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Neues aus der Medizin


Nierentransplantation: Sirolimus-basierte Langzeitbehandlung hilft
Enzymbiotics eröffnen neue Wege zur Behandlung von Infektionen

Nierentransplantation: Sirolimus-basierte Langzeitbehandlung hilft

Auf dem Kongreß der Deutschen Transplantationsgesellschaft im Oktober 2002 wurde über wesentliche Vorteile einer immunsuppressiven Therapie mit Sirolimus (Rapamycin) berichtet (Prof. Peter Neuhaus, Charité, Berlin). Bei dieser wurde der Calcitonininhibitor abgesetzt und durch Rapamycin ersetzt. Die bisher übliche Therapie zur Verminderung immunaggressiver Spätfolgen besteht in der Kombination von Ciclosporin, Steroiden und eines Calcitonininhibitors.

Im Vordergrund der Therapieverbesserung stehen drei meßbare Parameter:

1. Die Verbesserung der Nierenleistung: Sie lag um 20% höher als bei einer Vergleichsgruppe, die die bisher übliche Therapie erhielt. Besonders profitierten solche Patienten, bei denen die Ausgangswerte, welche die Nierenleistung anzeigen, besonders schlecht ausgefallen waren. Hier konnte nach der Zweijahrestherapie eine erhebliche Verbesserung des Kreatininwertes festgestellt werden.

2. Niedrigere Blutdruckwerte: Die Höhe des Blutdrucks ist ein Jahr nach Transplantation ein bedeutender Vorhersage-Parameter hinsichtlich der Langzeitprognose des Transplantats. In der mit Sirolimus behandelten Patientengruppe lag der obere Blutdruckwert 7 mm, der untere 5 mm niedriger als bei einer Vergleichsgruppe ohne Sirolimus. Aber schon diese Differenz bedeutet eine deutliche Minderung der cardiovaskulären Risiken in klinisch meßbarer Größenordnung (Prof. Oberbauer, Wien).

3. Antitumoreffekt: Es ließ sich auch in der Langzeitstudie erkennen, daß mit Sirolimus behandelte Nierentransplantierte wesentlich weniger häufig von einer tumorösen Nierenerkrankung heimgesucht werden. Und zwar lagen die Erkrankungen nur bei 4,2% gegenüber 9,7% ohne Sirolimus. Sirolimus scheint auch bei anderen Tumorformen eine hemmende Wirkung auf das Wachstum zu haben.

Während die Verbesserungen der Nierentransplantate über einen längeren Zeitraum in den Punkten 1-3 meßbar sind, ist eines für den Patienten selbst direkt subjektiv fühlbar: eine verbesserte Lebensqualität. Auch kosmetische Nebenwirkungen wie vermehrte Behaarung und Zahnfleischwucherungen blieben weitgehend aus.

Enzymbiotics eröffnen neue Wege zur Behandlung von Infektionen

Antibiotica sind für der Medizin für die Behandlung von Infektionen oder infektiösen Erkrankungen unverzichtbar. Jedoch bringt der weitverzweigte Gebrauch dieser Stoffe auch eine vermehrte Wertminderung mit sich, denn Bakterien haben die Eigenschaft, Resistenzen gegen ebenjene sie angreifenden Stoffe zu entwickeln. Die Forschung richtet daher ihr Augenmerk auch auf andere Wege, die den Zugang zum Abtöten von Krankheitserregern öffnen.

An der Rockefeller-Universität in New York machen Forscher Versuche mit sog. Phagen, virenähnlichen Stoffen, die Bakterien befallen und abtöten können, weil sie mittels Enzymwirkung Löcher in die Zellwände bestimmter Bakterien hineinfressen. Als Versuchsobjekte dienten Streptokokken, die normalerweise für Halsentzündungen verantwortlich sind. Die Wirksamkeit dieser "Enzymbiotics" konnte bereits im Tierversuch bei Mäusen dokumentiert werden.

Eine weitere Verminderung von Resistenzen sehen Forscher in der Anwendung antimikrobieller Peptide. Diese sollen nicht nur vor Bakterien, sondern auch vor Viren und Pilzen schützen. Cecropin A ist ein Enzymbiotic, das in Motten und Säugern vorkommt und das zusammen mit einem aus Bienen gewonnenen Stoff die Vermehrung von AIDS-Viren in Zellkulturen hemmen kann, wie Forscher des GSF-Instituts für molekulare Virologie in Neuherberg mitteilen. Eingehendere Forschungen zur Aufdeckung der spezifischen Wirkmechanismen sind noch erforderlich, die Einsatzmöglichkeit so gewonnener Enzymbiotics ist breit gefächert.

Dr. med. Joachim Roeder

 

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