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Aus der Neuen Solidarität Nr. 13/2004

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Was nützt die beste Erfindung...

Ein langer Rechtsstreit scheint nun endlich gelöst zu sein. Gestritten worden war, wer der eigentliche Erfinder des Telefons gewesen sei, der Schotte Alexander Graham Bell oder der Deutsche Philipp Reis. Für die Betreiber des Philipp-Reis-Museums in Friedrichsdorf hatte es in dieser Frage allerdings nie Zweifel gegeben. Nur die Weltöffentlichkeit hatte es anders gesehen. Nun sind im Londoner Science Museum Papiere über die damaligen begutachteten Versuche aufgetaucht, die eindeutig beweisen, daß Reis 1863, 15 Jahre vor Bell, Sprache telefonisch übertragen konnte. Weil es bei diesem 1876 einsetzenden Rechtsstreit um Patente an einem sehr einträglichen Geschäft, d.h. um viel Geld, ging, blieben diese Papiere - sie stammten von der Firma Standard Telefones and Cables (STC) - lange Zeit unter Verschluß.

Die eindeutige Klärung wird heute allerdings so viel wie nichts ändern. Für die meisten wird Bell weiterhin der Erfinder bleiben, so wie die meisten auch das Fax für eine japanische Erfindung halten. Denn was nützt eine Erfindung, wenn sich dafür kein Interessent findet. In der Regel geht das Interesse von einem Großgeldbesitzer aus, wenn der erkennt, daß sich mit der Erfindung Geld machen läßt, und er diese Einsicht, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen, in die Tat umsetzen kann. Das war im Fall des Schotten mit amerikanischen Verbindungen der Fall, während Reis in Deutschland sich mit einer Art Vorgängern der Grünen herumschlug. Ähnlich war es - wie gesagt - mit dem Fax, und bald wird es mit dem Transrapid ebenso sein. Wer - außer den Siebengescheiten - denkt dann noch an Hermann Kemper und die vielen, die seine Erfindung von 1922 in zähem Ringen mit den sich auftürmenden Schwierigkeiten zur Einsatzreife gebracht haben, wenn der Transrapid erst zum chinesischen Exportschlager geworden ist?

hhb