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Pressestimme

"Ohne diese Reformen hat keine Nation eine Chance"

Mexiko. Das Wochenmagazin Siempre gab der LaRouche-Jugend in ihrer Ausgabe vom 22. September die Möglichkeit, sich vorzustellen und die Vorwürfe des mexikanischen Präsidentschaftskandidaten Castaneda zu entkräften.

Die öffentliche Auseinandersetzung zwischen der LaRouche-Jugend und dem mexikanischen Präsidentschaftskandidaten und früheren Außenminister Jorge Castaneda (vgl. Neue Solidarität 39/2003) ging am 22. September in die nächste Runde, als das angesehene und weitverbreitete mexikanische Wochenmagazin Siempre, das der früheren Regierungspartei PRI nahesteht, ausführlich über den Streit berichtete. Die Botschaft des Artikels mit der Überschrift "Wir sind keine Neonazis - die LaRouchisten antworten Castaneda" lautet: Castaneda muß auf die Vorwürfe antworten, die die Jugendbewegung des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Lyndon LaRouche gegen ihn erhoben hat. Die zweite Botschaft des Artikels ist: Die LaRouche-Jugendbewegung ist schon heute ein signifikanter Faktor der mexikanischen Politik. Und offensichtlich gibt es Kräfte im mexikanischen Establishment, die dies unterstützen.

Der Artikel beginnt: "'Wir sind keine Neonazis oder Schocktruppen. Wir dienen auch keinen ausländischen Interessen, wie es Jorge Castaneda tut, der nur eine Schachfigur des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney ist, und vorschlägt, den mexikanischen Energiesektor ausländischen Investoren zu öffnen', erklärt die LaRouche-Jugendbewegung (LYM). Wegen der Ereignisse um Jorge Castaneda, der bei zwei öffentlichen Auftritten - zuerst im Historischen Museum von Monterrey und vor einigen Tagen im Nationalen Polytechnischen Institut (IPN) - angegriffen wurde, was man Mitgliedern der LaRouche-Jugendbewegung, einer Gruppe angeblicher 'Neonazis', zuschrieb, hat Siempre deren Koordinator und einige ihrer Mitglieder befragt, um ihre Position zu diesen Vorwürfen zu hören."

Siempre fährt fort: "Ihre Antwort auf das, was im IPN vorgefallen ist, ist folgende: 'Wir waren acht Mitglieder der Organisation [LYM], und alles, was wir taten, war, daß wir den früheren Außenminister aufforderten, seine Pläne zu erklären, mit denen er die Nation ausverkauft - beispielsweise Pidiregas [ein staatlicher Investitionsfonds, der geschaffen wurde, um den Energiesektor illegalerweise zu privatisieren]. Er hat dann zunächst die Fragen ignoriert und weiter seine Rede verlesen. Da haben sich die Studenten von der IPN gefragt: Was geht da vor? Warum antwortet er nicht? Und sie waren es, die aufstanden, und ihm zuriefen: Warum antworten Sie nicht? Dann wurden viele Kommentare gemacht, und schließlich nahm Castaneda seine Unterlagen und lief davon. Das war unsere Intervention an jenem Tag. Wir hatten nicht die Absicht, ihn physisch anzugreifen', fügten sie hinzu... 'Wir greifen mit Ideen an. Er wurde immer nur danach gefragt, was seine Pläne sind, über die er lügt, wie wir wissen. Es gab keine Frage über Rassismus oder Konfession. Niemand rief, er sei Jude. Wir haben keinen Grund, das zu tun, denn unser Kampf richtet sich nicht gegen die Juden oder irgendeine andere Religion, sondern gegen jeden - nicht nur Castaneda - , der die Souveränität der Nation in Gefahr bringt.'"

Dann zitiert der Artikel aus der Presseerklärung, die die LaRouche-Jugend verbreitete. Darin wird Castaneda aufgefordert, auf drei Vorwürfe zu antworten: Erstens, er sei "ein Unterstützer der Doktrin des von der amerikanischen Regierung geführten 'präventiven Krieges', die vor allem vom amerikanischen Vizepräsidenten Cheney formuliert wurde"; zweitens, Castaneda unterstütze "die Legalisierung von Rauschgift, genauso wie es der Megaspekulant George Soros tut, der viele Millionen ausgegeben hat, um Politiker zu fördern, die sich für diese Idee einsetzen... Castaneda sei auch Mitglied des Vorstands von Human Rights Watch, einer Nichtregierungsorganisation, die substantielle Finanzhilfen von Soros erhält und sich ebenfalls für die Rauschgiftlegalisierung einsetzt"; und drittens, Castaneda sei "ein Unterstützer und Förderer der sogenannten 'Strukturreformen', die der Internationale Währungsfonds, die Gläubigerbanken der Wall Street und das 'Houston-Kartell' (dem Cheneys Halliburton, Enron, Reliant, El Paso, Schlumberger etc. angehören) Mexiko aufzwingen wollen, um die Arbeitskraft des Landes und seine Rohstoffvorkommen zu plündern."

Siempre fährt fort: "Die LYM behauptet außerdem: 'Castaneda befürwortet diese Reformen unter dem leeren Motto 'nach Veränderung streben'. Castaneda hat auch ein 'Energiekapitel' im NAFTA-Vertrag gefordert, um das mexikanische Öl in eine strategische Reserve der USA zu verwandeln, ganz wie es Cheney in seinem Energieplan für die Regierung Bush 2001 vorgeschlagen hat. Castaneda will Mexikos Ölförderung verdoppeln - aber nicht für die Entwicklung des Landes, sondern um die Bedienung der krebsartig wuchernden Auslandsschulden sicherzustellen.'"

Dann zitiert Siempre den "Koordinator der LaRouchisten" Ruben Cota Meza: "Jorge Castaneda repräsentiert eine Perspektive, die der unsrigen vollkommen entgegengesetzt ist. Wir wollen unsere nationale Souveränität verteidigen. Er will Mexiko dem, was mit NAFTA schon existiert, noch weiter unterwerfen. Castaneda... führt seinen Wahlkampf, indem er den amerikanischen Interessen, den Ölmultis, den politischen Interessen um Dick Cheney und der Regierung Bush sagt: 'Ich bin derjenige, der wirkliche Veränderungen herbeiführen kann' - natürlich in der Richtung, die diese wollen... Deshalb geht es uns nur darum, ihn zu demaskieren, damit er nicht durch das Land zieht mit seinen Täuschungen... Das können wir nicht zulassen, und wo immer er hingeht, wo immer wir Zugang haben, werden wir sein; nicht, um mit ihm zu reden, sondern um die Menschen darüber zu informieren, was hinter Jorge Castaneda steht."

Die Vorwürfe des "Neonazismus" und des "Rechtsextremismus" weise Cota zurück, sie kämen von Castanedas Unterstützern im Magazin Milenio, die nur von den Vorwürfen gegen Castaneda ablenken wollen: "Sie versuchen, eine Nebelwand aufzuwerfen... Man hat uns schon oft alles Mögliche genannt, aber wir verlassen uns auf die politische Kraft, die wir mit einer wachsenden Jugendbewegung entwickeln, die in den kommenden Monaten äußerst aktiv werden wird. Z.B schlagen wir vor, daß Castaneda sich einer öffentlichen Debatte mit uns stellt", sagte Cota Meza gegenüber Siempre.

Siempre fährt fort: "Die Mitglieder der LYM machen auf ähnliche Weise deutlich, daß sie keine Schocktruppen sind und auch keine Angst davor haben, als solche bezeichnet zu werden, da sie sich immer an die Wahrheit halten, ein Prinzip, nach dem die Organisation handelt. Neben der Tatsache, daß ihre Arbeit an den Universitäten friedlich ist, gehe es darum, den anderen Studenten ihre Ideen mitzuteilen, sie aus ihrer Höhle herauszuziehen, wie Platon sagt, und ihnen zu erklären... was das Problem ist und was die politische, wirtschaftliche und soziale Lage ist, vor der wir nicht nur national, sondern weltweit stehen. Den Studenten werden Lösungen für diese Probleme vorgestellt und sie werden eingeladen, sich dieser internationalen Jugendbewegung anzuschließen, um weltweit eine kulturelle, wirtschaftliche und wissenschaftliche Renaissance zu schaffen."

Dann beschreibt Siempre die LaRouche-Jugend in Mexiko. Die vor 28 Jahren in anderer Form von dem amerikanischen demokratischen Präsidentschaftsbewerber Lyndon LaRouche gegründete Bewegung habe heute 230 Mitglieder und sei in den Bundesstaaten Nuevo Leon, Queretaro, Guanajuato, dem Bundesdistrikt (Mexiko City), dem Staat Mexiko, Jalisco, Sonora, Baja California, Hidalgo, Morelos, Tlaxcala und Sinaloa vertreten.

Zum Abschluß zitiert Siempre ein Mitglied der LaRouche-Jugend: "Wir wollen eine Revolution der Ideen durchführen: im Bildungs- und Wirtschaftssystem sowie im politischen System. Wir müssen die kulturelle Erbschaft Mexikos wiederaufgreifen, d.h. die Erbschaft der Unabhängigkeit, der Juarez-Reformen und der Revolution. Wir brauchen soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Entwicklung mit Möglichkeiten und Chancen für alle, eine Entwicklung, die auf Wissenschaft und Technik beruht. Wir brauchen ein neues Finanzsystem, nicht nur in Mexiko sondern international, denn ohne diese Reform hat keine Nation irgendeine Chance - weder Brasilien, noch Argentinien, die Türkei, Polen oder Mexiko. Nicht einmal die Vereinigten Staaten."

ggs

 

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