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LaRouche in Arkansas

Bei einem Besuch im Bundesstaat Arkansas zeigte sich, daß sich LaRouche dort trotz Störversuchen der demokratischen Parteiführung großer Beliebtheit erfreut. Es folgt die Presseerklärung von LaRouches Wahlkampfkomitee vom 26. Februar.

Lyndon LaRouche, Bewerber um die Präsidentschaftsnominierung der Demokratischen Partei 2004, besuchte letzte Woche wieder den US-Bundesstaat Arkansas, wo er bei den Vorwahlen der Demokraten im Jahr 2000 gegen Al Gore mehr als 22% der Stimmen erhalten hatte. Die verrückte Reaktion der Gore-Kampagne auf LaRouches Erfolg in Arkansas hat damals nach Aussage politischer Insider Gore und die Demokraten letztendlich die Präsidentschaft gekostet.

Dem Empfang für LaRouche in Arkansas nach zu urteilen hat sich wenig geändert: Die Unterstützung für ihn hat an Breite und Tiefe sogar noch zugenommen, während das Washingtoner Establishment der Demokraten unter dem Einfluß der dubiosen politischen Maschine von Al Gore und Joe Lieberman offenbar wenig aus seinen fatalen Fehlern gelernt hat.

Am Sonntagmorgen begrüßte Reverend Dr. Henry "Hank" Wilkins IV, der auch Abgeordneter des Landessenats und Vorsitzender des Ausschusses der farbigen Abgeordneten ist, den Präsidentschaftskandidaten in der historischen Saint James-Kirche der Vereinigten Methodisten in Pine Bluff. LaRouche war Ehrengast eines Gottesdienstes, den vor allem die Gemeindejugend gestaltete. Die jungen Leute boten einige musikalische und Redebeiträge dar, bevor Wilkins eine inspirierende und erhebende Predigt hielt. LaRouche sprach kurz zur Gemeinde und sagte zum Schluß: "Ich habe Sie alle ins Herz geschlossen."

Anschließend wurde er bei einem Empfang der Gemeinde herzlich aufgenommen. Einige Gemeindevertreter sagten, auch der frühere Präsident Bill Clinton, der aus Arkansas stammt, habe ihre Kirche gerne besucht, und das sei ein gutes Vorzeichen dafür, daß auch LaRouche bald Präsident würde.

Viele Gemeindemitglieder fanden sich dann am Abend auch im Pine Bluff Convention Center ein, wo LaRouche sprach. Weitere Teilnehmer der Veranstaltung waren Landessenator Wilkins, die Abgeordneten Calvin Johnsson und Booker Clemmons, Stadtrat John Foster sowie viele andere gewählte Mandatsträger, Gewerkschafter, Bürgerrechtler und politische Aktivisten. LaRouche hörte sorgfältig zu, wie die Versammlungsteilnehmer detailliert die Auswirkungen der sozialen und wirtschaftlichen Krise vor Ort schilderten und von den gewählten Politikern auf dem Podium Lösungen verlangten.

Als LaRouche schließlich an der Reihe war, nahm er kein Blatt vor den Mund. Er bringe sehr schlechte, aber auch gute Nachrichten, sagte er seinen Zuhörern. Ihre Probleme seien das Resultat eines weltweiten Wirtschaftszusammenbruchs, der durch jahrzehntelange schlechte Politik verursacht wurde. Heute sei Amerika hoffnungslos bankrott, 46 von 50 Bundesstaaten befänden sich in einer unhaltbaren Lage. Dies könne jedoch bewältigt werden.

LaRouche schilderte dann den Ausweg aus der Krise, indem er sich vor allem auf die Erfahrungen unter Franklin Roosevelt während der Großen Depression der 30er Jahre bezog. Das gegenwärtige Problem sei, daß Amerika heute "von Dummköpfen angeführt wird, die von Kriminellen beeinflußt sind". Die Regierung ignoriere die wirtschaftliche Katastrophe und wolle sich statt dessen in einen wahnsinnigen Krieg stürzen. Gespannt lauschte das Publikum, als LaRouche erklärte: "So schlecht die Lage ist, so gut sind die Optionen", und dazu aufforderte, ihn zu unterstützen.

In der anschließenden Diskussion hatte LaRouche Gelegenheit, die Ursachen der Krise genauer darzulegen und seinen Hörern ein besseres Verständnis dafür zu vermitteln, wie man sicher aus ihr herauskommen kann. Er verurteilte die Korruption in der Führung der beiden großen Parteien und ihre Verbindung zu dem zweifelhaften Finanzier Marc Rich. Er sprach auch Fragen an, die für die USA und ihre Institutionen tiefergehende Bedeutung haben, wie die Frage nach dem Sinn des menschlichen Lebens, der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen und der Unsterblichkeit der Seele. LaRouche brachte Beispiele aus Platons Staat, Shakespeares Tragödie Hamlet und erzählte über das Leben der Johanna von Orleans. Viele Teilnehmer verglichen LaRouches Rede mit Martin Luther Kings berühmtem "Gang durch die Weltgeschichte" in seiner Rede vor den Müllmännern von Memphis am Abend vor seiner Ermordung.

Am Montag reiste LaRouche dann von Pine Bluff in die Landeshauptstadt Little Rock weiter, wo er eine Rede vor dem Ausschuß der farbigen Abgeordneten hielt. Führende Vertreter des Landesverbandes der Demokraten, die gerade von der Washingtoner Winterkonferenz des Parteivorstands (DNC) zurückgekehrt waren, hatten mit allen Mitteln versucht, dieses Treffen zu verhindern. Nach seiner Rede vor dem "Black Caucus" wurde LaRouche offiziell im Plenum des Landessenats und des Abgeordnetenhauses vorgestellt und mit viel Applaus begrüßt. Nach einigen privaten Treffen setzte LaRouche seinen Dialog mit der politischen Elite von Arkansas bei einem Empfang fort, der in eine intensive, zweistündige Debatte über seine Politik für Amerika mündete.

Die Gastgeber waren erfreut über die Reaktion der Bürger auf LaRouches Besuch und um so mehr verärgert über die Erpressungsversuche der Parteibürokratie. Bei der Vorwahl der Demokraten in Arkansas 2000 hatte sich die Parteiführung ähnlich verhalten. Sie erklärte die 53150 Stimmen, die LaRouche in Arkansas gewonnen hatte, einfach für ungültig und schlug sie Gore zu. Bei der Präsidentschaftswahl im November 2000 fehlten Al Gore dann in Arkansas ungefähr dieselbe Anzahl Stimmen am Sieg, weil er die LaRouche-Wähler verprellt hatte. Mit den Wahlmännern von Arkansas hätte Gore die Präsidentschaftswahl gewonnen.

 

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