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Aus der Neuen Solidarität Nr. 14/2003

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Wichtiges kurzgefaßt


Amerikanische Juden gegen den Irakkrieg
Gemeinderäte verabschieden Antikriegsresolution

Amerikanische Juden gegen den Irakkrieg

Das amerikanische "Shalom Center" veröffentlichte am 21.März eine von mehr als 600 Personen unterzeichnete ganzseitige Anzeige in der New York Times gegen den Irakkrieg. Darin heißt es: "Die Entwaffnung eines gefährlichen Diktators ist ein gerechtes Ziel. Aber ist Krieg ein gerechtes Mittel zu diesem Zweck? Was wird dieser Krieg in Wahrheit bewirken?" Der Krieg werde "Tausende von unschuldigen Irakern töten - darunter viele Kinder", er werde "Amerikaner, Israelis und Zivilisten vieler anderer Nationen der Gefahr höllischer Rache der Terroristen aussetzen", "weiteren Angriffen auf unsere bürgerlichen Freiheiten zum Vorwand dienen", und "das Leben aller Amerikaner beeinträchtigen und Hunderte von Milliarden Dollar kosten, die dringend für die Krankenversorgung unserer Senioren, die Schulen unserer Kinder, Unterkünfte für die Obdachlosen und Lebensmittel für die Hungernden gebraucht werden".

Es reiche nicht, sich dem Krieg nur passiv zu widersetzen. "Um das gerechte Ziel der Entwaffnung des Irak zu erreichen, müssen wir amerikanische Juden

  • mit unseren Stimmen in den wachsenden Chor von Nationen, Staatsmännern und religiösen Gruppen einstimmen, die Amerika - auch jetzt noch - anflehen, vom Abgrund des Desasters zurückzukehren, die Rückkehr der UNO-Inspekteure zu fördern und ihnen genug Zeit und Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre Mission erfüllen können;

  • unsere gewählten Vertreter unter Druck setzen, sich von einer verfehlten Außenpolitik abzuwenden, welche die Bedürfnisse und Wünsche der übrigen Welt völlig verachtet;

  • nach der Lehre des Psalms 34 (Suche Frieden, und jage ihm nach) nicht nur Frieden suchen, sondern ihm nachjagen, wenn er flieht, nicht gelähmt dasitzen, während uns der Frieden flieht, uns der überwältigenden Mehrheit der Antikriegsbewegung anschließen, die die Sorgen der Juden um Israel teilt... Die Pflicht der Juden ist klar: Gerechtigkeit verfolgen, Frieden suchen, und unermüdlich für Tikkun Olam - die Heilung des Planeten - arbeiten."

    Gemeinderäte verabschieden Antikriegsresolution

    Zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte haben in den letzten Wochen Resolutionen gegen den Krieg im Irak verabschiedet, so auch - am 13.März, also noch vor Kriegsbeginn - der Gemeinderat von Weissach im Tal:

    "Der massive Truppenaufmarsch in der Golfregion unter Führung der USA droht eine Kriegsmaschinerie in Gang zu setzen, die einer politischen Lösung des Konfliktes den Boden entzieht. Wir wissen, der Irak verfügt über ein nicht kalkulierbares Drohpotential, die Diktatur terrorisiert die Bevölkerung und trägt Verantwortung für den Tod Tausender Menschen. Wir sind aber der festen Überzeugung, daß militärische Gewalt nicht die Konflikte im Irak und der Region löst.

    Ein Krieg würde vor allem die Zivilbevölkerung treffen. Ein neuerlicher Krieg würde der irakischen Bevölkerung noch mehr Elend, weitere Tausende Tote und die Zerstörung von Städten und Infrastruktur bringen. Ein Krieg würde Hunderttausende in die Flucht zwingen. Ein Krieg könnte die Region völlig destabilisieren und einen Flächenbrand in der Welt auslösen.

    Der Gemeinderat unterstützt die weltweite Bewegung von Kommunen gegen diesen Krieg. Der Gemeinderat fordert die Bundesregierung auf, sich weder militärisch noch finanziell an einem neuerlichen Irak-Krieg zu beteiligen. Dies schließt die Ablehnung eines Krieges im UN-Sicherheitsrat ein. Da die glaubwürdige Androhung militärischer Maßnahmen die derzeit wirkungsvollen UN-Inspektionen ermöglicht, fordern wir die Bundesregierung auf, im Verbund mit anderen Staaten eine politische Lösung des Konfliktes im Rahmen eines UN-Beschlusses zu unterstützen. Der Gemeinderat appelliert an die Mitglieder des Bundestages aus unserem Wahlkreis, diese Ziele zu unterstützen."

     

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