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Neue Solidarität
Nr. 17, 25. April 2012

Terra America interviewt LaRouche zur Raumfahrt

LaRouche beantwortete am 12. April, dem Jahrestag von Jurij Gagarins Flug, der in Rußland als Tag der Raumfahrt begangen wird, Fragen des russischen Internet-Magazins Terra America (http://terra-america.ru).

Zum Jahrestag des historischen ersten Weltraumflugs von Jurij Gagarin am 12. April 1961 führte das russische Internet-Magazin Terra America ein Interview mit Lyndon LaRouche über die Aufgaben des Menschen im Sonnensystem und im All. Es erschien am nächsten Tag auf www.terra-america.ru. Die Seite ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener russischer Analysten und Journalisten, die auf kulturelle und politische Fragen im Zusammenhang mit den USA spezialisiert sind. Einige von ihnen sind als Autoren für Russia Journal und die Nachrichtenagentur Rosbalt bekannt.

Das Interview wurde von Kirill Benediktow geführt und erschien unter der Überschrift „Die klare Absicht des Britischen Empires ist es, die Weltraumforschung abzubrechen“. Terra America kündigte noch eine Reihe weiterer Beiträge über LaRouche und seine Bewegung an.

Der russische Ministerpräsident und designierte Präsident Wladimir Putin besuchte am 12. April, der in Rußland als Tag der Raumfahrt begangen wird, das Moskauer Planetarium. Dabei wurde er u.a. von Vizepremier Dmitri Rogosin, einem der prominentesten Verfechter einer Initiative für die Strategische Verteidigung der Erde (SDE), begleitet. Putin besichtigte historische dreidimensionale Modelle der Erde und des Sonnensystems aus der Zeit seit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Er hielt eine Ansprache, in der er eine langfristige nationale Weltraumstrategie forderte und eine Erhöhung des Raumfahrtbudgets auf 150 Mrd. Rubel (ca. 4 Mrd. Euro) ankündigte. Davon entfallen 30 Mrd. Rubel auf den Bau des neuen Wostotschnij-Kosmodroms in der Amur-Region im russischen Fernen Osten nahe der chinesischen Grenze.

Putin sagte: „Wir müssen nicht nur Abschußrampen bauen, sondern eine umfassende, moderne Sozial- und Ingenieursinfrastruktur. Praktisch müssen wir eine ganz neue, bequeme moderne Stadt bauen.“ Das Raumfahrtzentrum „wird als Katalysator für die Entwicklung des gesamten Föderationskreises Ferner Osten dienen. Es wird uns dabei helfen, das Industriepotential des Fernen Ostens und Ostsibiriens voll zu nutzen und hochqualifiziertes Personal in diese Regionen zu ziehen.“

Terra America leitete das Interview mit LaRouche folgendermaßen ein:

„Wurde der sowjetisch-amerikanische Wettlauf im All durch eine geheime Verschwörung der herrschenden Kreise der beiden Supermächte beendet? Und brauchen wir ein ehrgeiziges Programm wie die Kolonisierung des Mars? Wie realistisch ist das überhaupt? Eine andere, nicht unwichtige Frage: Wer behindert die Entwicklung der Expansion der Menschheit ins All? Einer der umstrittensten und originellsten Intellektuellen in den Vereinigten Staaten, Lyndon LaRouche, beantwortet diese Fragen in einem Exklusivinterview mit Terra America. Mit diesem Interview beginnt unsere Webseite eine Serie von Veröffentlichungen über die Aktivitäten LaRouches und seiner Bewegung, die auch in Rußland Anhänger hat.

LaRouches Methode und seine Formulierungen mögen vielen unserer Leser unorthodox, seltsam oder sogar abstoßend erscheinen. Einige der Themen werden a priori außerhalb der Grenzen akademischer Analyse eingeordnet und die moderne Gesellschaft überläßt sie unbekümmert Hollywood oder anderen Demiurgen der Massenmedien. Es gilt als unter der Würde eines renommierten, etablierten westlichen Intellektuellen, ernsthaft über Dinge wie Gefahren aus den Tiefen des Weltalls zu sprechen oder über die Verschwörung der mittelalterlichen Venezianer, die die Natur unseres gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Systems bestimmten.

Aber LaRouche befaßt sich mit allen diesen Dingen und zieht dadurch den Zorn und die Verachtung des intellektuellen Establishments auf sich. Und bevor man sich den Kritikern anschließt, die LaRouche als politische Randfigur abtun oder ihm das Etikett ,faschistisch’ aufzwingen, lohnt es, sich daran zu erinnern, daß es LaRouche war, der vor zwei Jahrzehnten die heutige Weltwirtschaftskrise vorhersah. Berücksichtigt man die Bandbreite der Aktivitäten von LaRouche und seiner Bewegung, so könnte man diese Vorhersage besser ein Resultat ausdauernder und gründlicher Forschung als einen zufälligen Volltreffer nennen.

Wir schlagen vor, daß unsere Leser sich auch, zusammen mit uns, die Frage stellen, wen wir vor uns haben - einen brillanten Geist, welcher der Menschheit den einzig richtigen Weg der Entwicklung weist, oder nur einen begeisterten Fantasten und Visionär, der von grandiosen und schrecklichen Bildern unserer Vergangenheit und Zukunft bewegt wird. Kann man überhaupt Torheit von prophetischer Vorausschau unterscheiden?“

rbd


(Den Text des Interviews in russischer Sprache finden Sie auf der Internetseite http://terra-america.ru/stremlenie-britanskoi-imperii-pomeshat-osvoeniu-solnechnoi-sistemi-ochevidno.aspx)