzehnte hinweg finanzierte. Motyl wird in der EIR-Dokumentation als einer von drei jüngeren Mitarbeitern von Prolog beschrieben, die heute noch zu den einflußreichsten „Ukraine-Experten“ in Amerika gehören. Der Überblick über das Netzwerk und die Identifizierung von Motyls Rolle darin ist in einem kurzen Beitrag des Dossiers, „Erben der OUN, Enkel des MI6“, enthalten.5
Anmerkungen
1. Trump's revolution will end badly – for himself, and for America, The Hill, 21.02.2025.
2. Die Todeslisten-Datenbank der Ukraine: Myrotworets.center, Neue Solidarität, Nr. 37/2022.
3. „Desinformations-Bekämpfung” durch Mordanschläge: Die Lehren des Fico-Anschlags, Neue Solidarität, Nr. 24/2024.
4. Ukraine 2014: Gewalttätiger Umsturz,
faschistische Axiome und offene Neonazis,
PDF-Dossier zum Herunterladen, Neue Solidarität, Nr. 22/2014.
5. Erben der OUN, Enkel des MI6, aus dem PDF-Dossier, Neue Solidarität, Nr. 22/2014.
Wie andere Zeitungen auch leidet die Neue Solidarität unter steigenden Kosten und sinkenden Abonnentenzahlen. Angesichts dieser Entwicklung ist das Weiterbestehen unserer Zeitung – jedenfalls in der bisherigen Form – gefährdet. Damit ginge dem deutschsprachigen Raum eine wichtige Stimme der Vernunft verloren.
Ein Aufruf zur Unterstützung unserer Zeitung im vorigen Jahr half uns, das Defizit für das vergangene Jahr auszugleichen, wofür wir uns bei allen Unterstützern herzlich bedanken. Aber um dieses strukturelle Defizit wirklich zu überwinden, brauchen wir vor allem eines:
mehr Abonnenten für unsere Zeitung, was auch das beste Mittel ist, das geistige Defizit im politischen Diskurs der deutschsprachigen Welt zu bekämpfen.
Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie
uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter. Man kann
Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abonnements,
damit Sie die Zeitung an Interessierte weitergeben können. Und natürlich kön-
nen Sie uns auch weiterhin mit Förderbeiträgen helfen.
Vielen Dank!
Alexander Hartmann, Chefredakteur
Bankverbindungen – Empfänger: E.I.R. GmbH, Wiesbaden
Nassauische Sparkasse Wiesbaden
IBAN: DE79 5105 0015 0114 0044 99 – BIC: NASSDE55
Postbank Frankfurt
IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07 – BIC: PBNKDEFF
Stichwort: Weiter so, Neue Solidarität!