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Ein Netzwerk erfahrener aktiver und pensionierter Militärs, Geheimdienstoffiziere und Diplomaten der USA unternimmt koordinierte Anstrengungen, um das schwer geschädigte Verhältnis zwischen Washington und Moskau zu reparieren. Zu den Hauptstreitpunkten gehören die Regimewechsel-Politik der Regierung Obama in Libyen und Syrien, der Aufbau der NATO-Raketenabwehr, die Rußlands strategisches Kernwaffenarsenal gefährdet, und die kaum verhüllte Unterstützung der USA für internationale Narko-Terror-Organisationen, die Rußland und die Länder der ehemaligen Sowjetunion mit Heroin überschwemmen und dort Terroranschläge verüben.
Lyndon LaRouche gab in seinem jüngsten Internetforum am 16. März den Bemühungen dieser Fraktion in den USA seine volle Unterstützung. Die kommende Reise des US-Generalstabschefs Gen. Martin Dempsey nach Moskau biete eine entscheidende Chance für eine Einigung der beiden größten Atommächte der Welt auf eine gemeinsame Strategie zur Kriegsvermeidung. Gen. Dempsey gehört zu den Militärführern in den beiden Nationen, die die Gefahren in der gegenwärtigen strategischen Machtprobe am besten verstehen.
Tatsächlich hat sich in den letzten zwei Woche an mehreren Fronten - u.a. Syrien, Nordkorea und Iran - die Gefahr des Abrutschens in einen großen Krieg weiter verschärft. Die Lage in Syrien ist zwei Jahre nach Beginn des von außen finanzierten Feldzugs zum Sturz der Regierung Assad immer noch ein Patt. Beim EU-Gipfel am 14.-15. März drangen der französische Präsident Hollande und der britische Premier Cameron auf eine Beendigung des Waffenembargos, das eine direkte Bewaffnung der Opposition untersagt. Nach heftigem Widerstand Deutschlands und Österreichs wurde die Entscheidung um eine Woche verschoben.
In den USA hat Außenminister Kerry angekündigt, den Rebellen für 60 Mio. Euro „nicht-tödliche“ Hilfe zu gewähren. Das völlige Versagen der westlichen Politik zeigt sich darin, daß diese Hilfe den säkularen Fraktionen der Opposition zugute kommen soll, die von den von Saudi-Arabien finanzierten, radikalen Dschihadisten verdrängt werden. Europa und die USA versuchen immer noch, die syrische Opposition unter ihre Kontrolle zu bringen, ohne in Konflikt mit den Saudis und anderen Golfstaaten zu geraten, die hinter den radikalen Islamisten stehen, wobei diese Radikalen meistens den Westen genauso hassen wie Assads Alawiten-Regime.
Am 16. März meldete die Los Angeles Times, CIA-Analysten erstellten sogar schon Listen von Terroristen unter den Rebellen in Syrien, die irgendwann mit US-Drohnen getötet werden könnten!
Die Regierung Obama weitet auch ihre Militäraktivitäten im Asien-Pazifik-Raum aus, unter dem Vorwand einer Gegenreaktion auf Nordkoreas Raketen- und Kernwaffentests und Nordkoreas Drohung mit Angriffen auf die USA als Vergeltung für neue Sanktionen des UN-Sicherheitsrats. US-Regierungsexperten geben offen zu, daß sie den gegenwärtigen Zustand der nordkoreanischen Führung nicht klar einschätzen können.
In Bezug auf den Iran wiederholte der Chef der US-Nachrichtendienste, Gen. James Clapper, am 12. März die Einschätzung, daß der Iran trotz seiner Fortschritte bei der Urananreicherung noch keine Arbeiten an einer Atombombe begonnen hat. In diesem Umfeld könnten die Resultate von Präsident Obamas Besuch in Israel entscheidend werden.
Das strategische Gesamtbild ist geprägt von regionalen Kriegen, Instabilitäten und Provokationen, bei denen leicht die Schwelle zum Weltkrieg überschritten werden kann. Genau das will die eingangs beschriebene Fraktion verhindern. Am 15. März kündigte der neue US-Verteidigungsminister Hagel an, daß die USA auf die geplante vierte Stufe ihrer Raketenabwehr in Europa verzichten, weil die Technologie zu fehlerhaft sei. Da Moskau seit langem den Verzicht auf diese Stationierung fordert, bietet sich vielleicht eine Chance auf eine Einigung, wenn Gen. Dempsey im Mai nach Moskau reist.
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