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Über die alte ägyptische Kultur

Zu Griechenland, das Kind Ägyptens in Heureka! vom 2. April 2003 (Neue Solidarität Nr. 14/2003):

In diesem Artikel hat Susan Kokinda einige Passagen etwas unklar gelassen. Sie bedürfen der Aufklärung. Dort heißt es u.a.: "In dieser Zeit, etwa von 10000 bis 6700 v.Chr. beherrschte der Orion den Morgenhimmel, danach verzögerte die Präzession sein Aufgehen immer mehr, bis er... am hellen Morgenhimmel nicht mehr sichtbar war... Sein Verschwinden... war sein 'Tod'... Mit dem Todeskult... der ägyptischen Religion haben sie jedenfalls nichts zu tun." Solche Äußerungen sind unrichtig, eigentlich sogar eine Provokation.

Die ägyptische Kultur umfaßt Wissenschaft, Weltanschauung, Kunst etc. und all diese Bereiche bilden eine untrennbare Einheit, ähnlich wie in der indischen und anderen alten Kulturen. Astronomie ist die Grundlage der ägyptischen Religion. Darin besteht der grundlegende Unterschied zwischen den alten kosmischen Religionen und dem dogmatischen mosaischen Glauben.

Selbstverständlich "verschwindet" der Orion auch heute wie damals Jahr für Jahr, aber nur vorübergehend, und nach einer gewissen Zeit erscheint er wieder. Dies sind der "Tod" und die "Auferstehung" des Orion. Dieses "Schein"-Verhalten des Orion wird verursacht durch den Präzessionseffekt aufgrund der schräg gestellten Erdachse. Die Folge ist, daß sich die Position des Orion sogar jede Sekunde, jedes Jahr ändert - und auch jedes platonische Jahr. Es geschieht nicht nur ein "Vorrücken" des Zeitpunkts des Sternenaufgangs (heliakisch, also vor der Sonne), es ändert sich auch der Neigungswinkel der Sterne zum Himmelsäquator. Als die Eiszeit begleitet von der Sintflut etc. zu Ende ging, betrug dieser Neigungswinkel bei Orion auf seinem tiefsten Stand (Nadir) ca. 20 Grad; das war in der "Ersten Zeit", ägyptisch Zep Tepi, im Zeitalter des Löwen vor 12500 Jahren. Heute zu Beginn des Wassermannzeitalters hat der Neigungswinkel von Orion mit etwa 60 Grad seinen höchsten Wert (Azimut) erreicht. In den nächsten 12500 Jahren wird dieser Wert immer geringer, bis wieder der niedrigste Stand erreicht ist - das nächste Löwenzeitalter, die Vollendung des Orionzyklus.

Das ägyptische Neujahr orientiert sich am Siriuszyklus, der 1460-1461 Jahre beträgt. Das ist der Tag, an dem heliakisch am Morgenhimmel erst der Orion (Osiris), dann Sirius (Isis) und anschließend die Sonne, nämlich der Horus, der göttliche Beherrscher Ägyptens in der Frühzeit, aufgehen. Seine Nachfolger, die Pharaonen, bezeichnen sich auch mit einem Namen des Horus. Der berühmte Pharao Ramses II. trägt den Namen: Sohn der Sonne. Auf ägyptisch heißt sein Name Ramesse, d.h. "Sohn der Sonne" oder "Gottes Sohn". Solche Begriffe wie "Gottes Sohn", "Tod und Auferstehung" etc. hat die christlichen Theologie einfach kopiert und sich angeeignet.

Kollengode Natarajan, 51149 Köln-Porz

 

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