* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Gehe zu ... Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum

Artikel als
=eMail=
weiterleiten

Aus der Neuen Solidarität Nr. 26/2006

Jetzt
Archiv-CD
bestellen!

  Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken

LaRouche zum SCO-Gipfel

"Der sich anbahnende Zusammenbruch des IWF-Finanzsystems der Zeit ab 1971 stellt eine der Epochen der Weltgeschichte dar, in der plötzliche große Veränderungen der Beziehungen zwischen den Nationen zur alles entscheidenden Herausforderung für alle Völker und ihre Regierungen werden. Langfristige Zusammenarbeit um die SCO herum ist ein notwendiger Baustein für ein neues Weltsystem der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen absolut souveränen Nationen.

Kennzeichnend für die Wende in den weltweiten monetären und finanziellen Trends im 2. Quartal 2006 ist die Kombination aus einer hyperbolischen Beschleunigung der Preise für Grundrohstoffe und einem zunehmenden Trend zu Zusammenbrüchen einzelner Hedgefonds und verwandter Interessen. Diese Lage bringt die ganze Welt in die Gefahr eines raschen kettenreaktionsartigen Zusammenbruchs des derzeitigen Weltsystems, vergleichbar mit dem Zusammenbruch der Lombardischen Liga, der in das finstere Zeitalter des 14. Jh. mündete. Nur eine grundlegende Änderung des Währungs- und Finanzsystems der Welt kann diesen Zusammenbruch noch aufhalten.

Die Alternative zum Zusammenbruch muß den erfolgreichen Maßnahmen des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt 1933-45 folgen. Souveräne Regierungen müssen die derzeitigen Zentralbanksysteme reorganisieren, dabei verschiedene Mittel langfristiger Kreditschöpfung für Verbesserungen des Realkapitals der öffentlichen Infrastruktur zum Einsatz bringen und kapitalintensive Investitionen in fortgeschrittenere Technik vornehmen. Das kann geschehen, indem Regierungen entweder dem amerikanischen Verfassungssystem absoluter Souveränität in Währungsfragen folgen, oder im Zuge langfristiger Kreditabkommen zwischen souveränen Regierungen Kredit schaffen.

Langfristige Kredite zu niedrigen Zinskosten machen die Rückkehr zu einem System fester Wechselkurse wie beim ursprünglichen Bretton Woods-System unabdingbar. Wenn diese dringend erforderlichen Schritte unternommen werden, wird eines der Resultate sein, daß Eurasien zum Dreh- und Angelpunkt der sich entwickelnden Weltwirtschaft wird. Europa und die USA müssen dann ihre langfristige Wirtschaftspolitik auf Aufgaben ausrichten, die den ganzen 'Entwicklungssektor' der Welt, Asien, Mittel- und Südamerika und Afrika auszeichnen. Die Verbesserung des Realkapitals durch langfristige Investitionen in Asien, angefangen mit China und Indien, wird zum zentralen Aspekt der weltwirtschaftlichen Entwicklung werden.

Entscheidend an einem solchen realwirtschaftlichen Programm ist die Bedeutung von Rußlands wissenschaftlichem Erbe für die biogeochemische Entwicklung sog. 'natürlicher' Rohstoffe sowie der zunehmende Einsatz von Kernspaltung und Kernfusion als unverzichtbares Mittel zur Lösung der sich zuspitzenden Krise, um eine Weltbevölkerung, die nach Entwicklung hungert und die in etwa einer Generation acht Milliarden Menschen umfassen wird, ausreichend mit Wasser und Grundrohstoffen zu versorgen.

Die neue Weltwirtschaft, die sich rasch aus der Asche des derzeitigen Währungs- und Finanzsystems erheben muß, muß um den Grundgedanken der maßgeblichen Rolle Eurasiens für eine Perspektive der gleichen Ziele für die ganze Welt organisiert werden. In der Sprache der von G.W. Leibniz gegründeten Wissenschaft der physischen Ökonomie bedeutet dies eine Politik der Steigerung der potentiellen relativen Bevölkerungsdichte der Erde durch kapitalintensive Investitionen in Infrastruktur und Güterproduktion. Die Entwicklung engerer Bindungen zwischen den souveränen Staaten Eurasiens, wobei man Rußlands natürliche Stellung als eine führende eurasische Nation nutzt, ist also der sich anbietende politische Hebel, um heute die erforderliche politische Neuorientierung der ganzen Erde zu beschleunigen."

Lesen Sie hierzu bitte auch:
SCO: Baustein eines neuen Weltwirtschaftssystems - Neue Solidarität Nr. 26/2006
Helga Zepp-LaRouche: Aufruf für ein "Neues Bretton Woods" - Neue Solidarität Nr. 18/2006
Kernthema: Neues Bretton Woods - Neue Solidarität online
SCO mit neuem weltpolitischen Gewicht - Neue Solidarität Nr. 25/2006
Jetzt sind die Aktienmärkte dran - Neue Solidarität Nr. 25/2006
Geschichte des Kampfes für ein Neues Bretton Woods - Internetseite des Schiller-Instituts

 

Aktuelle Ausgabe Diese Ausgabe Kernthemen Suchen Abonnieren Leserforum