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Aus der Neuen Solidarität Nr. 52/2004

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Eine 35 000 Jahre alte Elfenbeinflöte

Das älteste Musikinstrument der Menschheit steht im Zentrum einer Ausstellung, die bis zum 30. Januar 2005 im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart zu sehen ist.

Die rund zehn Zentimeter lange und nur elf Millimeter breite Schwanenflügelknochen-Flöte stammt aus der Höhle Geißenklösterle bei Blaubeuren. Die Flöte wurde gemeinsam mit den schon länger bekannten Kleinplastiken im Geißenklösterle gefunden. Mit einem Alter von mindestens 35 000 Jahren ist sie das älteste bekannte Musikinstrument.

Mitte der 70er Jahre wurden die ersten Bruchstücke gefunden und bei Ausgrabungen Anfang der 90er Jahre konnten weitere Fragmente hinzugefügt werden - mittlerweile sind die wissenschaftlichen und restauratorischen Arbeiten durch das Urgeschichtliche Institut der Universität Tübingen soweit vorangegangen, daß das Stück ausgestellt werden kann. Aus 23 Fragmenten zusammengesetzt, sind von der Flöte heute noch ca. 13 cm erhalten. Rekonstruieren läßt sich eine aus einem Schwanenknochen gearbeitete und verzierte Längsflöte mit mindestens drei Löchern. Die Glättung der Oberfläche, die Löcher, die Kerbverzierung werden als technische Meisterleistung unserer Vorfahren eingestuft.

Die eiszeitliche Umwelt und die archäologischen Zusammenhänge sollen dem Besucher anhand paläontologischer und archäologischer Funde vermittelt werden. Wenige, besonders anschauliche Schlüsselexponate, sollen wesentliche Aspekte der intellektuellen Möglichkeiten des Menschen im frühen Jungpaläolithikum (Aurignacien) erkennbar machen, die nicht geringer als unsere heutigen waren. Neben Vorträgen, verschiedenen Themenführungen und einem Flötenbau-Workshop wird auch ein Konzert angeboten, bei dem auf einem Nachbau der Flöte gespielt wird.

Das Gebiet an der oberen Donau mit den Höhlen der Schwäbischen Alb war ein Zentrum der kulturellen Entwicklung des modernen Menschen. Bei Ausgrabungen seit 1973 wurden in vier Höhlen (Höhle Fels, Vogelherd, Hohlenstein-Stadel und Geißenklösterle) bisher 18 Elfenbeinfiguren gefunden, die zu den ältesten figürlichen Darstellungen der Menschheit gehören.

(Mit uralten Höhlenmalereien befaßte Dino De Paoli sich in dem Artikel "Schon vor 30 000 Jahren war der Mensch Forscher und Künstler", der in Neue Solidarität Nr. 6/2004 erschien.)

 

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