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Aus der Neuen Solidarität Nr. 22/2004

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Aus Reden des Pythagoras


Aus der Rede des Pythagoras an die Ratsherren, den Senat
Aus der Rede des Pythagoras an die Knaben

Aus der Rede des Pythagoras an die Frauen

Aus der Rede des Pythagoras an die Ratsherren, den Senat

"Fasset das Vaterland als ein Pfand auf, das ihr gemeinsam von der Mehrheit der Mitbürger empfangen habt. Verwaltet es daher so, daß eure Vertrauenswürdigkeit auch auf eure Erben übergehen kann. Dies wird sicher eintreten, wenn ihr euch allen Bürgern gleichstellt und nur in der Gerechtigkeit ihnen etwas voraushabt. Denn, weil die Menschen wissen, daß jeder Ort noch der Gerechtigkeit bedarf, erzählen sie sich den Mythos, neben Zeus stehe Themis, neben Pluto Dike, und in den Staaten habe das Gesetz dieselbe Stellung inne, damit, wer nicht in Gerechtigkeit das tut, wozu er bestimmt ist, sich zugleich als Frevler am ganzen Kosmos erweise... Denjenigen halte ich für den Besten, der von sich aus das Nutzbringende voraussehen kann, für den Zweitbesten, wer aufgrund fremder Erfahrungen das Förderliche erkennt, für den Schlechtesten aber, wer abwartet, bis er durch eigenes Unglück verspürt, was das Bessere gewesen wäre. Wer sich eifrig einsetzen will, wird nicht fehlgehen, wenn er sich die Sieger im Wettlauf zum Vorbild nimmt. Denn auch sie tun den Gegenspielern nichts Böses, sondern trachten nur danach, selbst den Sieg zu erlangen. Ebenso steht es den Politikern an, nicht den Widersprechenden übel zu wollen, sondern diejenigen zu fördern, die auf sie hören. Wem es um wahrhaft guten Ruhm zu tun ist, den fordere ich auf, wirklich so zu sein, wie er den andern gern erscheinen will. Denn der Rat ist nicht so heilig wie das Lob: der Rat hat ja nur mit den Menschen zu tun, das Lob vielmehr mit den Göttern."

Aus der Rede des Pythagoras an die Knaben

"Beleidigt nie zuerst einen anderen und wehret euch nicht gegen diejenigen, welche euch beleidigen. Trachtet vielmehr ernsthaft nach der Bildung (paideia), die von eurem Lebensalter (pais = Knabe) ihren Namen hat... Übt euch im Zuhören, damit ihr einmal reden könnt."

Aus der Rede des Pythagoras an die Frauen

"Will ein anderer für euch Gelübde tun oder beten, so wünschet ihr, er möge rechtschaffen sein, denn auf solche Menschen hören die Götter. Ebenso sollt auch ihr die Lauterkeit am höchsten schätzen, damit die Götter eure Bitten bereitwillig hören... Redet euer Leben lang selbst nur wenige und gute Worte, und sehet darauf, daß auch die andern über euch nur Gutes reden können. Zerstöret nicht euren überlieferten Ruhm und beschämet nicht die Mythenschreiber, welche die Gerechtigkeit der Frauen erkannten, die ohne Zeugen Kleidung und Schmuck hergeben, wenn eine andere dessen bedarf, ohne daß je aus solchen Vertrauensbeweisen Prozesse oder Streitigkeiten entstehen: So schufen sie den Mythos von den drei Frauen, die alle zusammen nur ein Auge benützten - so gut verstanden sie sich. Überträgt man dies nämlich auf männliche Wesen und behauptet, einer habe etwas, was er vorher empfangen, freundlich zurückgegeben, ja noch bereitwillig etwas eigenes mit einem anderen geteilt, so wird einem das keiner glauben, denn es ist den Männern wesensfremd."

 

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