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Aus der Neuen Solidarität Nr. 41/2006

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John Train und die geheime Nebenregierung der Bankiers in Amerika

Von Jeffrey Steinberg


Die Strategische Verteidigungsinitiative (SDI)
Die Reaktion der Anglo-Amerikaner

Eine Klarstellung

Von Paris an die Wall Street

Ein dubioser Fonds

Der Anti-LaRouche-Salon

Es bleibt in der Familie

Die englische "Mutter"

Am 23. April 1983 versammelte sich im Haus des Investmentbankiers, Geheimdienstmanns und selbsternannten anglophilen "Literaten" John Train an der East Side in Manhattan ein ungewöhnliches Grüppchen: Regierungsvertreter, Journalisten, Geldgeber der politischen Rechten. Dieses Treffen von Trains "Salon" sowie zwei weitere am selben Ort im folgenden Herbst und Frühjahr dienten ausschließlich dem Zweck, eine Verleumdungskampagne gegen Lyndon LaRouche vorzubereiten - ergänzend zu Ermittlungen der Regierung gegen LaRouche und dessen politische Vereinigung wegen angeblicher "Gefährdung der nationalen Sicherheit", die seit Januar 1983 liefen.

Ihren Höhepunkt erreichten diese Machenschaften drei Jahre später in Form einer riesigen paramilitärischen Polizeirazzia bei Verlagen der LaRouche-Bewegung und LaRouches Wohnhaus in Leesburg im Bundesstaat Virginia. Dabei war beabsichtigt, einen Schußwechsel zu provozieren, in dessen Verlauf man LaRouche vielleicht ermorden könnte; glücklicherweise kam es nicht dazu.

Es folgten mehrere Strafverfahren auf Bundesstaats- und Bundesebene, die mit einer Verurteilung LaRouches und mehrerer seiner Mitarbeiter zu Gefängnisstrafen von bis zu 86 Jahren (!) führte; außerdem wurde gegen mehrere LaRouche nahestehende Verlage und eine gemeinnützige Wissenschaftsstiftung ein illegaler Zwangsbankrott verfügt.

Die Kampagne zur Ausschaltung LaRouches wurde zwar schon Monate vorher von Leuten wie Henry Kissinger, James Jesus Angleton, Jay Lovestone, Sidney Hook und Leo Cherne betrieben, doch es war ein ganz bestimmtes Ereignis - genau einen Monat vor dem ersten Treffen bei Train - , welches LaRouches Gegner bewog, diese Operationen massiv zu beschleunigen.

Die Strategische Verteidigungsinitiative (SDI)

Am 23. März 1983 stellte der amerikanische Präsident Ronald Reagan in einer landesweit übertragenen Fernsehansprache seine Strategische Verteidigungsinitiative (SDI) vor. Hysterische anglo-amerikanische wie sowjetische Medien versuchten danach in seltener Einigkeit, das Programm als "Krieg der Sterne" ins Lächerliche zu ziehen, in den USA selbst wurde es von rechten Kreisen um die Heritage Foundation, General Danny Graham und den erwähnten Angleton sabotiert.

Kaum hatte Ronald Reagan seine schicksalhaften Worte gesprochen - er bot der Sowjetunion an, gemeinsam einen weltumspannenden Schutzschild gegen Atomraketen zu schaffen - , da wußten die Kreise um Kissinger und Angleton sofort, daß das "Undenkbare" eingetreten war: Der Präsident hatte einen Plan, den LaRouche ab Mitte der 70er Jahre entworfen und 1980 in seinem Wahlkampf als Präsidentschafts-Vorkandidat in der Demokratischen Partei propagiert hatte, komplett übernommen. Mit diesem kurzen Absatz am Ende von Reagans Rede war mit einem Schlag die gesamte Struktur der sog. MAD-Doktrin der "Gegenseitigen gesicherten Vernichtung", die nach Franklin Roosevelts Tod den Kalten Krieg geprägt hatte, in Frage gestellt.

Einem Augenzeugen zufolge wußte vor der Rede nicht einmal Reagans Stabschef im Weißen Haus James Baker III., daß der Präsident den Plan für eine Raketenabwehr, der seit einem Jahr gegen den heftigen Widerstand der großen Mehrheit seiner Berater geprüft wurde, tatsächlich verkünden würde. Baker, Vizepräsident George Bush sen. und Außenminister George Shultz waren strikt dagegen, während Reagan vom Nationalen Sicherheitsberater William Clark unterstützt wurde. Baker hatte den Teil der Ansprache, der sich mit Raketenabwehr befaßte, aus der Rede gestrichen, aber Clark hatte Präsident Reagan aufgesucht und die beiden hatten die entsprechende Passage hinter Bakers Rücken wieder aufgenommen. So war die Prätorianergarde ausmanövriert, und es wurde Geschichte gemacht.

Mindestens ebenso interessant ist die Vorgeschichte: Lyndon LaRouche hatte seit einem Jahr in Absprache mit der CIA, später dem Nationalen Sicherheitsrat vertrauliche Gespräche mit Vertretern der sowjetischen Regierung geführt, um die Möglichkeit auszuloten, daß die USA und die Sowjetunion gemeinsam Abwehrsysteme auf der Grundlage neuer physikalischer Prinzipien - "Strahlenwaffen" - entwickeln, die nuklear bestückte Raketen nach dem Abschuß abfangen können.

Die Systeme zur Erfassung einfliegender Raketen und die starken Laser zu deren Zerstörung hätten die wissenschaftlichen Kapazitäten der USA, der Sowjetunion und anderer Industrienationen vor eine enorme Herausforderung gestellt, aber weil die Aussicht, das Zeitalter des "atomaren Schreckens" zu beenden, so verlockend war und weil die wissenschaftlich-technischen Lösungen in Reichweite lagen, war der Präsident von LaRouches Plan tief beeindruckt, denn Reagan bedauerte es seit vielen Jahren zutiefst, daß die Menschheit zur Geisel ultimativer Massenvernichtungswaffen geworden war.

Zwischen Ende 1981 und dem Frühjahr 1983 war LaRouche zwischen New York und Washington hin- und hergependelt, um Gespräche mit Jewgenij Scherschnew von der sowjetischen Botschaft zu führen. Nach jedem Treffen informierte LaRouche Clarkes Sonderbeauftragten Richard Morris über den Inhalt der Gespräche.

In einer Aussage in dem Prozeß gegen LaRouche und andere vor dem Bundesgericht in Virginia im November 1988 berichtete Morris über LaRouches Zusammenarbeit mit dem Weißen Haus im Zusammenhang mit sieben immer noch der Geheimhaltung unterliegenden Projekten der nationalen Sicherheit. Die amerikanisch-sowjetischen Hintergrundgespräche, die in Reagans Ankündigung am 23. März 1983 mündeten, standen ganz oben auf der Liste.

Es war ein historischer Einschnitt. Die sowjetische Regierung unter Generalsekretär Jurij Andropow lehnte zwar Reagans Angebot ab, und so begann im Bereich der "Strahlenwaffen" ein neuer Rüstungswettlauf. Aber das Zusammenwirken Reagans und LaRouches in der SDI-Frage löste Entwicklungen aus, die letztlich zum Zusammenbruch der Sowjetunion und des Warschauer Paktes führten. Gleich nach Andropows ablehnender Antwort warnte LaRouche die Sowjets: Wenn sie ihren Kurs nicht änderten, werde das sowjetische System unter der wirtschaftlichen Belastung eines eigenen Raketenabwehrprogramms und der langfristigen kulturellen und wirtschaftlichen Mängel des kommunistischen Regimes zusammenbrechen. Auch hier hatte LaRouche recht - 1989 fiel die Berliner Mauer.

Die Reaktion der Anglo-Amerikaner

Kissinger, Angleton und das anglo-amerikanische Establishment reagierten umgehend: LaRouche mußte um jeden Preis ausgeschaltet werden. Um ihn zum Abschuß freizugeben - im übertragenen wie im wörtlichen Sinn - , setzte man eine massive Medienkampagne gegen ihn in Gang, um die Bevölkerung auf spätere Übergriffe gegen LaRouche und seine Mitarbeiter einzustimmen. Die bösartige Verleumdungskampagne, die in John Trains Wohnung abgesprochen wurde, sollte auch entscheidend dazu beitragen, daß das Justizministerium LaRouche und mehrere seiner Mitarbeiter mit offenkundig manipulierten Vorwürfen anklagte. Die Großrazzia mit 400 Beamten von Bundes-, Landes- und Ortspolizei bei den Verlagen und der Wohnung LaRouches am 6. Oktober 1986 zeigt, daß es einige der führenden Personen der "Get-LaRouche"-Arbeitsgruppe wohl nicht ungern gesehen hätten, wenn LaRouche bei einem Schußwechsel getötet worden wäre, statt daß es zu einer langen Reihe von Gerichtsverfahren käme.

John Train war der Mann, den rechte Kreise der Wall Street und der Londoner City ausersehen hatten, an der Spitze der Aktionen gegen LaRouche zu stehen. Als im April 1983 das erste Treffen der "Get-LaRouche-Taskforce" stattfand, blickte Train schon auf über 30 Jahre Tätigkeit bei "schwarzer Propaganda" und kultureller Kriegführung im Dienste des rechten Flügels des anglo-amerikanischen Establishments zurück.

Anfang der 50er Jahre war Train Gründungsherausgeber des Literaturmagazins Paris Review, einem zentralen Sprachrohr des vom britischen Geheimdienst und der CIA unterstützten Kongresses für kulturelle Freiheit (CCF). Paris Review war Teil der Kampagne gegen die klassische europäische Kultur und förderte degenerierte existentialistische Literatur, postmoderne Kunst und entsprechende Musik- und Tanzrichtungen. Dies war sozusagen die "kulturelle" Seite der Rehabilitation führender Nazis und faschistischer Bankiers, die nun als "Antikommunisten" im Kalten Krieg agieren durften.

Eine Klarstellung

Es ist zwar richtig, daß die Machenschaften Trains in den letzten 50 Jahren meist eng mit Teilen der CIA (etwa dem langjährigen Leiter der Spionageabwehrabteilung James Jesus Angleton) und britischen Diensten koordiniert waren, dennoch wäre es falsch, Train als "CIA-Mann" zu betrachten. Der Journalist Sol Sanders von Business Week, ein Teilnehmer des "Anti-LaRouche-Salons", nannte ihn "den letzten der ,Old Boys' der CIA an der Wall Street", aber in Wirklichkeit ist Train viel eher das, was Präsident Franklin Roosevelt einen "amerikanischen Tory" nannte. Damit meinte Roosevelt die Fraktion der Wall Street, deren Loyalität allein bei der anglo-amerikanischen Finanzoligarchie liegt, die schon immer gegen die Amerikanische Revolution und Verfassung war und in den Regierungen höchstens willfährige Werkzeuge im Dienste der mächtigen "Familien" sieht.

Es gibt dazu eine vielsagende Anekdote aus Trains Studienzeit an der Universität Harvard: Während einer Gedenkfeier für den berühmten Ritt von Paul Revere sei er plötzlich in der Uniform der britischen Rotröcke aufgetaucht und habe unter dem Beifall einiger Kommilitonen Beleidigungen gegen die amerikanischen Revolutionäre gerufen.

Trains enge Beziehungen zur CIA und anderen Diensten hängen damit zusammen, daß nach Franklin Roosevelts Tod im Office of Strategic Studies (OSS), dem Vorläufer der CIA, in einer großen Säuberung die meisten standfesten Patrioten entlassen oder degradiert wurden, um nie wieder einflußreiche Positionen zu erhalten.

Das ist das Erbe von Allan Dulles, James Jesus Angleton und vielen weniger bekannten anglophilen Geheimdienst-Mandarinen, die der Oligarchie dienten. Im Falle von Dulles und Angleton waren es besonders ihre Verbindungen aus der Vorkriegszeit zum europäischen Faschismus und zur Synarchistischen Internationale, die sie zu maßgeblichen Werkzeugen der anglo-amerikanischen Oligarchie innerhalb der amerikanischen Regierungsinstitutionen und Nachrichtendienste machten. Lyndon LaRouche hat es einmal so formuliert: "Eine geheime Regierung der Bankiers hat die rechtmäßige Regierung der Vereinigten Staaten und vieler anderer Nationen auf der Welt unterwandert."

John Trains Stammbaum als "amerikanischer Tory" reicht zurück ins 19. Jh. zu Enoch Train, dem Verbindungen zum Opiumhandel in Neuengland nachgesagt werden. Ein anderes prägendes Element ist die Frühphase des Bankenkartells J.P. Morgan in New York und London. Trains Großvater mütterlicherseits gehörte zu den Gründungspartnern von Morgan und war ein enger persönlicher Verbündeter J.P. Morgans, er war für die Eisenbahnspekulationen von Drexel Morgan zuständig. Ein Großonkel namens Charles Francis Train gilt als Finanzbetrüger, der an der Bank Crédit Mobilier beteiligt war, bei der amerikanischen Eisenbahnspekulation groß mitmischte und 1871 bei der Pariser Kommune auftauchte.

1961 heiratet John Train Maria Teresa Cini di Pianzana aus Florenz. Nach Angaben eines engen Freundes der Familie war sie eine vehemente Unterstützerin von Prinz Valerio Borghese, genannt "der schwarze Prinz", der Ende der 60er und in den 70er Jahren an mehreren neofaschistischen Umsturzversuchen gegen die italienische Regierung beteiligt war. Borghese war Marineoffizier, hartgesottener Mussolini-Anhänger und kämpfte in der von den Nazis gestützten "Republik von Salò" in Norditalien an der Seite von SS-General Karl Wolff gegen die Partisanen und die Alliierten. Wolff schloß mit Allan Dulles, der damals OSS-Resident in der Schweiz war, ein separates Waffenstillstandsabkommen, das vielen prominenten Nazis und Faschisten den Weg in ihre Nachkriegskarrieren ebnete. Viele Nazis konnten sich nach Südamerika absetzen, wo sie bis in die 70er Jahre hinein oft an rechtsgerichteten Staatsstreichen, Todesschwadronen und Diktaturen beteiligt waren.

Borghese wurde von italienischen Partisanen festgenommen, aber der OSS-Offizier James Jesus Angleton bewahrte ihn vor der Hinrichtung, steckte ihn in eine amerikanische Uniform und brachte ihn nach Rom, wo er verhört, inhaftiert, später aber wieder freigelassen wurde.

Von Paris an die Wall Street

Nach seiner Rückkehr aus Paris wurde Train in New York Partner in der Wallstreet-Firma Train Cabot. Wenig später gründete er sein eigenes Wallstreet-Unternehmen namens Smith Train Counsel, das sich auf die Verwaltung großer Familienvermögen spezialisierte.

In dieser Zeit wurde Train ein Anhänger und Mitarbeiter des britischen Ökonomen Cyril Northcote Parkinson, der die Abschaffung der Nationalstaaten und die Wiedereinführung der Monarchie befürwortete. So arbeitete Northcote Parkinson bei dem "Eurotopia"-Projekt mit dem holländischen Biermagnaten Alfred Heineken zusammen: Die Nationalstaaten Europas sollten in 75 Ministaaten aufgespalten und von Fürstenhäusern regiert werden. In einer Schrift aus dem Jahre 1992 bemerkt Heineken: "Professor Parkinson zweifelt an einem vereinigten Europa, das aus den derzeitigen Nationen besteht, da diese Nationen von ganz unterschiedlicher Größe, Bevölkerungszahl und wirtschaftlicher Bedeutung wären. Er setzt daher darauf, die existierenden Nationen in kleinere Staaten gleicher Größe und Bedeutung aufzuspalten, was zu einer eher ausbalancierten Einheit auf Bundesebene führe."

Drei Jahre nach der Veröffentlichung des "Eurotopia"-Plans setzte sich die italienische Lega Nord für die Aufspaltung Italiens in mehrere Kleinstaaten ein, genau im Sinne Parkinsons und Heinekens.

Wie Train berichtet, hatte Northcote Parkinson für die USA nicht weniger radikale Pläne. Die Pflichten des amerikanischen Präsidenten seien "unmöglich", vergleichbar der Arbeitsbelastung von Königin und Premierminister in Großbritannien zusammengenommen. Möglicherweise haben seine Vorschläge für die Reform des Präsidentenamtes das derzeitige Weiße Haus unter Bush und Cheney beeinflußt, wo der Vizepräsident praktisch als Premierminister agiert. Northcote Parkinson forderte darüber hinaus, der Kongreß solle nur geheim abstimmen, um die Abgeordneten von ihren Wählern unabhängig zu machen. Und auch die USA sollten, analog zum Eurotopia-Plan, in Kleinstaaten dezentralisiert werden.

Seinen größten öffentlichen Ausrutscher leistete sich Parkinson 1969, als er das Spandauer Gefängnis besuchte und mit einem der letzten dort inhaftierten Kriegsverbrecher, Hitlers Rüstungsminister Albert Speer, dinierte. "Speer erklärte, er habe meine Prinzipien bereits vor mir ersonnen", wird Parkinson später zitiert. Vielleicht hatte er damit sogar recht.

Ein dubioser Fonds

1987, als die "Arbeitsgruppe gegen LaRouche" schon auf vollen Touren lief, gründete Train den Northcote-Parkinson-Fonds, eine als gemeinnützig eingestufte Einrichtung, die von den Büroräumen der Firma Smith Train Counsel aus arbeitete. In den ersten zehn Jahren war Midge Decter Schatzmeisterin des Fonds. Sie ist die Ehefrau des Ur-Neokonservativen Norman Podhoretz und Schwiegermutter von Elliot Abrams, der im Rahmen der Iran/Contra-Affäre verurteilt wurde und heute die Abteilung Mittlerer Osten des Nationalen Sicherheitsrates leitet. Zur gleichen Zeit war Decter auch Geschäftsführerin des "Komitees für eine freie Welt", Mitglied des berüchtigten "Committee on the Present Danger", Treuhänderin der Heritage-Stiftung und gehörte zum Aufsichtsgremium des Hoover-Instituts.

Das Anfangskapital des Fonds stammte von der Bradley-Stiftung, einem der wichtigsten Geldgeber der neokonservativen Bewegung, die auch die Verbreitung der Ideologie des Nazi-"Kronjuristen" Carl Schmitt an amerikanischen Rechtsfakultäten fördert.

Der Northcote-Parkinson-Fonds ist offenbar so etwas wie eine Gelddurchlaufstelle für schmutzige Operationen - wie die gegen LaRouche.

Neben Geldern der Bradley-Stiftung, der Olin-Stiftung und der Ford-Stiftung hat der Northcote-Parkinson-Fonds auch jährliche Fördergelder von einem Unternehmen namens ISI Enterprises in Chevy Chase (Maryland) erhalten. Die Eigentümer des Unternehmens sind Barbara und Michael Ledeen sowie ein gewisser Dr. Stephen Bryen, der frühere Leiter des Jüdischen Instituts für Nationale Sicherheitsangelegenheiten (JINSA). Bryen stand in den 70er Jahren im Verdacht, für Israel spioniert zu haben, wurde aber nicht angeklagt. Dann war Bryen Mitarbeiter von Richard Perle im Pentagon. Ledeen, ebenfalls aus der Iran/Contra-Affäre bekannt, propagiert einen "Universalfaschismus" und setzt sich derzeit vehement für einen amerikanischen Angriff auf den Iran ein.

Der Northcote-Parkinson-Fonds stellt Gelder für Destabilisierungsoperationen bereit, die besonders auf Staaten des früheren Sowjetblocks abzielen. Meist geschieht das in Zusammenarbeit mit dem International Rescue Committee (IRC) und dem Freedom House. Gründer und Leiter dieser beiden Einrichtungen war Leo Cherne, ein langjähriger Verbündeter Trains, der auch eng mit Jay Lovestone zusammenhing. Cherne und Lovestone waren in den 20er und 30er Jahren in der Kommunistischen Internationale aktiv. Train gehört seit vielen Jahren zusammen mit Felix Rohatyn zum Beirat des IRC.

Der bekannte russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn wird als Mitglied einer Jury des Northcote-Parkinson-Fonds aufgeführt, die jährlich einen mit 50 000 Dollar dotierten "Preis für Zivilcourage" vergibt. Der Northcote-Parkinson-Fonds bezeichnet sich selbst als Initiator der "Stiftung für ein freies und demokratisches Bulgarien", deren Leiter John Dmitrij Panitza ebenfalls der Preisjury angehört.

An anderen Juroren sieht man, welche engen Bindungen Train zu den höheren Etagen des britischen imperialen Establishments unterhält. Einer ist John Chipman, der Direktor des Internationalen Instituts für strategische Studien (IISS) in London. Edward J. Streator, Vorstandsmitglied des Northcote-Parkinson-Fonds, war ein hoher Diplomat an der US-Botschaft in London, sitzt im Vorstand des IISS und ist ein Direktor der Ditchley-Stiftung, einer elitären, britisch-amerikanisch-kanadischen Denkfabrik. Streator ist zugleich Vorsitzender der Neuen Atlantischen Initiative (NAI), einem Projekt mit Sitz im American Enterprise Institute (AEI), das transatlantische, rechtsgerichtete Politoperationen koordiniert. Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher, Henry Kissinger, George Shultz, Jeanne Kirkpatrick und die erwähnte Midge Decter sind bei NAI aktiv.

John Train ist auch einer der sechs Direktoren des Paul-Klebnikov-Fonds, der gegründet wurde, nachdem Trains Schwiegersohn Klebnikov im Juli 2004 in Moskau ermordet worden war. Paul Klebnikov war der Moskauer Korrespondent des Wirtschaftsmagazins Forbes. Zum Vorstand des Klebnikov-Fonds, der sich für "unabhängige" Medien in Rußland und anderen Staaten der früheren Sowjetunion einsetzt, gehört auch Boris Jordan, einer der erfolgreichsten "Oligarchen" Rußlands in der Frühphase des postsowjetischen Rußlands unter Boris Jelzin. Über seine Renaissance Capital Group hatte der in Amerika geborene Russe Millionen der Anteilscheine privatisierter Staatsunternehmen aufgekauft, die an die russischen Bürger ausgegeben worden waren. So konnte Jordan einige der lukrativsten früheren Staatsbetriebe zu einem Bruchteil ihres Wertes in seinen Besitz bringen. Heute leitet Jordan die Unternehmensgruppe Sputnik in Moskau.

Jordan und Klebnikov gehörten zum Kreis der "weiß-russischen" Exilanten in New York City, die enge Kontakte zur Familie Train unterhielten, wie ein Insider berichtete. Diese New Yorker "Weiß-Russen" haben auch James Jesus Angleton während dessen langer Amtszeit als Direktor der CIA-Spionageabwehr oft gedient.

Zu der Zeit, als er die Aktivitäten gegen LaRouche koordinierte, gehörte Train auch zu den wichtigsten Geldgebern des Afghanischen Hilfskomitees (Afghan Relief Committee, ARC), einem Projekt des International Rescue Committee. Das ARC war Teil des umfangreichen privatisierten Geheimdienstapparates, der die verdeckten Kriege der Reaganära organisierte. Das ARC, das seinen Sitz in den Büros von Trains Firma Smith Train Counsel in Manhattan hatte, unterstützte den berüchtigtsten Drogenbaron unter den afghanischen Mudschaheddin, Gulbuddin Hekmatjar, der sich später mit den Taliban verbündete und immer noch einer der wichtigsten afghanischen Heroinbosse ist.

Der Anti-LaRouche-Salon

Recherchen von EIR über einen Zeitraum von 20 Jahren haben aus Augenzeugenberichten und Gerichtsdokumenten viel von dem rekonstruieren können, was sich auf den drei Treffen der "Get LaRouche"-Arbeitsgruppe abspielte. Midge Decter erklärte 1986 in einem Gespräch, Train habe über Jahrzehnte viele Operationen wie die gegen LaRouche organisiert. Angesichts der engen Verbindung Trains zum paranoiden Spionageabwehrchef Angleton überrascht es nicht, daß auf solchen Treffen die meisten Zielpersonen oder -gruppen als "KGB-Agenten" oder sonstwie "kommunistisch-subversiv" hingestellt wurden. Die Treffen der Arbeitsgruppe gegen LaRouche bildeten dabei keine Ausnahme.

John Rees, der an allen drei Besprechungen der Arbeitsgruppe teilnahm und seit langem zum Umfeld Trains und Angletons gehört, beschrieb die Operation gegen LaRouche als Fortsetzung eines früheren Projekts von Trains Salon gegen das Institut für politische Studien (IPS), eine linke Denkfabrik in Washington, die als Tarnunternehmen der Sowjets hingestellt wurde. Ein Buch von Steven Powell über das IPS aus dem Jahr 1987, Covert Cadre ("Verdeckter Kader: Im Innern des Instituts für politische Studien"), ging auf Trains Salon zurück, der Autor nennt John Train und ein unveröffentlichtes Manuskript Trains über das IPS als wesentliche Quellen für sein Buch.

Rees verkörperte die Grauzone zwischen illegalen Operationen gegen Kritiker der US-Regierung und verschiedenen "privaten" Geheimdienstaktivitäten. Aus den Unterlagen der US-Steuerbehörde IRS und institutseigenen Broschüren geht hervor, daß das von Rees geleitete "Maldon-Institut" von Richard Mellon Scaife und der Anti-Defamation League of B'nai B'rith (ADL) finanziert wurde. Zugleich war Rees auch als Informant des Washingtoner FBI-Büros tätig, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht (Nr. WF-5728-S).

Wer nahm nun noch an den Sitzungen der Arbeitsgruppe gegen LaRouche teil? Zu den Journalisten großer Establishmentmedien zählten Sol Sanders von Business Week, der mit Midge Decter das Komitee für die Freie Welt gründete, die NBC-TV-Produzentin Pat Lynch, die Reporterin des Wall Street Journal Ellen Hume, der Reader's Digest-Redakteur Eugene Methvin und Peter Spiro von The New Republic.

Weitere Teilnehmer waren: Chip Berlet, der ehemalige Leiter des Washingtoner Büros des Magazins High Times - der in dieser Zeitschrift einen Verleumdungsartikel gegen LaRouche mit der Überschrift "Er will euch eure Drogen wegnehmen" verfaßt hatte. Dann Dennis King, ein Schreiberling aus dem Umfeld Roy Cohns, des berüchtigten New Yorker Unterweltsanwalts und früheren Beraters des "Kommunistenjägers" Senator Joe McCarthy. Auch Russell Bellant, der für die vorgeblich "linke" Anti-CIA-Zeitschrift Counterspy schrieb, war mit von der Partie.

King, Berlet und Bellant hatten sich schon früher gegen LaRouche zusammengetan und ein Jahr vor dem ersten Treffen bei Train gefordert, daß das Justizministerium Ermittlungen gegen LaRouche einleiten solle. Wie Teilnehmer des Treffens berichteten, erhielt King den Auftrag, ein Buch über LaRouche zu schreiben, wofür ihm Geld versprochen wurde. Das Machwerk ist tatsächlich später erschienen, versehen mit einem Dank an Train und finanziert mit Geldern der Liga für Industrielle Demokratie und der Smith-Richardson-Stiftung.

Nach Angaben mehrerer Teilnehmer waren auf den Treffen bei Train auch einige "Herren mit Regierungsverbindungen" anwesend. Einer dieser Männer war Roy Godson, damals Berater des Nachrichtendienstlichen Beirats des Präsidenten (PFIAB), des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) sowie der Propagandabehörde United States Information Agency (USIA). Godson sah sich selbst als "Experten" für "sowjetische aktive Maßnahmen" und versuchte wiederholt, zusammen mit dem früheren CIA-Beamten Donald Jamieson und dem USIA-Analysten Herbert Romerstein, das von LaRouche gegründete Nachrichtenmagazin EIR als sowjetisches Frontorgan zu verunglimpfen.

Mira Lansky Boland und Leonard Sussman von der ADL nahmen an den Sitzungen der "Get LaRouche"-Arbeitsgruppe ebenfalls teil, zusammen mit der rechten Autorin Rael Jean Isaac und dem Oberhaupt der Mellon-Familie Richard Mellon Scaife, der gerne und großzügig Vorhaben der politischen Rechten finanziell unterstützte. Die von Richard Mellon Scaife gelenkten Stiftungen finanzierten regelmäßig Vorhaben Trains ebenso wie die große Kampagne gegen Präsident Bill Clinton, die zu dem Absetzungsverfahren gegen Clinton im Repräsentantenhaus führte. Wenn Hillary Clinton recht hat mit ihrer Behauptung, hinter den Angriffen gegen die Präsidentschaft ihres Mannes stehe eine "riesige rechte Verschwörung", dann war Mellon Scaife in dem Komplott der Kassenwart.

Virginia Armat, eine frühere Redakteurin von Reader's Digest, erstellte zwei Flußdiagramme, die belegen sollten, daß LaRouches Organisation ein "Werkzeug der Sowjets" sei und "die Errichtung einer amerikanischen Diktatur, eine Säuberung von Juden und allen britischen Einflüssen sowie die Militarisierung der Gesellschaft" anstrebe.

Bis Ende der 80er Jahre veröffentlichte jeder der Journalisten, die an der ersten Sitzung bei Train teilgenommen hatten, mindestens einen größeren Verleumdungsartikel gegen LaRouche in einer größeren Zeitung, Zeitschrift oder Fernsehsendung. Sogar Dennis King durfte sich auf der Kommentarseite des Wall Street Journal auslassen und veröffentlichte geheime Interna aus dem damals laufenden Ermittlungsverfahren gegen LaRouche und einige seiner Mitarbeiter, das gut ein Jahr nach der ersten Sitzung bei Train eröffnet worden war.

Daß LaRouche als "sowjetischer Maulwurf" verleumdet wurde, hatte sowohl ideologische als auch praktische Gründe. Präsident Reagan hatte kurz nach dem Amtsantritt die Präsidialdirektiven 12333 und 12334 unterzeichnet, welche Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden ermächtigten, private Organisationen oder Bürger quasi als Hilfssheriffs gegen angebliche Staatsfeinde anzuheuern. Unter den Direktiven 12333 und 12334 wurde zahllose Operationen durchgeführt. Eine davon war der Iran/Contra-Skandal, der Reagans Präsidentschaft beinahe vorzeitig beendet hätte, und die "Arbeitsgruppe gegen LaRouche" war eine andere.

Als am 6. Oktober 1986 einige hundert Polizisten, verstärkt mit gepanzerten Fahrzeugen und Hubschraubern, das Anwesen in Leesburg (Virginia) umzingelten, in dem Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche wohnten, verhinderte nur ein Telegramm, das LaRouche an Präsident Reagan persönlich sandte, einen tödlichen Anschlag auf LaRouche. So wurde auf Plan B, die manipulierten Anklagen, zurückgegriffen.

Präsident Reagan hatte sicher nichts mit der "Get LaRouche"-Arbeitsgruppe zu tun. Schließlich hatte er im Zusammenhang mit der SDI und anderen Projekten, die für die nationale Sicherheit relevant waren, mit LaRouche zusammenarbeitet. Das unterstreicht, daß die Kampagne gegen LaRouche von Stellen außerhalb der Regierung ausging und sich einiger Elemente aus den Strafverfolgungsbehörden und der Geheimdienste bediente, zu denen Train, Angleton, Kissinger, Cherne, Lovestone usw. Zugang hatten.

Ted Morgan veröffentlichte 1999 eine Biographie des berüchtigten Jay Lovestone - des Komintern-Agenten, der sich zum CIA-Mann "wendete". Darin enthüllt er, Lovestone habe sich in den 80er Jahren mit Angleton und Kissinger zu einer privaten Verschwörung gegen LaRouche zusammengetan. Kurz nach Veröffentlichung des Buches erklärte Morgan gegenüber einem Journalisten, diese Information habe er von John Train persönlich erhalten.

Es bleibt in der Familie

Eine der Behauptungen in der Verleumdungskampagne gegen LaRouche lautete, dieser "fanatische kommunistische Agent" habe seine Organisation in eine Sekte verwandelt, die neue Mitglieder mit ausgeklügelten, psychologischen Tricks der Sowjets indoktriniere. Für die Verbreitung dieser Verleumdung ("LaRouche-Sekte") bediente sich Train einer anderen Komponente des öffentlichen und privaten anglo-amerikanischen Geheimdienstapparates: der American Family Foundation (AFF), die sich heute "Internationale Vereinigung zur Untersuchung von Sekten" (International Cultic Studies Association, ICSA) nennt.

Die AFF entstand Ende der 70er Jahre im Rahmen einer Umgruppierung eines Netzwerks von Psychiatern und Soziologen, die vom Pentagon und der CIA bezahlt wurden. Sie waren in geheimen Regierungsprogrammen tätig, die mit "geistiger Kontrolle" und dem Einsatz "bewußtseinsverändernder" Drogen zu tun hatten. Unter CIA-Direktor William Colby (1973-76) wurden die schlimmsten Auswüchse - so die Projekte "MK Ultra" oder "Artischocke" - eingestellt und Angleton entlassen. Tatsächlich wurden sie in den privaten Sektor verlagert, in Organisationen wie die AFF und das Cult Awareness Network (Netzwerk Bewußtsein über Sekten, CAN).

Der Massenselbstmord der Anhänger der Jim-Jones-Sekte in Jonestown 1978, bei dem fast tausend Menschen starben, sorgte in der Öffentlichkeit für Entsetzen und große Angst vor Sekten. Einige Veteranen des MK-Ultra-Projekts wie Dr. Louis J. West und Margaret Singer waren nun als "Sektenexperten" unterwegs und boten ihre Dienste als "Deprogrammierer" an.

Die AFF wurde vor allem über ein Netz von Stiftungen mit engen Beziehungen zu John Train finanziert. Die Achelis- und die Bodman-Stiftung, beide gemeinnützige Treuhandfonds der Familie Bodman, werden von John N. Irwin III und Walter Curley, einem früheren US-Botschafter in Frankreich, geleitet. Irwin III ist der Sohn von John Irwin II, eines führenden Beraters Henry Kissingers im US-Außenministerium und Verwandten des IBM-Gründers Thomas "Pop" Watson, der in der Truman-Ära vorgeschlagen hatte, die CIA als private Einrichtung der Wall Street und der amerikanischen Weltkonzerne zu betreiben. Die Achelis- und die Bodman-Stiftung finanzieren auch den Northcote-Parkinson-Fonds und den SPES-Treuhandfonds in London, der wiederum den argentinischen AFF-Ableger, Servicio Para Esclarecimiento en Sectas, finanziert.

Train, John Irwin II und Curley sind führende Persönlichkeiten in der French American Foundation, einer Eliteorganisation französischer und amerikanischer Diplomaten und Finanziers, über die Train seine "French Connection" seit seinen Pariser Tagen als Herausgeber von Paris Review aufrechterhielt. Edward Hallam Tuck, 2001 ein Treuhänder des Northcote-Parkinson-Fonds, war von 1988-95 Vorsitzender der Stiftung.

Der erwähnte Direktor des Northcote-Parkinson-Fonds, Edward Streator, sitzt im Gouverneursrat der Ditchley-Stiftung zusammen mit Baronin Liz Symons of Vernham Dena - frühere Staatssekretärin unter Tony Blair, Freundin der Ehefrau des amerikanischen Vizepräsidenten Lynne Cheney und maßgeblich Beteiligte einer von der AFF gelenkten Verleumdungskampagne gegen LaRouche.

Die englische "Mutter"

Vor allem aber gehört John Train zu jener besonderen Spezies "amerikanischer Tories", für welche die Bindung an die Finanzoligarchie der Londoner City, die Nachrichtendienste und politischen Einrichtungen des britischen Commonwealth immer Vorrang hat. Auch Trains persönliches Finanzimperium hat seinen Schwerpunkt eher in England und Kontinentaleuropa als in den USA. 1984 erwarb der English Association Trust (EAT) aus London einen 50%-Anteil an Trains Wallstreet-Firma Train Smith Counsel, die zuvor zu 75% in seinem Besitz war. EAT ist ein 100 Jahre altes Unternehmen und eine Tochter der English Association Group (EAG), die sich auf britische Übernahmen amerikanischer Unternehmen spezialisiert hat. EAG wiederum war damals eine Tochter der PK Banken aus Schweden.

Mit dem Erwerb der Anteile von Train Smith Counsel traten zwei EAT-Direktoren in den Vorstand der New Yorker Finanzfirma ein, und Train kam in den Vorstand von EAT. Bei den beiden britischen Direktoren handelte es sich um Richard Cox-Johnson und Roderick Macleod. Cox-Johnson, Vorstandschef von EAG und EAT und Direktor bei der PK Banken, hatte früher bei NM Rothschild-Bank gearbeitet. Macleod war Seniorpartner bei Carr Sebag & Co.

1993 wurde Train Smith Counsel, inzwischen in Train Babcock Advisors umbenannt, erneut transformiert. Der Mehrheitsanteil des Unternehmens wurde von einer anderen Finanzfirma mit besten Verbindungen in die oberen Etagen der Londoner City erworben - der Concord International Investment Group. Letztere war ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen von Mohammed Saleh Younes und der Bank Baring Brothers. Younes war Vorstandschef der New Yorker Niederlassung der Bank Baring Brothers & Co. und zugleich ein Direktor des Mutterhauses in London. Baring Brothers wurden später vom holländischen Banken- und Versicherungskonzern ING übernommen. Der in Ägypten geborene Younes erwarb an der Harvard Business School seinen akademischen Grad und wurde dann Chef von Kidder Peabody International, einem mit J.P. Morgan verbundenen Unternehmen, bevor er dann zusammen mit Baring 1986 Concord gründete.

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Wo ist unsere Kultur geblieben? - Neue Solidarität online
John Train, der "Doge der Wall Street" - Neue Solidarität Nr. 39/2006
Die seltsame Sekte hinter dem Lügenfilm zum 11.9. - Neue Solidarität Nr. 39/2006

 

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