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Aus der Neuen Solidarität Nr. 47/2003

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Leckerbissen für den Geist

Die LaRouche-Jugendbewegung traf sich Anfang November, bevor sie sich in den Wahlkampf in Philadelphia stürzte, zu Vorträgen und Diskussionen über Magneten, Astronomie, Schiller, Poe, Bach und mehr.


"Der Schöpfer muß uns lieben"
Die Gefühle erziehen

Die LaRouche-Jugend bricht alle Dämme. Das zeigte sich im Anschluß an die Ostküsten-Kaderschule am ersten Novemberwochenende - der fünften ihrer Art - , als wir am nächsten Tag Philadelphia auf den Kopf stellten und Bürgermeister Street zu seinem Erdrutschsieg verhalfen. Jeder einzelne Teilnehmer vervielfachte seine Kräfte durch die Zusammenarbeit mit den 99 anderen wie Stimmen in einem Chor zur Harmonie.

Die "Kaderschule" (so die überlieferte, ironische Bezeichnung für solche Veranstaltungen) im Süden des Staates New Jersey, mit jungen Leuten aus Washington, Baltimore, Philadelphia, New Jersey, Detroit und Montreal (Kanada), begann am Feiertag Halloween mit viel Süßigkeiten für den Geist. Den Höhepunkt bildeten die Reden und der Gedankenaustausch mit Lyndon LaRouche und seiner Ehefrau Helga, ohne die es diese Jugendbewegung nicht gäbe und die uns immer wieder mitreißen.

Die Feierlichkeiten begannen mit einer Debatte darüber, wie die moralische Weltanschauung eines Menschen mit seiner Vorstellung vom Wesen des Universums übereinstimmt. Jemand wie Bertrand Russell sieht im Dasein keinen Sinn, und deshalb ist es solchen Menschen völlig egal, wie man lebt. Die LaRouche-Jugendbewegung weiß, daß diese Sicht nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt, aber wir mußten es uns selbst noch einmal beweisen - diesmal, indem wir mit Magneten spielten. Was ist das für ein Universum, das dem Magneten seine (Anziehungs-)Kraft verleiht?

Anhand von Platons Dialog Ion begriffen wir langsam, wie das Beispiel eines Magneten metaphorisch etwas über die Macht der menschlichen Seele verrät, die in den Menschen in unserer Gesellschaft meistens nur schläft, aber über klassische Werke erreichbar wird.

"Der Schöpfer muß uns lieben"

Wir setzten die Untersuchung des äußeren Universums mit Hilfe einiger Werkzeuge wie Teleskop und Fernglas fort, um so die Wahrnehmungskraft unserer Sinne zu verstärken. Wir beobachteten den Orionnebel, die Andromedagalaxie und die Plejaden. Die heute üblichen Theorien über das Universum laufen alle mehr oder weniger darauf hinaus, daß der Mensch im Vergleich mit dem riesigen Universum so winzigklein ist, daß er unmöglich irgendetwas darin beeinflussen kann. Aber nach dieser Stunde konnte man sich des Gedankens nicht erwehren, daß der Schöpfer uns sehr lieben muß, wenn er uns eine so riesige Spielwiese bietet. Aber wenn das so ist, was für eine Liebe muß man dann zurückgeben?

Eine etwas kleinere Gruppe blieb noch länger auf, um unter der Anleitung von Merv Fansler die Ähnlichkeiten zwischen J.S. Bachs Präludium zur C-Dur-Fuge und Edgar Allan Poes Gedicht Die Glocken zu suchen. Das Gespräch war selbst ein Vorspiel zu einem Vortrag über Poes Werk am nächsten Abend.

Dieser nächste Tag war ein besonderer Leckerbissen. Wir verbrachten den Vormittag - die Jugendbewegung in Kalifornien war telefonisch zugeschaltet - im Gespräch mit Lyndon LaRouche. Er eröffnete seine Rede mit Gedanken zum Thema Passion oder Leidenschaft, das während dieses Wochenendes immer wieder auftauchte.

Die Gefühle erziehen

Die nächste Sitzung, an der die Kalifornier ebenfalls teilnahmen, bestand in einem Vortrag Helga Zepp-LaRouches über Friedrich Schiller. Er schrieb als Künstler viel über die Erziehung der menschlichen Gefühle und entwickelte diese Idee in seinen Gedichten, Aufsätzen und Theaterstücken. Helga stellte Schillers Werk sehr schön vor und ließ dazu viele Jugendliche Ausschnitte oder Verse aus den Werken lesen.

Der letzte Vortrag des Abends war für uns eine Herausforderung. Einiges wurde schon getan, um das unbekannte Leben und Werk Edgar Allan Poes aufzuspüren, aber es bleibt noch viel zu tun, bis man ein Buch über dieses amerikanische Genie schreiben kann. Dennis Speed schilderte, wie Poe mit den Kreisen arbeitete, die vorher die Amerikanische Revolution zustandegebracht hatten, und wie er versuchte, das Volk durch seine Schriften zu erheben. Daraus entwickelte sich eine Debatte über die "analysis situs" oder Geometrie der Lage. Es ging auch um Kunst und Dichtung allgemein und um die Prinzipien, wie man die Menschen im Publikum rührt, um ihre Seelen zu verbessern und ihre geistige Kraft zu stärken. Die informelle Diskussion ging bis halb drei Uhr früh und schloß mit der Rezitation von Poes Kurzgeschichte Die Maske des roten Todes.

Der letzte Tag galt schließlich der Jugendbewegung selbst - ihrer Geschichte, ihrer geistigen Arbeit und ihrer Bedeutung in der heutigen Krise. Dieser Teil schloß mit einer kurzen Rede über Bachs Motette Jesu, meine Freude; LaRouche hat die Jugendbewegung aufgefordert, sich intensiv mit diesem Werk auseinanderzusetzen.

Dann fuhren 80 junge Menschen ins Büro nach Philadelphia, um die Plakate, die Lieder und alles andere für den großen Wahlkampftag vorzubereiten.

Der hohe Anspruch der Vorträge und Diskussionen dieses Wochenendes beweist, wieviel die Jugendbewegung schon gearbeitet hat. Wenn es so weiter geht, können wir ganz Amerika übernehmen!

Michelle Lerner

 

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