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Aus der Neuen Solidarität Nr. 42/2006

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Europa muß mit Roosevelts Amerika zusammenarbeiten

In der Zepp-LaRouche-Show erklärte die Bundesvorsitzende der BüSo in der vergangenen Woche, warum es falsch ist, Amerika sich selbst zu überlassen. Wir bringen einen Ausschnitt der einstündigen Internetsendung.

Helga Zepp-LaRouche: Das ist eine interessante Frage, denn das ist sehr verbreitet. Also, ich habe das von ganz vielen Leuten in sehr brutaler Form gehört: "Laßt die USA doch gegen die Wand knallen. Das löst nur unser Problem, und dann können wir das irgendwie reorganisieren." Und das ist eine riesige Illusion. Denn es besteht ja dann nicht nur die Gefahr einer faschistischen Diktatur in den USA, die aus so einem "An-die-Wand-Knallen" kommen könnte, und entsprechende militärische Optionen, sondern es ist auch eine falsche Analyse.

Ich habe das zwar in früheren Shows schon einmal gesagt, aber weil es immer wieder aufkommt, sage ich es einfach noch einmal: Letztlich geht es eben nicht um die USA gegen Europa oder gegen Eurasien, sondern eigentlich um ein Phänomen, was auch europäisch ist. Das heißt, es geht eigentlich um ein Wirtschaftssystem, um ein politisches und finanzielles System, das einerseits auf Venedig zurückgeht, also die Idee einer imperialen, venezianischen Struktur, die sich dann im holländisch-britischen parlamentarischen System fortgesetzt hat und mit der Idee von unabhängigen Zentralbanken und im Grunde der Kontrolle der Gesellschaft durch wenige private Interessen einhergeht.

Und das ist etwas, was die USA im Augenblick gewissermaßen wie ein Virus oder Bakterium befallen hat. Also, die Institutionen der USA sind im Augenblick wie die holländisch-britischen parlamentarischen Systeme; die Neocons wollen ganz explizit die amerikanische Verfassung ändern, sie wollen die republikanische Verfassungstradition in den USA eliminieren.

Es geht eigentlich darum, wie man in Amerika den Widerstand gegen den Übernahmeversuch imperialer Tendenzen wie denen des britischen Empire des 18. und 19. Jh., die sich in Form der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung in Richtung dieses Weltreiches entwickelt haben, stärken kann. Oder, um es mal anders auszudrücken: Es ist inzwischen jedem, der darüber nachdenkt, sehr klar, daß die wirkliche Macht nicht bei den Regierungen liegt, nicht mal bei der US-Regierung, sondern bei Super-Mega-Finanzkonglomeraten. Ich glaube, es gibt inzwischen, und ich will mich nicht auf die endgültige Zahl festlegen, etwa 400 von diesen Megakonglomeraten, Kartellen, und die haben viel mehr Macht als irgendeine Regierung. Und deshalb ist es eigentlich nur möglich, das zu lösen, wenn Amerika sich von diesem Griff befreit und zu seiner republikanischen Tradition der Amerikanischen Revolution zurückfindet.

Das geht aber selbst für Amerika nicht alleine, denn selbst wenn Amerika jetzt sagen würde: "Gut, wir machen Franklin D. Roosevelts Politik, wir gehen zurück zum New Deal, zum Bretton Woods", wäre das nicht ausreichend, sondern es braucht die Politik, die damals der Präsident John Quincy Adams formuliert hat, einer Allianz von vollständig souveränen Republiken, die in einer Prinzipiengemeinschaft zusammenarbeiten.

Europa befindet sich ja politisch in einem äußerst desolaten Zustand befindet - wenn man etwa die Regierungen von Ungarn, Tschechien, Polen anschaut, die sich in totalem Chaos befinden oder schon gar nicht mehr da sind; oder Italien. Berlin ist auch nicht gerade im besten Zustand. Wir müssen im Grunde in Europa eine Allianz von Kräften aufbauen, die mit diesem FDR-Amerika zusammenarbeitet. Dann gibt es eine Lösung. Denn nur wenn es eine Kombination von einem Franklin D. Roosevelt Amerika mit wichtigen Ländern in Eurasien gibt, nur dann kann eine Kombination gefunden werden, die stärker ist als diese Kartelle.


Die ganze Sendung finden Sie wie üblich auf der Internetseite der LaRouche-Jugendbewegung, www.wlym.de. Hier finden Sie auch den Mitschnitt einer Rede zum Thema "Oktober-Überraschung: Bereiten die USA einen nuklearen Angriff auf den Iran vor?", die Helga Zepp-LaRouche am 12. Oktober 2006 in Berlin hielt.

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Wie repariert man eine kaputte Welt? - Neue Solidarität Nr. 42/2006
Protest gegen Cheneys Erklärung zum Angriffskrieg - Neue Solidarität Nr. 42/2006
"Oktober-Überraschung" vor US-Wahlen im November? - Neue Solidarität Nr. 41/2006
LaRouche-Forum zur Weltkrise am Vorabend der US-Wahlen - Neue Solidarität Nr. 41/2006
Internetseite der LaRouche-Jugendbewegung in Deutschland

 

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