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Aus der Neuen Solidarität Nr. 13/2004

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"Schuldenerlaß für einige Länder"

Prof. Dieter Lindenlaub, der "Vater des Geldmuseums" der Deutschen Bundesbank in Frankfurt und die "Mutter" der monatlich stattfindenden Vortragsabende im Gebäude dieses Museums - so wurde der (ehem.) Bundesbank-Historiker launig vom Moderator des Abends vorgestellt -, referierte dort am 10. März über die Wirtschaftskrise der 30er Jahre und stellte sich anschließend der Diskussion mit den rund 300 Teilnehmern. Dabei verdeutlichte Lindenlaub neben einer ganzen Reihe von Zahlen und (eher verharmlosenden) Vergleichen zur aktuellen Lage der Weltwirtschaft bzw. -finanzen zwei entscheidende Aspekte der damaligen Krise: Erstens, daß die Depression damals in zwei Ländern - Deutschland und USA - ganz besonders schlimm war, und zweitens die "nicht unumstrittene These", daß Deutschland sich damals auch ohne die Rüstungspolitik Hitlers hätte aus der Krise herausproduzieren können. Leider ging Lindenlaub dabei weder auf US-Präsident Roosevelts Politik des 'New Deal' ein, der sein Land bekanntlich mit demokratischen Mitteln aus der Krise führte, noch auf Dr. Wilhelm Lautenbachs faszinierende wirtschaftspolitische Vorschläge, in denen bereits im September 1931 - also noch rechtzeitig - gefordert wurde, mithilfe der sog. 'produktiven Kreditschöpfung' die deutsche Wirtschaft anzukurbeln und dadurch die Nazis zu verhindern.

Da Lindenlaub dieses heiße Eisen nicht anzufassen wagte, taten dies Vertreter des US-Ökonomen und Präsidentschaftsbewerbers LaRouche, die schon vor der Veranstaltung Exemplare der Neuen Solidarität mit der passenden Überschrift "Zentralbanken haben versagt!" verteilten und so auf LaRouches aktuelle Lösungsvorschläge hingewiesen hatten. Sehr zum Ärger einiger Herren im sprichwörtlichen Nadelstreifen warf Hartmut Cramer gleich zu Beginn der Diskussion dem Redner vor, die heutige Krise - "eine Systemkrise" - zu verharmlosen und die brillanten Vorschläge Lautenbachs (und deren brandaktuelle Bedeutung für heute) zu ignorieren. Als Cramer Argentiniens Widerstand gegen den "hoffnungslos bankrotten" IWF ansprach und Lindenlaub aufforderte, "als Historiker" das zu sagen, was "alle führenden Politiker und Bankiers wissen, aber nicht zugeben: nämlich daß das ganze System völlig bankrott ist", gab es noch allgemeine Heiterkeit. Doch als er Lindenlaub dann fragte, was seiner Meinung nach in einer solchen Lage zu tun sei und wie er zu LaRouches Vorschlag für ein neues Bretton Woods stünde, "der kürzlich erneut im italienischen Parlament verabschiedet wurde und zunehmend im US-Vorwahlkampf sowie im Europawahlkampf eine Rolle spielt", blieb den Herren, die sich vorher über die Schlagzeile der Neuen Solidarität erregt hatten, das Lachen im Halse stecken. Hypernervös begannen sie zu protestieren und zu lamentieren - einige suchten sogar fluchtartig bei Wein und Brezeln Zuflucht - , sie konnten aber nicht verhindern, daß die Veranstaltung ihren Lauf nahm, wenn es Lindenlaub auch vorzog, nicht direkt auf diese brisanten Fragen zu antworten. Immerhin räumte er auf nochmalige Intervention gegen Ende der Diskussion ein, daß es angesichts der Frage "Wer soll überleben: die Banken oder die Menschen?" unerläßlich sei - "und dies sage ich jetzt als Dieter Lindenlaub - , einigen Ländern die Schulden zu erlassen".

 

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